Immobilienfinanzierung mit ETFs und Aktienfonds

Vorsicht. Es grassiert seit einigen Jahren die Angst vor Inflation oder dem Zusammenbruch des Euroraums. Diese Angst treibt viele in Immobilien, die sie meist zum großen Teil finanzieren. Angesichts der niedrigen Zinsen fällt das den Immobilieninvestoren nicht schwer. Selbst eine 100 Prozent-Finanzierung wäre bei vielen Banken nicht das Problem, wenn das Einkommen stimmt. Aber es kommt hier auf den Quadratmeterpreis an, weil in vielen Bezirken Berlins und anderer Metropolen in Deutschland Wohnungen nach den Preisanstiegen der letzten Jahre sehr teuer sind. Vor allem sollten sich Immobilienkäufer einmal über die demographische Entwicklung genauer Informieren.

Überteuerte Wohnimmobilien in Berlin und anderen Großstädten

Diese beiden Faktoren lassen viele Eigentumswohnungen in Berlin und anderen Großstädten wahrscheinlich zum Verlustgeschäft werden – vor allem im Vergleich zu mittel und langfristigen ETF- oder Aktienfondsinvestments (aktive Aktienfonds). Natürlich kann man sich bei einer Immobilienfinanzierung auch für ein Verlustgeschäft entscheiden – wenn man unbedingt das Gefühl braucht, in der eigenen Wohnung zu leben. Jeder Kauf- oder Bauwillige sollte einmal einen Bauingenieur aus dem erweiterten Bekanntenkreis fragen, was denn die reinen Anschaffungs- und Renovierungskosten für eine Eigentumswohnung ausmachen – ohne derzeit meist überteuerte Grundstückspreise. Die Differenz zum überzogenen Marktpreis sollte dann nachdenklich machen.

ETFs für Tilgung einsetzen

Wer dennoch eine Wohnung oder ein Haus mit akzeptablen Quadratmeterpreis findet, sollte bei der meist üblichen Langfristfinanzierung neben einer möglichst 15jährigen Zinsfestschreibung (dennoch nach Verbraucherschutzgesetzen nach 10 Jahren durch Kreditnehmer kündbar) auch ETFs in die Tilgung mit einbeziehen.

Über mehr als 15 Jahre war es in der Vergangenheit bekanntlich nicht möglich, mit einem DAX-ETF Verlust zu machen. Deshalb spricht nichts dagegen, mindestens einen Teil der Tilgung bewusst mit ETF-Sparen zu planen. Vor allem so lange der Hypothekenkredit deutlich weniger Zinsen kostet als die erwartbaren langfristigen 8 Prozent Rendite bei breitgestreuten ETFs. Voraussetzung sollte wie oben erwähnt sein, dass man nicht völlig überteuert gekauft hat. Doch dann hätten viele ein grundsätzliches Problem. Bei vermieteten Wohnungen wäre noch zu prüfen, ob diese nach 10 Jahren konsequent steuerfrei verkauft werden sollten, falls dann gerade niedrig bewertete Aktienmärkte zum schrittweisen Einstieg einladen. Denn die Statistiken der Vergangenheit zeigen: Immobilienbesitzer hatten in den allermeisten Fällen kaum mehr Rendite als die Inflation ausmachte, wenn sie richtig rechneten und die Instandhaltungskosten und sonstigen laufenden Kosten einer Immobilie mit einbeziehen.

Neubau wird Preise wohl purzeln lassen

Natürlich unterscheidet sich Berlin von Düsseldorf – aber bei 3,5 Millionen Einwohner werden die jährlichen Zuzüge nach Berlin in Höhe von 40.000 neuen Einwohnern früher oder später auch durch Neubau ausgeglichen werden. Insofern ist dieser Handelsblattbericht auf Berlin wie auch weitere Immobilienstandorte in Deutschland durchaus übertragbar.
Weitere Artikel zum Thema ETF

Aktive Investmentfonds oder passive ETFs?
Den richtigen Länder-ETF finden
Welche Länder-ETFs erzielten die höchsten Renditen?

Ich will per E-Mail über beste ETF-Regionen
informiert werden und keine Chance verpassen:

 

Mit ETF Wohlstand erhalten – Vermögen aufbauen

An der Börse mit ETFs sparen bei minimalen Risiko

Foto: Lupo, Pixelio.de

Wie können sich vor allem Angehörige der Sandwich-Generation (Link 2) vor Altersarmut schützen, Vermögen aufbauen und für die Kinder und Enkel finanzielle Untersützung geben? Wie können zumindest Durchschnitts- und Gutverdiener in überschaubarer Zeit finanziell unabhängig werden?

Bisher beliebte Sparformen sinnlos

Früher war nicht alles gut, doch reichte mittelmäßiges Sparen mit Kapitallebensversicherungen, Sparbuch und Bundesschatzbriefen halbwegs aus, um etwas für das Alter zurückzulegen; zwar mit schlechter Rendite. Aber das staatliche Rentenversicherungssystem war noch nicht zigfach reformiert, das heißt Demographiefaktoren sorgten noch nicht automatisch für eine schrittweise Absenkung der staatlichen Rente. Jetzt dominiert nach der Euro-Krise die Niedrigzinspolitik der EZB. Sie wird nach der Vermutung vieler Experten auf Jahre hinaus die Zinsen so tief halten. Die Menschen bleiben auf der Strecke, die sich nicht über die Chancen und das mittel- und langfristig sehr überschaubare sowie minimale Risiko der Aktienmärkte informieren. Verantwortungslose beziehungsweise nicht informierte Journalisten verbreiten gleichzeitig die These, Sparen würde sich nicht mehr lohnen.

Finanzwissen wichtig

Dabei ist für die Sparer, die ihre Freizeit auch einmal zur Informationsbeschaffung zum Thema Fondssparen nutzen, klar: Altersarmut kann nur mit Aktienfonds, das heißt vorwiegend ETFs vermieden werden. Gutverdiener könnten sogar ziemlich schnell nur mit ETFs finanziell unabhängig werden. Die früher mittelmäßige, damals aber übliche und ausreichende Rentenvorsorge funktioniert heute wegen des Niedrigzinses nicht mehr. Schlechtes Sparen konnten sich Millionen Deutsche über Jahrzehnte zum Vergnügen und Profit der Banken und Versicherungen leisten – sinnvoll und rentabel war es im Vergleich zu Aktienfondssparen auch damals nicht. Jetzt führt es bei den niedrigen Zinsen häufig direkt in die Altersarmut. Daher war ich fast erschrocken, dass Ansonsten junge und gut informierte Freunde sagten, sie hätten keine Ahnung von ETF und Aktienfonds. Andererseits war in den letzten Jahren ständig von schlecht informierten  (Finanzen kaum Thema in der Schule) bis miserabel beratenen Bankkunden in den Medien und Tests (Link 2) die Rede. In Banken wird also nicht unbedingt immer beraten, sondern häufig nur verkauft.

Privater Vermögensaufbau

Kein Wunder, dass Deutsche aufgrund dieser Unwissenheit, schlechten Beratung und falscher Risikoeinschätzung trotz höherer Einkommen im Laufe der letzten Jahrzehnte nicht mehr oder sogar weniger Privatvermögen pro Kopf angespart haben als andere europäische Nationen, in denen das Aktien(fonds)sparen schon lange deutlich weiter verbreitet ist. Die preiswerten ETFs machen inzwischen das Sparen am Aktienmarkt noch einfacher und noch risikoärmer, weil sehr einfach: Mit nur einer Handvoll an Fonds kann das Risiko global verteilt und minimiert werden.

Stresstest der Sozialversicherungen durch Babyboomer

Was das Thema Deutsche Rentenversicherung und Absenkung des Rentenniveaus angeht, so wäre dazu ein eigener Beitrag nötig. Dieser müsste eigens noch das dramatische Thema der Verrentung der deutschen Babyboomer ansprechen. Diese verabschieden sich in etwa 10 Jahren aus dem Erwerbsleben und fallen so als Beitragszahler der Sozialversicherungen aus. Die zahlreichen Babyboomer werden somit nicht mehr einzahlen, sondern in die Rentenkasse greifen; so wie es ihnen nach jahrzehntelanger Beitragszahler an die allerdings geburtenschwächeren Rentnerjahrgänge der Vergangenheit in Aussicht gestellt wurde.

Die Babyboomer sollten allerdings daran denken, dass dieses Umlagesystem nur funktioniert, wenn die wenigen Jüngeren brav in den nächsten Jahrzehnten die wohl deutlich höhere Rentenversicherungsbeiträge zahlen möchten. Alternativen wären (Schein-)Selbstständigkeit oder das verstärkte Abwandern gut Qualifizierter ins Ausland. Wer sich nicht auf den Staat verlassen will, könnte schon mit einem einzigen ETF auf den MSCI World Index (mehr als 1.600 Aktienwerte) sein Geld breit gestreut anlegen. Gut informiert und richtig beraten ließe sich die Durchschnittsrendite des MSCI World noch breiter gestreut weiter erhöhen. Finanzielle Bildung wird „immer wichtiger, denn spätestens seitdem die staatliche Rente ohne private Zusatzrente aus Aktienfonds zur Finanzierung des Lebensabends nicht mehr ausreicht, gehört erfolgreiche Geldanlage zur fundamentalen Aufgabe für jeden Einzelnen.“ schreibt dazu das Handelsblatt. Wenn alle Beteiligten zusätzlich sparen, könnten Gutverdiener wie viele Akademiker und Facharbeiter komplett unabhängig von der Deutschen Rentenversicherung werden. Andere – die Babybommer eingeschlossen – könnten zumindest schmerzhafte Einschnitte bei den Sozialversicherungen besser Verkraften. Politiker fällt nämlich immer etwas ein, um den Bürgern und Rentnern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das kann mit vielen Methoden passieren: Zum Beispiel mit anderer Besteuerung von Rentnern oder der Pflicht in die Krankenversicherung (mehr) einzuzahlen beziehungsweise mehr Leistungen im Gesundheitsbereich selbst zu zahlen, geschehen.

Weitere Artikel zum Thema ETF

Aktive Investmentfonds oder passive ETFs?
Den richtigen Länder-ETF finden
Welche Länder-ETFs erzielten die höchsten Renditen?

Ich will per E-Mail über beste ETF-Regionen
informiert werden und keine Chance verpassen:

 

Bei Kurseinbrüchen in ETF investieren

Foto: Michael Grabscheit - pixelio.de

Foto: Michael Grabscheit – pixelio.de

Der gute Tenhagen, der als Chefredakteur auf Finanztip.de eine Vielzahl an nützlichen Informationen anbietet, schrieb auf Spiegel Online viele richtige Dinge über Geldanlage in Aktien. Einiges ist dennoch zu ergänzen. Möglicherweise gab er die Artikelfassung ab, bevor am Montag der Kursrückschlag erfolgte. Oder er scheute sich, dezidiert darauf hinzuweisen, dass solche Rückschläge zum Kauf bei günstigen Einstiegskursen genützt werden können.

Fondssparpläne ab 25 Euro – auch im Zweimonatsrhythmus

Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass einige Onlinebanken nicht nur Sparpläne mit 50 sondern auch schon ab 25 Euro pro Monat oder alle zwei Monate anbieten.

Wer aber nicht rumkleckern will, sondern ordentlich Vermögen aufbauen möchte und langfristig denken kann, der sollte regelmäßig möglichst hohe Beträge ansparen. Die Sparbeiträge kann man nach einer länger laufenden Aufwärtsphase etwas reduzieren und dafür Geld auf einem Tagesgeldkonto ansammeln.

Kursrückschläge sind günstige Kaufmöglichkeiten

Bei den früher oder später erfolgenden Rückschlägen, die historisch immer nur von kurzer Dauer waren, sollten Anleger die günstigen Preise nutzen und stärker an den deutschen Börsen mit einem DAX-ETF investieren. Sicherheitshalber in einen möglichst voll replizierenden DAX-ETF. So kann man das Risiko von Ausfällen für den Fall ausschalten, dass der Tauschpartner des ETF-Fonds pleite geht. Auf die deutschen Aufsichtsbehörden war bereits 2008 kein Verlass, als auch viele deutsche Landesbanken Schrottfonds mit Immibilienkrediten aus den USA gekauft hatten. Denn angesichts der immer noch schlechten Situation vieler Banken, sollte man sich nicht irgendwelche Garantien verlassen.

Selbst viele Profis geben zu, dass kein seriöser Mensch glauben kann, den richtigen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt zu erwischen. Im Gegenteil verpassten laut Studien die Anleger, die aus unbegründeter Angst komplett aus dem Aktienmarkt ausstiegen, die entscheidenden, obwohl nur wenigen Tage des Jahres mit den höchsten Kurssteigerungen.

Nur Teilsummen für Kaufgelegenheiten in Reserve halten

Daher sollte man stets mit dem Großteil investiert bleiben und allenfalls eine Teilsumme nach sehr lange anhaltenden Kurssteigerungen und weit in das Positive gelaufenen Aktienkursen in trockene Tücher bringen. Und wo? Einfach auf dem Tagesgeldkonto oder aber in speziellen ETFs anderer Anlageklassen als Aktienfonds – zum Beispiel in den sehr wenigen Immobilien-ETFs mit hoher Qualität. Doch wie erkenne ich heiß gelaufene Märkte?

KGV als Richtschnur für Markteinschätzung

Das aktuelle KGV – Kurs-Gewinn-Verhältnis – der DAX-Aktien kann mit dem langjährigen historischen Durchschnitt verglichen werden. Es würde an ein Wunder grenzen, könnte ein stark erhöhtes KGV sich ohne zwischenzeitlichen, kurzfristigen aber deutlichen Kurseinbruch ständig und immer weiter vom langjährigen Durchschnitt entfernen.

Eigene Psyche und Gier im Griff behalten

Schließlich stehen hinter der Kennziffer KGV die realen Gewinne von realen Unternehmen einer Wirtschaftswelt, die bisher im Durchschnitt noch nie in den Himmel gewachsen sind. Insofern sind anstehende Rückschläge bei Kursübertreibungen absolut prognostizierbar, nicht jedoch der Zeitpunkt. Doch das bringt die Spannung ins Börsengeschehen. Ist der Rückschlag, der meist ebenso übertrieben ausfällt wie die Kursübertreibungen erst einmal eingetreten, können sich die vernünftig gebliebenen Anleger freuen, die sich nicht von Gier und Herdentrieb bestimmen lassen. Denn es winken nach einem Börsencrash sehr günstige Kaufkurse, die es in einem Börsenjahrzehnt oft nur ein- bis zweimal gibt. So ist derzeit der DAX nach dem aktuellen Rückschlag mit unter 9.000 Punkten weit weg von seinem Höchsstand von 12.390,75 Punkten. Es winkt also in den nächsten Jahren ein Aufholpotential von deutlich mehr als xx Prozent.

Illussion des richtigen Einstiegszeitpunktes und Ausstiegszeitpunktes

Das Dumme ist nur, dass traditionell erst im Nachhinein eindeutig festzustellen ist, ob das schon der ideale Kaufzeitpunkt war. Doch diesen finden nicht einmal die scheinbaren Profiinvestoren. Was also tun? Nichts großes falsch machen, können Sparer, die ihre zurückgehaltenen Mittel zum Beispiel dritteln. Ein Drittel der Reserven ließe sich jetzt investieren. Das zweite Drittel, falls die Kurse nochmals 10-15 Prozent zurückgehen, oder auch wenn schon die Aufwärtsbewegung mit etwa 10 Prozent Plus vom derzeitigen Niveau aus gesehen eingesetzt hat. Das letzte Drittel dann entweder bei weiteren 10 Prozent Kurssteigerung, um dann auf neue Höchststände in den kommenden Jahren zu warten. Oder eben bei weiterhin absackenden Kursen zu den dann erneuten Tiefständen. Danach gilt es, ruhig zu bleiben und die früher oder später einsetzenden Kurssteigerungen zu genießen. Schließlich hat der Erfindergeist der Wissenschaftler und Unternehmer seit hunderten von Jahren dafür gesorgt, dass die Wirtschaft von Innovationen und steigenden Konsum getrieben wächst und steigende Gewinne verzeichnet.

Nur den Notgroschen für kaputte Haushaltsgeräte oder ein neues Auto sollte man nicht kurzfristig an der Börse riskieren.
Weitere Artikel zum Thema ETF

Aktive Investmentfonds oder passive ETFs?
Den richtigen Länder-ETF finden
Welche Länder-ETFs erzielten die höchsten Renditen?

Ich will per E-Mail über beste ETF-Regionen
informiert werden und keine Chance verpassen:

Warum wir am besten mit ETFs sparen

Foto: Lupo, Pixelio.de

Foto: Lupo, Pixelio.de

Wollen wir langfristig in Wohlstand leben oder auf Altersarmut zusteuern? Kann der Opa den Enkel unterstützen oder wird zukünftig der Enkel den Großeltern regelmäßig Geld zuschießen? Das Verhalten vieler Deutscher weist leider in Richtung zweite Möglichkeit. Das wird dem deutlich, der zwei aktuelle Artikel im Netz aufmerksam zur Kenntnis
Die FAZ schrieb:
„Als die Bundesrepublik Deutschland im Januar 2012 erstmals neue Wertpapiere mit einer negativen Rendite verkaufte, sagte ein Sprecher der Finanzagentur des Bundes: „Das wird nicht von Dauer sein, sondern ein temporäres Ereignis bleiben.“ Der gute Mann war fraglos nicht der Einzige, der Negativzinsen als eine Kuriosität betrachtete, die sich allenfalls aus dem Status Deutschlands als sicherer Hafen für Anleger inmitten der heißen Phase der Euro-Krise erklären mochte. Aber welcher Anleger würde auf Dauer bereit sein, einem Schuldner Geld zu schenken?“

Der zweite Bericht im Netz stellt einige einfache Zahlen heraus, die besonders aufschlussreich sind:

0,53%
8,7%
13,1%

„Von oben nach unten sind dies: Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen, der durchschnittliche jährliche Gewinn des DAX in den letzten zehn Jahren und der Anteil der Deutschen, die gegenwärtig in Aktien investieren.“ Es wird gezeigt, dass schon bei einem lächerlich geringem Anlagebetrag von 1000 Euro nach 30 Jahren ein großer Unterschied von mehr als 11.000 Euro entstehen wird.

In der FAZ behauptete der Journalist: „Und schließlich gibt es viele Anleger, die durch Gesetz oder durch Anlagevorschriften ihrer Eigentümer mehr oder weniger gezwungen sind, Staatsanleihen guter Bonität unabhängig von der Rendite zu kaufen. Dies gilt beispielsweise für Stiftungen, Versorgungswerke, Versicherungen und nicht wenige Investmentfonds. Anleihen mit negativer Rendite werden keineswegs von Verrückten erworben.“ So ganz stimmt das nicht. Wer heute noch Kapitallebensversicherungen, Bausparer, und Banksparpläne abschließt, um Vermögen aufzubauen und Altersvorsorge zu betreiben, muss angesichts der schlechten Rendite tatsächlich verrückt sein.

Völlig verzerrte Risikowahrnehmung bei deutschen Sparern

Anders kann es nicht ausgedrückt werden. In diesem früheren Artikel zeigten wir, dass laut Deutschem Aktieninstitut das Risiko verschwindend gering ist, beim langfristigen Vermögensaufbau mit Aktienfonds Geld zu verlieren. Im Gegenteil: Sicher verlieren wir langfristig Geld mit Bausparern, Sparbüchern und Kapitallebensversicherungen – nämlich im Vergleich mit den deutlich höheren Erträgen zu Aktieninvestments mittels aktiver Aktienfonds oder passiver ETFs. Jeder wäre gut beraten, einmal über seine Risikowahrnehmung nachzudenken. Die Wahrscheinlichkeit, einen schweren Autounfall zu erleiden oder an Krebs zu erkranken (etwa 30 Prozent) ist viel höher, als mit ETFs Vermögen zu verlieren, wenn man es richtig macht und sich zuerst coachen und dann beraten lässt.

Dabei geht es hier nicht in erster Linie um einen fiktiven oder realen Geldbetrag, den uns der Depotauszug oder der deutlich niedrigere Stand des Sparbuches anzeigt.

Am Ende geht es um menschliche Schicksale – nicht um Geld

Es geht vor allem um Menschen. Um den Großvater, der mit einigen zehntausend Euro mehr an Vermögen gerne zum Enkel im Schulalter sagen kann: „Fahr doch in den Sommerferien für drei Wochen zu einem Jugendaustausch mit Tandemsprachkurs nach England. Ich spendiere Dir dieses tolle Erlebnis mit Schülern aus einem anderen Land Spaß zu haben und zu lernen.“ Welch ein Unterschied deutlicher wird zwischen zwei jungen Menschen entstehen, von denen der eine durch seine Familie regelmäßig in der Entwicklung finanziell zusätzlich mit lehrreichen Kursen und Programmen gefördert wird und der andere mit dem städtischen Ferienprogramm abgespeist wird?

Und wer will selbst im Ruhestand abhängig sein von den heutigen (Renten-)Politikern, die persönlich nicht davon betroffen sind, ob das Rentensystem in 10, 20 und 30 Jahren noch funktioniert? Die Kaffeefahrt statt interessanter Länderreisen ist heutzutage nicht mehr das, was sich Ruheständler wünschen. Den Unterschied macht am Ende vor allem jedoch das vorherige, jahrzehntelange Spar- und Investitionsverhalten aus.
Weitere Artikel zum Thema ETF

Aktive Investmentfonds oder passive ETFs?
Den richtigen Länder-ETF finden
Welche Länder-ETFs erzielten die höchsten Renditen?

Ich will per E-Mail über beste ETF-Regionen
informiert werden und keine Chance verpassen: