Mit ETF Wohlstand erhalten – Vermögen aufbauen

An der Börse mit ETFs sparen bei minimalen Risiko

Foto: Lupo, Pixelio.de

Wie können sich vor allem Angehörige der Sandwich-Generation (Link 2) vor Altersarmut schützen, Vermögen aufbauen und für die Kinder und Enkel finanzielle Untersützung geben? Wie können zumindest Durchschnitts- und Gutverdiener in überschaubarer Zeit finanziell unabhängig werden?

Bisher beliebte Sparformen sinnlos

Früher war nicht alles gut, doch reichte mittelmäßiges Sparen mit Kapitallebensversicherungen, Sparbuch und Bundesschatzbriefen halbwegs aus, um etwas für das Alter zurückzulegen; zwar mit schlechter Rendite. Aber das staatliche Rentenversicherungssystem war noch nicht zigfach reformiert, das heißt Demographiefaktoren sorgten noch nicht automatisch für eine schrittweise Absenkung der staatlichen Rente. Jetzt dominiert nach der Euro-Krise die Niedrigzinspolitik der EZB. Sie wird nach der Vermutung vieler Experten auf Jahre hinaus die Zinsen so tief halten. Die Menschen bleiben auf der Strecke, die sich nicht über die Chancen und das mittel- und langfristig sehr überschaubare sowie minimale Risiko der Aktienmärkte informieren. Verantwortungslose beziehungsweise nicht informierte Journalisten verbreiten gleichzeitig die These, Sparen würde sich nicht mehr lohnen.

Finanzwissen wichtig

Dabei ist für die Sparer, die ihre Freizeit auch einmal zur Informationsbeschaffung zum Thema Fondssparen nutzen, klar: Altersarmut kann nur mit Aktienfonds, das heißt vorwiegend ETFs vermieden werden. Gutverdiener könnten sogar ziemlich schnell nur mit ETFs finanziell unabhängig werden. Die früher mittelmäßige, damals aber übliche und ausreichende Rentenvorsorge funktioniert heute wegen des Niedrigzinses nicht mehr. Schlechtes Sparen konnten sich Millionen Deutsche über Jahrzehnte zum Vergnügen und Profit der Banken und Versicherungen leisten – sinnvoll und rentabel war es im Vergleich zu Aktienfondssparen auch damals nicht. Jetzt führt es bei den niedrigen Zinsen häufig direkt in die Altersarmut. Daher war ich fast erschrocken, dass Ansonsten junge und gut informierte Freunde sagten, sie hätten keine Ahnung von ETF und Aktienfonds. Andererseits war in den letzten Jahren ständig von schlecht informierten  (Finanzen kaum Thema in der Schule) bis miserabel beratenen Bankkunden in den Medien und Tests (Link 2) die Rede. In Banken wird also nicht unbedingt immer beraten, sondern häufig nur verkauft.

Privater Vermögensaufbau

Kein Wunder, dass Deutsche aufgrund dieser Unwissenheit, schlechten Beratung und falscher Risikoeinschätzung trotz höherer Einkommen im Laufe der letzten Jahrzehnte nicht mehr oder sogar weniger Privatvermögen pro Kopf angespart haben als andere europäische Nationen, in denen das Aktien(fonds)sparen schon lange deutlich weiter verbreitet ist. Die preiswerten ETFs machen inzwischen das Sparen am Aktienmarkt noch einfacher und noch risikoärmer, weil sehr einfach: Mit nur einer Handvoll an Fonds kann das Risiko global verteilt und minimiert werden.

Stresstest der Sozialversicherungen durch Babyboomer

Was das Thema Deutsche Rentenversicherung und Absenkung des Rentenniveaus angeht, so wäre dazu ein eigener Beitrag nötig. Dieser müsste eigens noch das dramatische Thema der Verrentung der deutschen Babyboomer ansprechen. Diese verabschieden sich in etwa 10 Jahren aus dem Erwerbsleben und fallen so als Beitragszahler der Sozialversicherungen aus. Die zahlreichen Babyboomer werden somit nicht mehr einzahlen, sondern in die Rentenkasse greifen; so wie es ihnen nach jahrzehntelanger Beitragszahler an die allerdings geburtenschwächeren Rentnerjahrgänge der Vergangenheit in Aussicht gestellt wurde.

Die Babyboomer sollten allerdings daran denken, dass dieses Umlagesystem nur funktioniert, wenn die wenigen Jüngeren brav in den nächsten Jahrzehnten die wohl deutlich höhere Rentenversicherungsbeiträge zahlen möchten. Alternativen wären (Schein-)Selbstständigkeit oder das verstärkte Abwandern gut Qualifizierter ins Ausland. Wer sich nicht auf den Staat verlassen will, könnte schon mit einem einzigen ETF auf den MSCI World Index (mehr als 1.600 Aktienwerte) sein Geld breit gestreut anlegen. Gut informiert und richtig beraten ließe sich die Durchschnittsrendite des MSCI World noch breiter gestreut weiter erhöhen. Finanzielle Bildung wird „immer wichtiger, denn spätestens seitdem die staatliche Rente ohne private Zusatzrente aus Aktienfonds zur Finanzierung des Lebensabends nicht mehr ausreicht, gehört erfolgreiche Geldanlage zur fundamentalen Aufgabe für jeden Einzelnen.“ schreibt dazu das Handelsblatt. Wenn alle Beteiligten zusätzlich sparen, könnten Gutverdiener wie viele Akademiker und Facharbeiter komplett unabhängig von der Deutschen Rentenversicherung werden. Andere – die Babybommer eingeschlossen – könnten zumindest schmerzhafte Einschnitte bei den Sozialversicherungen besser Verkraften. Politiker fällt nämlich immer etwas ein, um den Bürgern und Rentnern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das kann mit vielen Methoden passieren: Zum Beispiel mit anderer Besteuerung von Rentnern oder der Pflicht in die Krankenversicherung (mehr) einzuzahlen beziehungsweise mehr Leistungen im Gesundheitsbereich selbst zu zahlen, geschehen.

Weitere Artikel zum Thema ETF

Aktive Investmentfonds oder passive ETFs?
Den richtigen Länder-ETF finden
Welche Länder-ETFs erzielten die höchsten Renditen?

Ich will per E-Mail über beste ETF-Regionen
informiert werden und keine Chance verpassen:

 

Warum wir am besten mit ETFs sparen

Foto: Lupo, Pixelio.de

Foto: Lupo, Pixelio.de

Wollen wir langfristig in Wohlstand leben oder auf Altersarmut zusteuern? Kann der Opa den Enkel unterstützen oder wird zukünftig der Enkel den Großeltern regelmäßig Geld zuschießen? Das Verhalten vieler Deutscher weist leider in Richtung zweite Möglichkeit. Das wird dem deutlich, der zwei aktuelle Artikel im Netz aufmerksam zur Kenntnis
Die FAZ schrieb:
“Als die Bundesrepublik Deutschland im Januar 2012 erstmals neue Wertpapiere mit einer negativen Rendite verkaufte, sagte ein Sprecher der Finanzagentur des Bundes: „Das wird nicht von Dauer sein, sondern ein temporäres Ereignis bleiben.“ Der gute Mann war fraglos nicht der Einzige, der Negativzinsen als eine Kuriosität betrachtete, die sich allenfalls aus dem Status Deutschlands als sicherer Hafen für Anleger inmitten der heißen Phase der Euro-Krise erklären mochte. Aber welcher Anleger würde auf Dauer bereit sein, einem Schuldner Geld zu schenken?”

Der zweite Bericht im Netz stellt einige einfache Zahlen heraus, die besonders aufschlussreich sind:

0,53%
8,7%
13,1%

“Von oben nach unten sind dies: Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen, der durchschnittliche jährliche Gewinn des DAX in den letzten zehn Jahren und der Anteil der Deutschen, die gegenwärtig in Aktien investieren.” Es wird gezeigt, dass schon bei einem lächerlich geringem Anlagebetrag von 1000 Euro nach 30 Jahren ein großer Unterschied von mehr als 11.000 Euro entstehen wird.

In der FAZ behauptete der Journalist: “Und schließlich gibt es viele Anleger, die durch Gesetz oder durch Anlagevorschriften ihrer Eigentümer mehr oder weniger gezwungen sind, Staatsanleihen guter Bonität unabhängig von der Rendite zu kaufen. Dies gilt beispielsweise für Stiftungen, Versorgungswerke, Versicherungen und nicht wenige Investmentfonds. Anleihen mit negativer Rendite werden keineswegs von Verrückten erworben.” So ganz stimmt das nicht. Wer heute noch Kapitallebensversicherungen, Bausparer, und Banksparpläne abschließt, um Vermögen aufzubauen und Altersvorsorge zu betreiben, muss angesichts der schlechten Rendite tatsächlich verrückt sein.

Völlig verzerrte Risikowahrnehmung bei deutschen Sparern

Anders kann es nicht ausgedrückt werden. In diesem früheren Artikel zeigten wir, dass laut Deutschem Aktieninstitut das Risiko verschwindend gering ist, beim langfristigen Vermögensaufbau mit Aktienfonds Geld zu verlieren. Im Gegenteil: Sicher verlieren wir langfristig Geld mit Bausparern, Sparbüchern und Kapitallebensversicherungen – nämlich im Vergleich mit den deutlich höheren Erträgen zu Aktieninvestments mittels aktiver Aktienfonds oder passiver ETFs. Jeder wäre gut beraten, einmal über seine Risikowahrnehmung nachzudenken. Die Wahrscheinlichkeit, einen schweren Autounfall zu erleiden oder an Krebs zu erkranken (etwa 30 Prozent) ist viel höher, als mit ETFs Vermögen zu verlieren, wenn man es richtig macht und sich zuerst coachen und dann beraten lässt.

Dabei geht es hier nicht in erster Linie um einen fiktiven oder realen Geldbetrag, den uns der Depotauszug oder der deutlich niedrigere Stand des Sparbuches anzeigt.

Am Ende geht es um menschliche Schicksale – nicht um Geld

Es geht vor allem um Menschen. Um den Großvater, der mit einigen zehntausend Euro mehr an Vermögen gerne zum Enkel im Schulalter sagen kann: “Fahr doch in den Sommerferien für drei Wochen zu einem Jugendaustausch mit Tandemsprachkurs nach England. Ich spendiere Dir dieses tolle Erlebnis mit Schülern aus einem anderen Land Spaß zu haben und zu lernen.” Welch ein Unterschied deutlicher wird zwischen zwei jungen Menschen entstehen, von denen der eine durch seine Familie regelmäßig in der Entwicklung finanziell zusätzlich mit lehrreichen Kursen und Programmen gefördert wird und der andere mit dem städtischen Ferienprogramm abgespeist wird?

Und wer will selbst im Ruhestand abhängig sein von den heutigen (Renten-)Politikern, die persönlich nicht davon betroffen sind, ob das Rentensystem in 10, 20 und 30 Jahren noch funktioniert? Die Kaffeefahrt statt interessanter Länderreisen ist heutzutage nicht mehr das, was sich Ruheständler wünschen. Den Unterschied macht am Ende vor allem jedoch das vorherige, jahrzehntelange Spar- und Investitionsverhalten aus.
Weitere Artikel zum Thema ETF

Aktive Investmentfonds oder passive ETFs?
Den richtigen Länder-ETF finden
Welche Länder-ETFs erzielten die höchsten Renditen?

Ich will per E-Mail über beste ETF-Regionen
informiert werden und keine Chance verpassen:

Ewige Rente statt Wertsicherungs-ETF für Altersvorsorge

638729_web_R_K_B_by_Lupo_pixelio.de

Foto: Lupo, Pixelio.de

Wie vermeide ich Altersarmut oder zumindest eine zu große Rentenlücke? Das ist die Frage, die sich nach unzähligen Rentenreformen mit vielen Rentenkürzungen zahlreiche Menschen stellen. Die Finanzindustrie kreiert entsprechend viele Produkte und spielt dabei mitunter unnötig mit den Ängsten der Menschen. Sie nutzt das jahrzehntelange Versagen der (Sozial-)Politiker aus, die schon lange wissen müssten, dass in etwa 10 Jahren die geburtsstarken Jahrgänge, die Babyboomer, nicht mehr in die Rentenkasse einzahlen, sondern – zurecht – Auszahlungen erwarten. Leider gibt es durch die niedrige Geburtenrate der letzten Jahrzehnte jedoch viel weniger Beitragszahler im Verhältnis zu Ruheständlern. Daher gilt: Wer sich auf Politiker verlässt, ist als Rentner verlassen und häufig von Altersarmut bedroht. Aber es gibt eine Möglichkeit das durch private Gegenmaßnahme zu verhindern, und sich so auch Wohlstand im Alter zu sichern.

Die Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) lockt mit dem DWS Garant 80 ETF-Portfolio Altersvorsorgekunden. Der Fonds setzt auf dynamische Hybridprodukte und ist mit einer relativ niedrigen Pauschalgebür (0,65 Prozent) auf die Nutzung von Versicherungsprodukten zu niedrigen Gesamtkosten abgestimmt. Er basiert ausschließlich auf börsennotierten ETFs. Mehrere bekannte Versicherer kooperieren und nutzen den neuen DWS Garant 80 ETF-Portfolio für ihre Kunden.

Wertsicherungs-ETF für Altersvorsorgekunden

Der dynamisch-hybride Garantiefonds orientiet sich mittels ETF am Aktienindex MSCI World. Es gilt die Garantie in Höhe von 80% des Kurses vom letzten Bewertungstag des Vormonats. Der DWS Garant 80 ETF-Portfolio bedient sich außerdem eines etablierten Absicherungsmodels der DWS, des DWS Flexible Portfolio Insurance® Modells (FPI). Damit sollen die Wertsteigerungs- und Kapitalerhaltkomponenten austariert werden und große Wertschwankungen verhindert werden. Aufwärtsphasen sollen optimal genutzt und die Risiken der Abwärtsphasen vermindert werden. Die Deutsche AWM hat sich einen Marktanteil von 30% als Anbieter von Fondslösungen für deutsche Versicherer erarbeitet und nutzt die FPI-Strategie schon in vielen Wertsicherungsfonds.

Doch wozu Wertsicherung?

Finanztip.de weist auf das bewährte Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts (PDF) hin. Das DAI zeigt damit die Wertentwicklung des Deutschen Aktienindex (Dax) seit 1965 auf. Demnach machte kein Sparer, der in den Index sparte und 15 Jahre lang investiert blieb, einen Verlust. Egal wann er angefangen hatte. Somit ist klar: Aktienfonds sind langfristig eine richtige Entscheidung als Sparinstrumente für eine Zusatzrente. Und vor allem: Die erhöhten Kosten, die mit zusätzlichen Absicherungsversprechen verbunden sind, sollte sich der Anleger sparen.

Wie plane ich meine Altersvorsorge?

Bevor jemand seine Altersabsicherung plant, gilt es zu überlegen ob, man die Schwelle erreicht, ab der man von dem zu Rentenbeginn angesparten Vermögen ohne Kapitalverzehr leben kann. Eine Riester-Rente erübrigt sich, wenn dies möglich ist. Mit ihr ist der Zwang verbunden, einen großen Teil der Beiträge in festverzinsliche Anlagen zu investieren, die kaum eine Rendit bringen. Im Gegenteil besteht bei Anleihen, die Gefahr, dass bei eines Tages wieder steigenden Zinsen, die Kurse deutlich zurückgehen. Mit diesem Mechanismus passen sich die Anleihen an den dann gestiegenen Marktzins an.

Wie kalkuliere ich diesen Entnahmeplan? Dazu sollte “von hinten her gedacht” werden. Das heißt, wenn jemand eine Zusatzrente von 1000 Euro benötigt, kann er durch Nutzen eines Entnahmerechners im Internet erkennen, dass bei einem angesparten Vermögen von 220.000 Euro und einer durchschnittlichen Rendite von 6 Prozent am Aktienmarkt dieses Ziel bereits erreicht wird und der Rechner die monatliche Summe von 1.065 Euro verkündet.

Viele Aktienfonds erreichen auch 8 Prozent Durchschnittsrendite und würden aus einem Vermögen von 220.000 Euro als ewige Rente  – also ohne Kapitalverzehr – 1.405 Euro Monat für Monat im Rahmen eines Entnahmeplans auszahlen. Alternativ wären bei 8 Prozent Durchschnittsrendite nur 170.000 Euro nötig um 1086 monatlicher Zusatzrente zu erzielen. Je nach Sicherheitsbedürfnis kann jeder einen Zusatzpuffer einkalkulieren.

Im nächsten Schritt ist zu überlegen wie man die 170.000 oder 220.000 Euro anspart (Zinsrechner). Wer dafür noch 25 Jahre Zeit hat, kann diese Ziele bei einer kalkulierten Rendite von 6 Prozent mit einer Sparrate von 250 Euro (170.000) oder 325 Euro (220.000).

Bei 8 Prozent Renditeerwartung wären nur monatliche Sparraten von 185 Euro (170.000) oder 240 Euro (220.000) nötig. Wie der Zinseszinseffekt über einen längeren Zeitraum wirkt, erkennt man daran, dass ein 20-Jähriger bis 65 das Ziel von 220.000 Euro mit einer kleinen Sparrate von 46 Euro erreicht, wenn er mit 8 Prozent Rendite rechnet.

Absicherungsinstrumente in der Sparphase überflüssig

Fondsmanager können die Schwankungsbreite (Volatilität) durch Garantien für den Anleger reduzieren, was jedoch immer mit Absicherungskosten verbunden ist. Statt die Angst der deutschen Sparer vor Schwankungen zu nutzten und implizit teuere Absicherungsprodukte mitzuverkaufen und als Marketinginstrument zu gebrauchen, könnten man durch bessere Aufklärung die Angst deutlich reduzieren. Dies gilt selbst für ältere Sparer, die schon im Ruhestand sind, oder auf den Ruhestand zugehen. Fast jeder verfügt über eine staatliche zum Teil auch betriebliche Rente, die den monatlichen Lebensunterhalt bisher noch abdeckt oder zumindest die Grundbedürfnisse deckt. Die Altersersparnisse des Kapitalmarktes als Zusatzrente sind für die meisten Deutschen eher eine Ergänzung.

Entsparprozess der angesparten Altersvorsorge bietet zusätzliche Renditemöglichkeiten

Das bedeutet – selbst wenn es mehr als eine Ergänzung wäre – bei monatlicher oder quartalsweiser Entnahme realisiert man sogar bei vorübergehenden Kursverlusten kaum die momentan angefallenen Verluste des gesamten Vermögens. Denn auf das Gesamtvermögen bezogen, entnimmt der meist noch rüstige Alterssparer im “Entsparungsprozess” nur geringste Bruchteile seines Vermögens als Ergänzungsrente. Später steigen die Kurse wieder. Im Extremfall bedeutet das “später” in vielen Fällen nach dem Tod aber zugunsten von Enkeln wieder langfristig sehr ordentlich steigende Wertpapierkurse. Etliche Ruheständler haben sicher noch einen stattlichen Betrag auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto. Davon können sie bei einer gelungenen Entnahmeplanung einen Teil nach mittelfristigen Kursrutschen zusätzlich investieren können, sobald die Börsenkurse wieder zu steigen beginnen. Denn der Lebensunterhalt ist durch den Entnahmeplan und andere Altersvorsorgekomponenten wie die staatliche oder betriebliche Rente abgedeckt. Das sollten sie mit im Entnahmeplan berücksichtigen. So können sogar Rentner von schwankenden Aktienkursen profitieren. Sie sollten aber danach so konsequent sein, diese Zusatzinvestitionen nach deutlichen Kursgewinnen mindestens teilweise wieder in die Reserve zurückzuführen. Weil ein vorübergehender Kursanstieg mitunter von einem sofort folgendem noch stärkeren Kursverlust begleitet werden kann, sollte jeder Rentner so viel Pulver im Trockenen behalten, wie er neben den vorgesehenen Rentenauszahlungen ohne Verluste für Unvorgesehenes wie Autoreparatueren oder Renovierungen am Haus benötigt. Ob der Auszahlungsplan nach dem Tod einer Stiftung, einem Tierheim oder Verwandten zugute kommen soll, mag zwar Kopfzerbrechen bereiten, ist am Ende sicher jedoch das geringste Problem.

Weitere Artikel zum Thema ETF

Aktive Investmentfonds oder passive ETFs?
Den richtigen Länder-ETF finden
Welche Länder-ETFs erzielten die höchsten Renditen?

Ich will per E-Mail über beste ETF-Regionen
informiert werden und keine Chance verpassen:

Wie kaufe ich ETFs?

ETF kaufen Screenshot

ETF kaufen Screenshot

Nach der üblichen Verzögerung setzen sich in den USA entwickelte ETFs als günstige und renditeträchtige Wertpapiere nun endlich auch in Deutschland immer mehr durch. Zumindest ein Teil des Vermögens sollte jeder aufgrund der geringen Bestandsprovisionen und der meist im Vergleich zu Aktienfonds höheren Rendite in ETFs investieren.

Doch wie geht man beim Aufbau eines Depots am besten vor?

ETF kaufen leicht gemacht

Je nach Vorerfahrung mit Wertpapieren und nach der eigenen Vermögensstruktur sowie der Art des Einkommens, kann ein Sparer auf unterschiedliche Weise sein Vermögen und die Altersvorsorge mit ETFs aufbauen. Will er auf Nummer Sicher gehen, wendet er sich am besten an einen von bestimmten Banken- und Versicherungsvertriebsstrukturen unabhängigen Honorarberater. Dieser kann unter Berücksichtigung der individuellen Situation erklären, wie und welche ETFs und eventuell dennoch auch Aktienfonds man am Anfang kaufen sollte.

Bankenunabhängiger Vermögensberater

Außerdem gibt es durchaus kaum bekannte Möglichkeiten, selbst als Normalsterblicher Kunde der wenigen bankenunabhängigen Vermögensberater in Deutschland zu werden, die sich sonst bevorzugt um die reichsten Familien des Landes kümmern. Dabei profitiert man vom großen Erfahrungsvorsprung des Honorarberaters auf diesem Spezialgebiet.

Mühsamer, risikoreicher wie auch zeitaufwändiger ist es, sich auf dieser Internetseite und einigen anderen Internetseiten selbstständig in dieses Gebiet einzuarbeiten. Auf etf-investment.de wird in Zukunft ein Coaching angeboten, mit dem das alles etwas schneller gehen kann.

Grundsätzlich bietet es sich an, mit einem ETF auf den MSCI World, auf den DAX, den amerikanischen Dow Jones und eventuell einen kleinen Anteil an den globalen Emerging Markets anzufangen. Später kann der Anleger zu bestimmten Zeitpunkten auf einzelne Länder-ETFs setzen oder sich auch über Faktor-ETFs informieren.

Mit Sicherheit fährt man mit monatlichen Sparplänen gut, die bereits mit Sparraten in Höhe von 25 Euro angeboten werden. Dabei ist es bei Sparplänen mit Kaufgebühren und geringeren Raten eventuell sinnvoll, lieber alle zwei Monate höhere Raten zu  wählen, um die prozentualen Ordergebühren niedriger zu halten. Wer einen größeren Betrag frei anlegen kann, sollte etwas vorsichtiger gehen und zum Beispiel erst einmal ein Drittel auf 2-3 ETFs verteilen. Nach 6 Monaten kann beispielsweise das zweite Drittel folgen und nach 12 Monaten das letzte Drittel. Nur wenn ein Index gerade um 30 oder deutlich mehr Prozent eingebrochen ist, empfiehlt es sich sofort einen größeren Anteil zu investieren, um die günstigen Kaufkurse zu nutzen. Auch bei solchen Entscheidungen geben Honorarberater wertvolle Tipps, zum möglichst günstigen Kaufzeitpunkt.

Es gibt einige günstige Onlinebanken mit kostenlosen Depots und niedrigen Ordergebühren. Ein gute Auswahl an ETFs bieten zum Beispiel die DAB Bank oder der S-Broker, der Onlinebroker der Sparkassen.

Auf die einzelnen ETF-Kategorien soll hier später in einzelnen Artikeln eingegangen werden.

Sind irrationale Kurseinbrüche bei ETFs zu erwarten?

Grafik: Tony Hegewald

Grafik: Tony Hegewald – Pixelio

Lange wurden ETFs als probates Mittel für ein stark risikoreduziertes Aktienengagement gelobt, weil der Sparer mit einem einzigen ETF-Wertpapier teils hunderte Aktiengesellschaften im Portfolio hat; nicht zuletzt galt zudem die hohe Liquidität als Pluspunkt. Nun wird gewarnt. Bei Kurseinbrüchen würden ETFs stärker als der zugrundeliegende Aktienindex einbrechen. Das war zwar für einige Stunden tatsächlich der Fall. Eine weitere Gefahr könnte ein Flash Crash darstellen. Der ist in seinen Ursachen nicht immer eindeutig im Nachhinein erklärbar, wie hier das Handelsblatt beschreibt. Es gibt zahlreiche Hochfrequenzhändler, die unter anderem mit Verkaufaufträgen nur kurz vortäuschen, eine große Menge eines bestimmten Wertes verkaufen zu wollen. Dann jedoch ziehen sie die Verkaufsorder blitzschnell zurück und wollen vom kurzfristigen Kurseinbruch profitieren, indem sie zum Beispiel Hebelprodukte einsetzen.

Welche Mechanismen im Hintergrund dabei wirken, konnte bisher niemand konkret beschreiben. So oder so handelt es sich nur um kurzfristige Zocker, die mittel- und langfristig keinen Einfluss auf die Entwicklung realer Aktienfonds haben, mit denen der Investor Anteile an Maschinen, Fabriken, Patenten und weltbekannter Marken erwirbt. Ein Flash Crash betrifft zudem wohl nur einzelne Aktienwerte, nicht gesamte, stark gehandelte Indizes oder ETFs, die diese Indizes abbilden.

Liquidität von ETFs weiter gesichert

Deshalb ist es absurd, die grundsätzliche Liquidität eines ETF in Frage zu stellen. Denn weiter gilt: ETFs der großen Anbieter sind liquide und im Gegensatz zu Immobilien und offenen Immobilienfonds innerhalb weniger Tage in Liquidität auf dem eigenen Giro- oder Tagesgeldkonto zu verwandeln. Im Übrigen orientieren sich die aktiven Aktienfonds ebenfalls am Index und wären damit ebenso von einem vorüberghenden Kurseinbruch betroffen. Wie Sparer der Stop-Loss-Falle entgehen können, die tatsächlich für einige Zeit eine Abwärtsbewegung verstärken kann, soll auf dieser Internetseite in einem zukünftigen Beitrag behandelt werden.

Bei kaum einer anderen Anlageform fallen so wenig Gebühren an wie bei einem ETF, die man mitunter schon für die geringe Jahresbestandsgebühr von 0,2 Prozent halten kann. Aktienfondsmanager beanspruchen auch schon mal jährlich 1,5 bis knapp zwei Prozent an Bestandsprovisionen.

Bestandsprovision von Investmentfonds zurückerhalten

Die wenigsten Kunden wissen, dass es einige wenige Möglichkeiten gibt, nicht nur den Ausgabeaufschlag (bis zu fünf Prozent), sondern auch die Bestandsprovision zurückzuerhalten, welche bei aktiven Investmentfonds anfallen, die von Fondsmanagern betreut werden. Im Falle normaler Altersvorsorgepläne macht das in 30 Jahren schnell eine größere Summe von 20.000 bis 30.000 Euro aus, die der Sparer sich so zurückholen könnte – wenn er die Information erhielte, wie das funktioniert. Daher gibt es durchaus eine Handvoll Aktienfonds, die sich von der Masse der mäßigen bis schlechten Investmentfonds abheben. Diese wenigen Aktienfonds schnitten über viele Jahre hinweg besser ab als der Aktienindex, an dem sie sich orientieren und damit deutlich besser als entsprechende ETFs.

Letztlich gehören in ein gutes Depot sowohl Aktienfonds als auch ETFs und zusätzlich ein kleinerer Anteil an Wertpapieren, mit denen die Sparer auf unterschiedliche Weise Mitbesitzer von Immobilien werden. Wer sich einmal die von den Medien gut versteckten Langfristcharts ansieht, der weiß, dass selbst die stärksten Kurseinbrüche auf einer Kursgrafik von mehreren Jahrzehnten kaum mehr als eine vorübergehende Delle markieren, die man zum billigen Nachkaufen nutzen sollte.