Serientäter – ETF-Aktienfonds grundsätzlich sicher

ETF-Indexfonds

Foto: Michael Grabscheit, Pixelio

Es gibt richtig betrachtet kein Verlustrisiko bei ETF-Aktienfonds. Selbst wenn Finanzberater regelmäßig das Magische Dreieck der Vermögensanlage mit den Punkten Risiko, Rendite, Laufzeit vormalen. In Wirklichkeit dient das dem Verkauf bestimmter Produkte wie beispielsweise scheinbar risikoloser Kapitallebensversicherungen, Bausparer oder anderem Unsinn. Bei diesen ist zwar das Verlustrisiko auch für kurze Zeiträume fast absolut ausgeschlossen. Leider jedoch für viele Anleger die Armut im Alter oder ein kärgliche Vermögensentwicklung garantiert.


Serientäter oder Seriensparer unter deutschen Anlegern

 

Vollkommen vergessen die meisten Sparer, dass sie letztlich immer über Jahrzehnte hinweg sparen und investieren. Nur zwischendurch erfolgen mittlere oder größere Ausgaben und somit Entnahmen aus dem angesparten Vermögen. Fast jeder spart jedoch danach weiter. Wenn auch häufig wechselnd in verschiedene Finanzprodukte oder wie bei Bausparern in Folgeprodukte der gleichen Anlageform. Deutsche sind Serientäter oder genauer gesagt Seriensparer.

Völlig aus den Augen verlieren wir die Tatsache, dass dieser lang anhaltende Sparprozess – so sehr er sich auch verändern kann – als Jahrzehnte währendes Sparverhalten verstanden werden muss.

Mit dem Faktor Zeit richtig umgehen

 


Das heißt den Faktor Zeit kann man aus dem Anlagedreieck schon mal verbannen und rauswerfen. Nicht jedoch aus der Sparstrategie an sich selbst. Was bedeutet das? Zeit bzw. Anlagedauer und Rendite weisen einen anderen Zusammenhang zueinander auf als von Finanzverkäufern gerne vorgegaukelt wird – insbesondere bei Aktienfonds.

Denn ETF-Aktienfonds haben in den letzten Jahrzehnten über längere Zeiträume ab ca. 12 Jahre noch nie einem Anleger einen Verlust eingebracht. Diese Tatsache wird in der Öffentlichkeit aus verschiedenen Gründen sehr selten erwähnt. Nun merken Sie sicher, worauf ich hinaus will.

Klar. Wenn sowieso jeder ein Seriensparer ist und Entnahmen bzw. Kreditaufnahmen hin und her, regelmäßig Geld nicht für Konsum aufwendet, sondern zum Investieren oder zum Begleichen der Kreditraten, so sollte jeder in die Produkte investieren die langfristig die höchste Rendite bringen. Das sind immer Aktienfonds gewesen. Nach Einführung der gebührenarmen jedoch ETFs passive Aktienfonds.

Wertschwankungen und Kurseinbrüche als Renditechance


Wertschwankungen nach unten werden mit dieser Sichtweise nicht mehr als Verluste realisiert und nicht einmal mehr als Verluste wahrgenommen. Wer sich den Zugang zu den richtigen Informationen sichert, freut sich sogar über die immer nur vorübergehenden Kurseinbrüche. Denn in diesen Marktphasen wird das Fundament zu den höchsten Renditen gelegt. Und zwar indem man zusätzlich investiert, gerade in dem Moment, wenn die Kurse eingebrochen sind. Mit dem richtigen historischen Börsenwissen ausgestattet, hält man selbst sehr massive Börsencrashs für normale, regelmäßig wiederkehrende Erscheinungen, die kommen und gehen. Historisch informierten Anlegern ist vollkommen klar, dass die breiten Aktienmärkte langfristig nur eine Richtung kennen, die nach oben.

Verluste entstehen erst, wenn Anleger sie realisieren, weil sie sich absolut unnötigerweise von einer Massenpanik anstecken lassen. Dies ist zumindest unnötig, sofern der Anleger nicht das Geld in ETFs investiert, das in den nächsten Monaten oder auch 2-7 Jahren zum Kauf von Kleidung, Lebensmittel und für die Wohnkosten benötigt wird.

Bei größeren Vermögen können Anleger sogar mit der richtigen Haltung schmerzfrei prozentual geringe Anteile für die Lebenshaltung z.B. quartalsweise mit Verlusten verkaufen. Und dennoch machen diese Anleger später mit dem Löwenanteil des Gesamtvermögens die nächste Kursralley zu neuen Höchstkursen mit und sacken damit maximale Renditen und Gewinne ein. Viele bilden sich im nachhinein, in der Rückschau ein, dass sie exakt den richtigen Kauf- oder Verkaufszeitpunkt hätten erkennen können. Beim nächsten Mal klappt es sicher – glauben sie. Und werden wieder enttäuscht. Es gibt bessere, realistische Strategien.

Warum besitzen so wenige Bürger Aktienfonds?


Die Antwort ist einfach.
Selbst relativ teure aktive Aktienfonds hatten schon in der Vergangenheit vor der Einführung der deutlich renditeträchtigeren ETFs einen großen Nachteil für Finanzvertriebe, Banken und Versicherer: Mit ihnen lässt sich vergleichsweise wenige an Provisionen einstreichen.

Was folgt daraus für den Anleger?


Niemand muss sich mit weniger als 7 Prozent Rendite im Schnitt zufrieden geben. Niemand muss – richtig informiert – auch nur die geringste Angst haben vor Kursverlusten.

Kaufen Sie sich in den richtigen Intervallen die richtigen ETFs auf den weltweiten Index MSCI World. Und danach zu den halbwegs richtigen Zeitpunkten einige wenige weitere etwas speziellere ETFs. Dabei ist die Auswahl aus tausenden ETFs nicht immer einfach.

Warum ist die Rendite an der Börse in breit gestreuten ETFs so hoch?


Weil Sie bei der Anlage mit ETFs in viele hunderte einzelner Aktien von einzelnen Totalabstürzen prozentual so gut wie überhaupt nicht betroffen sind. Vor allem sind die Ingenieure und Unternehmer inzwischen seit Jahrhunderten nachweislich so kreativ, dass sie ständig neue Technik, Prozesse und Dienstleistungen erfinden, die andere Menschen zu guten Verkaufspreisen kaufen. Daran wird sich in Zukunft global betrachtet nichts ändern. Europa wird zwar stark altern. Asien, Südamerika und Afrika gewinnen mit sehr jungen Volkswirtschaften dafür langfristig umso mehr an Dynamik. So wenig das viele Europa-zentrierte Anleger auch erkennen oder sich regelmäßig zumindest bewusst machen.

Nicht zuletzt zwingt die Börse die Aktiengesellschaften durch Transparenzpflichten zu ständiger Optimierung der eigenen Prozesse und Wirtschaftsweise. Mit dem positiven Effekt, dass die Rendite hoch gehalten wird oder steigt. Diesen Druck kennen viele andere Bereiche der Wirtschaft wie Handwerksbetriebe und kleine Unternehmer nur in vergleichsweise geringerem Maaß – trotz allgemeiner Konkurrenzsituation aller Bereiche in einer Marktwirtschaft.

Was sollten Sie nun Schritt für Schritt tun?
Ich sage es Ihnen – komprimiert und in kurzer Zeit.

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Bis Sie so weit sind, werden Sie allerdings viele Chancen verpassen, die ich Ihnen in Form kurzer und knapper Informationen gleich ab jetzt bieten kann.

P.S.: Wer nicht glaubt, dass ETF-Aktienfonds mit der richtigen Sichtweise – also relativ – risikolos sind, sollte sich mit der Relativitätstheorie von Einstein auseinandersetzen 😉
Oder er sollte sich einfach überlegen wie ungleich höher, das Risiko ist einen schlimmen Autounfall zu erleiden oder an Krebs zu erkranken. Legen Sie sich nur deshalb nicht mehr in Ihr Bett, weil die meisten Toten im eigenen Bett zu Tode gekommen sind?

Weiterführender Artikel:

Zur fehlenden deutschen Aktienkultur und provisionsorientierten Verkaufsgesprächen – keine Beratungsgespräche



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Warum Rebalancing Mist ist

Foto: Michael Grabscheit - pixelio.de

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Wenn Anlageberater mehr Provisionen verdienen möchten, lohnt es sich für sie Rebalancing für das Depot zu empfehlen. Doch das ist meist absolut überflüssig.

Vielen Anlegern ist aufgrund der häufigen Empfehlung von Rebalancing nicht klar, dass Rebalancing vor allem Kosten verursacht, aber keinen Mehrwert bietet, wenn man die Sache mit der richtigen Anlegerphilosophie betrachtet.

Selten ist Rebalancing wirklich notwendig. Einmal davon abgesehen, dass ein Anleiheanteil im Depot die Rendite deutlich reduziert, ist er – nicht nur bei den derzeit niedrigen Zinsen – überflüssig. Vorausgesetzt man steigt mit der richtigen Strategie schrittweise mit Teilbeträgen zu unterschiedlichen Zeiten in den Aktienmarkt ein. Bei Sparplänen mit Indexfonds kauft man sowieso idealerweise bei Rückschlägen mit dem gleichen Sparbeitrag logischerweise mehr Fondsanteile als vorher zu höheren Kursen.

Rebalancing überflüssig durch richtigen Einstieg in ETF

Mit der richtigen Strategie investieren Sie nie mit dem Gesamtvermögen in einen Aktienfonds zu ungünstig hohen Preisen. Richtig gecoacht haben Sie verstanden, dass Sie mit dem nötigen zeitlichen Abstand zwischen Teilkäufen teilweis zu supergünstigen Preisen eingestiegen sind; in einem Zeitrahmen von etwa 24 bis 36 Monate – bei einem vorübergehenden Kurseinbruch (alle Kurseinbrüche sind bei Lichte betrachtet nur vorübergehende Einbrüche). Dann profitieren sie massiv von den darauf folgenden starken Kurssteigerungen. Oder Sie haben mit Teilbeträgen in einen deutlich gestiegenen Markt investiert und befinden sich bereits nach etwa 24 Monaten sehr deutlich in der Gewinnzone. Selbst bei einem Rückschlag werden selten die Gewinne aufgezehrt, und auch dann folgt wieder ein kräftiger Aufschwung, den man durch Rebalancing zu wenig nutzen würde. Vermögensaufbau und Altersvorsorge ist ohnehin nicht kurzfristig angelegt. Niemand sollte sich der Illusion hingeben, jeweils den Tiefstkurs zum Kaufen und den Höchstkurs zum Verkaufen zu erwischen. Doch leider streben das viele an, obwohl selbst die Profianleger daran ständig scheitern.

Orientierungshilfe Shiller-KGV

Das (Shiller-)KGV gibt Ihnen dann den richtigen Orientierungspunkt, wann in etwa die Märkte nach oben völlig übertrieben haben und überteuert sind. Dies kommt regelmäßig vor. Schießt das KGV (Anzahl der Gewinnjahre um den aktuellen Kurswert mit dem derzeitigen Jahresgewinn zu erreichen) stark über den historischen Durchschnitt in die Höhe, sollte man mit einem Drittel oder Viertel aussteigen – nie komplett. Denn die meisten Anleger verpassen durch den zu frühen Ausstieg aus dem Aktienmarkt die meisten Kurssteigerungen und zerstören so ihre Rendite.

In beiden Fällen wäre es sinnlos und vor allem gebührenlastig, Rebalancing vorzunehmen. Bei einem steigenden Markt sollten Sie das intakte Momentum weiter nutzen – also die Gewinne weiter laufen lassen. Rebalancing würde diese weiteren Gewinneinnahmen reduzieren.

Lohnenswerter Verzicht auf Anleihen

Bei einem gesunkenen Aktienmarkt würden Sie mit Rebalancing von Anleihenfonds oder Immobilienfonds in Aktien-ETF umschichten, um den anfänglichen Aktienanteil wieder herzustellen. Das ist dann im nachhinein zwar sinnvoll. Doch wozu haben Sie die Anleihen vorher gekauft? Nicht nur wegen der niedrigen Verzinsung war der Verkauf sinnlos. Denn er hat Transaktionskosten verursacht und bei Filialbanken in der Regel 5 Prozent der investierten Summe an Ausgabeaufschlag gekostet. Beim Verkauf und Umschichten fallen nun wieder Transaktionskosten an. Falls die Anleihen in einem gewissen Zeitraum wegen der politisch bedingten Niedrigzinspolitik in einem gewissen Zeitraum gestiegen sind, hatten Sie Glück. Aber die Kosten- und Zeitaufwand hätten Sie sich ersparen können, indem das nicht in Aktien investierte Geldanteil einfach auf dem Tageskonto liegen bleibt.

Wer Angst um sein Geld hat, weil er meint die Einlagensicherung ist nicht zuverlässig konstruiert, der verteilt das Geld auf Tagesgeldkonten bei mehreren Banken oder entscheidet sich für einen Jumbo-Pfandbrief-ETF. Hinter diesem steht eine Absicherung mit Immobilien, die allerdings auch einmal zu hoch bewertet werden können.Allerdings ist hier ein Verlustrisiko sehr unwahrscheinlich – von der mehr oder weniger starken Entwertung durch Inflation im Laufe der Zeit einmal abgesehen. Das trifft aber auch das Tagesgeld und alle anderen Anlagen, die nicht mit Sachwerten hinterlegt sind – Bausparer, Sparbücher, Bundesschatzbriefe etc. Deutlich unwahrscheinlicher als, dass ein Mensch in Deutschland an Krebs erkrankt oder einen schweren Autounfall erleidet. Auch die richtige Einschätzung von Lebensrisiken spielt eine wichtige Rolle für den erfolgreichen Vermögensaufbau.

Anleihen bergen Kursrisiken

Es hätte auch anders kommen können. Wenn die Notenbanken aufgrund konjunktureller oder politischer Entwicklungen die Zinsen wieder erhöhen, würden Anleihenkurse teils sehr deutlich einbrechen. So haben Sie – es sei Ihnen vergönnt – Glück gehabt.

Kaum etwas ist sicherer als ein maximaler Aktienanteil im Depot
Wozu betreiben Anleger Rebalancing im tieferen Sinn? Ein prozentualer Anleihenanteil von x im Depot ist ja kein Selbstzweck. Wer sich in naher Zukunft eine Eigentumswohnung kaufen möchte oder ein neues hochwertiges Auto, der soll das Geld gleich auf dem Tagesgeldkonto lassen.

Schrittweiser Einstieg in Aktienfonds

Das Geld das man mindestens 3-5 Jahre entbehren kann, sollte man jedoch je nach Börsenlage relativ schnell aber schrittweise in in den Aktienmarkt stecken. Nur dort kann man mit einer längerfristigen Durchschnittsrendite von 7-8 Prozent rechnen wie das Deutsche Aktieninstitut mit seinem Renditedreieck zeigt. Demnach hatte man selbst bei einem fehlerhaften Einmaleinstig zum Höchstpreisen am Aktienmarkt im letzten halben Jahrhundert – seit 1966 niemals nach 15 Jahren Geld verloren.

Und diesen riskanten Einmaleinstieg gilt es zu vermeiden, so dass viel weniger als 15 Jahre nötig sind, um sich mit der richtigen Vorgehensweise vor Kursverlusten zu schützen – nämlich in Teilbeträgen mit mehreren Monaten Abstand. Wer einmal die Geduld aufbringt, in normalerweise 24 bis maximal 60 Monaten ein Aktiendepot schrittweise massiv in die Gewinnzone zu bringen muss, der sich für die nächsten Jahrzehnte mit der richtigen Anlagepsychologie nie wieder mit Rebalancing oder generell der Angst vor den vorübergehenden Kurseinbrüchen befassen.

Schäuble, Inflationsschutz und ETF-Sparen

Foto: Michael Grabscheit - pixelio.de

Foto: Michael Grabscheit – pixelio.de

Wohin mit dem Geld, fragen sich viele deutsche Sparer, denen Immobilien zu teuer und Sparbücher zu schlecht verzinst sind. Aktive Aktienfonds und ETFs werden immer noch als Alternativen angepriesen. Soll man jetzt mit ETFs in den Aktienmarkt einsteigen, um sich mit diesen Sachwerten vor Inflation zu schützen? Derzeit hat der DAX beispielsweise gut 20 Prozent Aufwärtspotential, um die alten Höchstkurse zu erreichen. Das könnte zumindest für einen Teileinstieg sprechen, bevor die Kurse den Anlegern davonlaufen und auf die alten Maximalstände steigen.

Weltwirtschaft in besserem Zustand als vermutet

Der Vermögensverwalters GECAM AG sieht die Wirtschaft in einem besseren Zustand als andere mit Studien zeigen würden. Verantwortlich seien nicht mehr zeitgemäße Messmethoden, mit denen die Entwicklung der Weltwirtschaft festgestellt werden. “Die Welt ist im Wandel und das schon seit vielen Jahren. Globalisierung, Digitalisierung und der Wandel von Industrie- zu Dienstleistungsgesellschaften machen es den Volkswirten nicht gerade einfach Schritt zu halten. Viele Messmethoden sind auf klassische Parameter wie Produktion, Investition, Handelsströme usw. geeicht und lassen Wertschöpfungsketten der digitalen Dienstleistungswelt mangels geeigneter Messinstrumenten außen vor.” Somit wäre die Weltwirtschaft stärker als volkswirtschaftliche Prognosen nahelegen.

Gecam verlautbart daher: „Ganz generell gesagt überschätzen Aktienmärkte die ökonomischen Risiken, während die Rentenmärkte politische Risiken unterschätzen.“ Dies könnten Anleger durchaus als Ermunterung verstehen, Aktienanteile zu kaufen.

Höhere Zinsen gefährden massive andere EU-Länder

Bundesfinanzminister Schäuble und die Deutsche Bundesbank lassen sich offensichtlich in ihrer geldpolitischen Einschätzung stark bevorzugt von der deutschen Binnenperspektive leiten; obwohl die Exportnation Deutschland den globalen Wirtschaftsverflechtungen nicht entkommt. Ebenso wenig scheinen die extrem hohen (Jugend-)Arbeitslosenzahlen in Südeuropa, besonders in Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich, Schäubles Einsicht zu erreichen, dass Deutschlands Sonderkonjunktur nicht der Maßstaab für die EZB sein kann. Selbst wenn die Preissteigerung an den Immobilienmärkten in Deutschland bedenkliche Ausmaße annimmt.

Mit höheren Zinsen würde die EZB die südlichen EU-Staaten mit ihrer hohen Verschuldung und niedrigem Wirtschaftswachstum stark unter Druck setzen – ökonomisch und in der Folge auch sozialpolitisch. Am Ende wären es wohl wieder die deutschen Steuerzahler, die direkt oder indirekt neue Konjunkturprogramme für eine kollabierte Wirtschaft und gefährdete Banken in den EU-Ländern finanzieren müssen. Insofern schadet Schäuble Deutschland selbst mit Forderungen nach einem baldigen Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik. Nebenbei sei erwähnt, dass es eine deutsche Regierung war, die gemeinsam mit Frankreich den Stabilitätspakt von Maastricht ausgehebelt hat.

Wachstumsfreundliche Geldpolitik

Eine stimulierende Geldpolitik mit niedrigen Zinsen hilft trotz Schäubles Widerstand letztlich auch der deutschen Exportwirtschaft. Doch dies will der Finanzminister nicht einsehen. Er wies darauf hin, dass das Maß an Verschuldung und Liquidität an den Finanzmärkten höher als jemals zuvor sei. Da hätte er vor der Finanzkrise besser an den finanziellen Kontrollmechanismen der EU und an der Finanzmarktaufsicht arbeiten sollen.

Gefährden Politiker die Unabhängigkeit von Zentralbanken?

Derzeit droht die Gefahr für eine stabile Geldpolitik langfristig eher von Politikern, die sich wie Schäuble in die Geldpolitik einmischen wollen: “Ich habe gerade zu Jack Lew gesagt, ihr solltet die Federal Reserve ermutigen und wir sollten die Europäische Zentralbank und die Bank of England ermutigen – mit den Amerikanern im Geleitzug – behutsam, aber doch langsam rauszugehen”, äußerte der Finanzminister unter Bezugnahme auf ein Telefonat mit dem US-Finanzminister.

Lassen sich Notenbanken erst einmal in diese Richtung beeinflussen, folgen später Politiker, die ihre Verschuldungspolitik mit Forderungen in die andere Richtung – nach Zinssenkungen – betreiben wollen. Dabei rechnen viele Ökonomen der deutschen Regierung regelmäßig vor, wie groß der Investitionsstau bei Straßen, Brücken, Schienenverkehr sowie in der Bildungspolitik geworden ist. Die schwarze Null scheint somit auf Kosten der nächsten Generation erzwungen worden zu sein.

Inflationsschutz mit rentablen ETFs

Nur um den deutschen Sparbuch- und Kapitallebensversicherungs-Sparern einen Gefallen zu tun, können die Zinsen nicht angehoben werden, ohne einen stärkeren konjunkturellen Einbruch in vielen europäischen Ländern zu riskieren. Im Übrigen verschweigt Schäuble, dass die deutschen Sparer bei höheren Zinsen bei der billionenschweren Verschuldung der Bundesrepublik deutlich stärker belastet würden. Die nächste (Mehrwert)Steuerhöhung könnte damit vorprogrammiert sein. Ohnehin werden Kreditnehmer entlastet. Indexfonds-Sparern kann der Zinssatz ebenfalls egal sein.

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Überbewertet – Warum bieten Immobilien weniger Rendite als Aktien?

Foto: Lupo, Pixelio.de

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Auf dem Weg zur eigenen finanziellen Freiheit gibt es einige Stolpersteine, die das Erreichen des Ziels verzögern können. Einer der Stolpersteine sind scheinbar die wiederkehrenden Kurseinbrüche an den Aktienmärkten. Dabei vergessen viele, dass durch die Kurseinbrüchen und Käufe danach, der Vermögensaufbau sogar beschleunigt wird. Allerdings nur dann, wenn Anleger gut auf solche Situationen vorbereitet sind und sich die richtige psychologische Einstellung für die Börse angeeignet haben.

Wann sind Märkte überbewertet?

Doch wie erkennt man eine Überbewertung von Immobilien oder Aktienmärkten? Bei Immobilien erkennen Käufer eine Überbewertung eventuell. an der Differenz zwischen Herstellungs beziehungsweise Kaufkosten und derzeitigem Marktpreis. Dabei ist auch die Lage mitentscheidend. Natürlich ist es nicht das gleiche, ob man am Standort Unter den Linden in Berlin oder in der Pampa in Vorpommern Immobilieneigentum erwirbt. Ein bestimmtes Mehrfaches der Jahreskaltmiete besitzt übrigens nicht immer genügend Aussagekraft. Denn so wie die Gewinne von Aktiengesellschaften ändern sich auch die Mietpreise, je nach Bevölkerungsrückgang, nach innerdeutscher Migration, nach Modeerscheinungen, welcher Stadtteil oder welche Stadt gerade attraktiv ist. Noch mehr könnten Migrationmoden eine Rolle spielen, sobald die Babyboomer in Ruhestand gehen und sich nicht selten weitestgehend ungebunden einen attraktiven aber preisgünstigen Wohnort in Deutschland aussuchen. Ähnliches kann durch die Digitalisierung und zunehmen ortsunabhängige Arbeitsplätze der Fall sein. Wann fangen zum Beispiel Arbeitgeber in München, Hamburg und anderswo an, im Kampf um junge Fachkräfte und deren Familien Zweigniederlassungen in preiswerten Mittelstädten zu errichten, wo sich auch junge Familien Immobilieneigentum mit Grün leisten können? Auch so eine Bewegung könnte Immobilienstandorte stark verändern. Wo jetzt akuter Wohnungsmangel herrscht, könnte in einigen Jahren ein Überangebot und Preisverfall entstehen, nachdem einige zu Märchenpreisen gekauft haben. Wer dann seine Immobilien verkaufen will, bevor eine Preisblase platzt muss sich schon sehr beeilen. Aktienfonds sind hingegen viel leichter und in Teilen börsentäglich in Liquidität wandelbar.

 

Demographische Entwicklung beim Immobilienerwerb beachten

Die entscheidende Frage sollte beim Immobilienkauf somit lauten: Wer will eine bestimmte Immobilie in dieser Lage in 10 oder 20 Jahren kaufen oder dort wohnen: Und wie ist die Angebots-Nachfragesituation (Bevölkerungsrückgang) in diesem Stadtteil? Bei einzelnen Aktien sind Investoren zudem abhängig von Managemententscheidungen, von Konkurrenzunternehmen oder von disruptiven Innovationen, die andere Geschäftsmodelle zerstören können. Verdrängt das Elektro-Auto den Diesel? Wäre dann nicht eher Tesla statt Daimler empfehlenswert. Die zahlreichen nicht gut prognostizierbaren Einflüsse sprechen dafür, dass ein Anleger weder selbst Einzelaktien kauft, noch einem Aktienfondsmanager den größten Teil seines Geldes anvertraut. Nicht jeder Fondsmanager hat rechtzeitig erkannt, dass die über Jahrzehnte sehr soliden Versorger nach der Energiewende und mit den neuen dezentralen Stromerzeugern früher oder später ihr Geschäfsmodell verlieren. Plötzlich taten alle überrascht, als Eon verkündete, alle konventionellen Kraftwerke in eine Tochtergesellschaft auszugliedern und im Kern nur mit erneuerbaren Energieträgern zu arbeiten.

Banken und Versicherer fühlen sich zunehmend von den Fintechs und der Digitalisierung bedroht. Ein Blick auf die amerikanischen Banken würde zeigen, dass dort bereits auch aus diesem Grund viele zehntausende Arbeitsplätze abgebaut wurden.

Überbewertung erkennen und trotzdem teilweise investiert bleiben

Es ist wiederholt geschehen, dass die prognostizierten Kursgewinne von den Unternehmen nicht realisiert werden konnten und zurückgenommen wurden. Mit der gravierenden Konsequenz, dass die Aktiengesellschaften wie auch der gesamte Markt dadurch ein deutlich höheres KGV aufwiesen als es vielleicht ohnehin schon der Fall war. Plötzlich standen die Marktteilnehmer vor der Situation, entscheiden zu müssen, ob sie – vielleicht mit einer psychologisch relevanten Masse zusammen – Wertpapiere in größeren Mengen verkaufen mussten oder wollten, um Gewinne mitzunehmen und für den Fall eines Kurseinbruches mit einem blauen Auge davonzukommen; beziehungsweise erachteten sie es für sinnvoll, ausreichend Liquidität aufzubauen, um zu günstigeren Kursen später wieder einsteigen zu oder als Fondsmanager den flüchtenden Anlegern das Geld ohne Panikverkäufe tätigen zu müssen, auszahlen zu können.

Shiller-KGV als Kennziffer und Warnung

“Das Shiller-KGV; ein inflationsbereinigtes Kurs-Gewinn-Verhältnis ist aussagekräftiger als das übliche KGV. Dessen durchschnittlicher Wert der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen zwischen 1881 und 2015 liegt bei 17; im Juli erreichten die S&P-500-Aktien einen Mittelwert von 27. Es stimmt: Vor dem Platzen der Internetblase hatten wir ein Shiller-KGV von 44. Dennoch: Über 27 lag der Wert erst wenige Male. Unter anderem 1929, 2000 und 2007,” erklärt hier der Nobelpreisträger, der das Shiller-KGV entwickelte, persönlich. Robert Shiller ist unter außerdem bekannt für den von ihm mitentwickelten Case-Shiller-Index, der die Entwicklung am Immobilienmarkt einschätzt. Er zählt zu den geistigen Vätern der Behavioral Finance, der Analyse des Anlegerverhaltens unter Einbeziehung von Irrationalität, Herden- und Spieltrieb. Dennoch fällt es sicher auch ihm schwer, die genaue Woche oder auch nur den Monat zu benennen, in dem Investoren aussteigen sollten, bevor der irrationale Kursanstieg zu einem meist irrationalen Kurseinbruch führt.

Fondsmanager können einem daher leid tun: Denn wie aus der Branche zu hören ist stehen die Vorstände einer Gesellschaft sehr schnell bei den Fondsmanagern auf der Matte und üben Druck aus, wenn ein Marktaufschwung oder ein Marktabschwung von den Fondsmanagern mit zu wenig oder zu viel Liquidität nicht mitgemacht wird bzw. bei abstürzenden Märkten nicht „rechtzeitig“ verkauft wurde. Unabhängig davon unterliegen auch Fondsmanager dem Herdentrieb ihrer Kollegen. Nicht zu vergessen: Sie hantieren nicht mit dem eigenen Geld, sondern dem Geld anderer Leute.

Dahinter steht der Druck, als Fondsgesellschaft nicht schlechter als der Markt und die Konkurrenz dastehen zu wollen. Doch gerade das gelingt je nach Quelle 80 bis 90 Prozent der Fondsmanagern nicht. Dabei zeigt die Statistik, dass ein kompletter Ausstieg aus dem Aktienmarkt kaum sinnvoll ist. Denn direkt nach Kurseinbrüchen folgten meist in kurzen Abständen die wenigen aber entscheidenden Tage mit hohen Kursgewinnen. Genau diese Tage fehlen den Investoren, die panikartig zu früh verkauft haben, um überhaupt so gut wie der Markt abzuschneiden. Stattdessen sollten investoren den Hold-and-Buy-Ansatz verfolgen; allenfalls einen Teil von scheinbar überbewerteten Märkten könnten Anleger in anderen Regionen in ETFs investieren. Eher also möglichst mit niedrigen Gebühren switchen statt aussteigen. Ansonsten gilt das Sprichwort: „Ständig hin und her macht die Taschen leer.“ Es fallen bei aktive Fonds zu hohe Transaktionskosten an, zumal wenn der Kauf in Filialbanken stattfindet.

Selbstentscheider setzen auf Buy-and-Hold oder auf Buy-and-Switch

Aber als Privatanleger, der selbst entscheidet, kann jeder dieser Konsequenz entgehen, indem er auf Indexfonds (ETFs) setzt, oder gleich einige der wenig guten Smart-Beta-EFTs – auch Faktor-ETFs – genannt auswählt. Diese setzen auf Indizes, die durch einige Faktoren beeinflusst von potentiell schlechteren Aktiengesellschaften „bereinigt“ werden sollen.

Bei einem Indexfonds z.B. auf den MSCI World ist der Anleger in ca. 1600 Aktien investiert, hat somit eine sehr breite Risikostreuung und kann dann noch geringere Teile – vielleicht im Laufe der Jahre – in einige weitere Einzelaktien oder regionalere ETFs (Wachstumsmärkte) verteilen.

Bei zeitlich schrittweisem Investieren spielt zwischenzeitliche Überbewertung keine große Rolle, weil Aktienmärkte mittel- und langfristig im Unterschied zu Immobilien deutlich über der Inflationsrate liegen. Wichtig ist es dabei, nicht erst dann Aktienfonds zu kaufen, wenn schon ein langer Aufschwung stattgefunden hat oder zumindest in den jeweils richtigen Intervallen schrittweise zu kaufen. Kursrückschläge in einzelnen Ländern – ab 20 % vom Höchststand – laden zu einem schrittweisen, mittel- bis langfristigen Investment ein.

Ein Indexfonds enthält immer auch Wachstums- und Innovationsaktien wie Amazon, Ebay, Google und andere. Immobilien werden zum einen meist als Ganzes (nicht als Immobilienfonds schrittweise) gekauft und bieten im Vergleich zu Technologieanteilen der Indexfonds eher wenig Wachstums- und Innovationspotential. Wohl der entscheidende Grund für die deutlich niedrigere Rendite von Immobilien. Doch das muss der sicherheitsorientierte Anleger erst einmal in seinen Kopf hinein bekommen, um richtig zu sparen. Ansonsten setzt auch in Zukunft etwa 90 Prozent der Bevölkerung mit der falschen psychischen Sparneigung auf das falsche Pferd und vergeigen den eigenen Vermögensaufbau. Um diese richtigen Einstellung zu erlangen, kann nur unabhängiges Finanzcoaching empfohlen werden.
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