Geldentwertung durch Eurokrise?

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Foto: Lupo – pixelio.de

Wie begründet ist die Angst vieler Bürger vor Geldentwertung wegen der Eurokrise? Nicht zuletzt Griechenland gerät gerade wieder in die Schlagzeilen. Es wird erneut über einen möglichen Schuldenschnitt wegen der Griechenlandkrise diskutiert. Das würde milliardenschwere Verluste für den deutschen Steuerzahler bedeuten. Selbst unabhängig von Griechenland schaffen die Notenbanken weltweit Billionen von neuen Geldern, ohne dass die Wertschöpfung in der realen Wirtschaft auch nur annnähernd entsprechend stark ansteigt. Die traditionelle Lehre der Volkswirtschaft verbindet damit unweigerlich eine zukünftige stärkere Geldentwertung.

Doch wann diese Inflation auf breiter Basis kommt, kann niemand prognostizieren. Die EZB versucht, mit verschiedenen Instrumenten das an die Banken ausgegebene Geld immer wieder einzusammeln. Viele zweifeln daran, dass das langfristig gelingen wird. Einen ersten Eindruck, was steigende Preise bedeuten, gewinnen bisher nur diejenigen, die zum Beispiel wegen Familiennachwuchs in den inzwischen sehr teuer gewordenen Metropolen eine neue Mietwohnung suchen oder sich Wohneigentum kaufen wollen. Weltweit ist ein sehr starker Anstieg der Vermögenspreise am Aktien- und Immobilienmarkt in den letzten Jahren zu verzeichnen gewesen – der Vorbote einer deutlich höheren Inflation auf breiter Front.

Erste Vorboten von Inflation

„Das ist keine vage Vorhersage über die Zukunft, sondern es passiert schon jetzt. Der kanadische Dollar hat seit 2013 25 Prozent an Wert verloren, der australische Dollar 30 Prozent im gleichen Zeitraum. Der Wert des japanischen Yen und des Euro ist gecrashed“, so Casey. Der Dollar sei zwar noch das gesündeste Pferd, aber ebenfalls auf dem Weg zum Schlachthof. „Das sind gigantische Verluste für führende Währungen. Immerhin reden wir nicht von kleinen, volatilen Aktien,“ schreibt der US-Bestsellerautor Doug Casey. Wie wird dieser Wertverlust begründet? In Bezug auf das Einkommen zu gestiegenen Miet- und Immobilienpreisen.

Ich bin kein Freund von Horrorszenarien und habe diese auf den diversen semiprofessionellen Blogs, Internetseiten und in Newslettern Jahre lang nicht ernst genommen. Einige Tatsachen machen jedoch nachdenklich:

„Die führende Papierwährung der Welt – der US-Dollar – wird fast seinen gesamten Wert verlieren. Ich sehe keinen Weg, wie man das vermeiden könnte. Seit die Finanzkrise vor acht Jahren begonnen hat, haben die US-Behörden 3,5 Billionen neue Dollar geschaffen“, schrieb Casey. So viel Geld hat die US-Notenbank seit der Pleite von Lehman Brothers gedruckt. „Im selben Zeitraum hat die US-Regierung neun Billionen Dollar neue Schulden gemacht – also so viel, wie in den vorherigen 232 Jahren in der Geschichte der USA zusammen.“ Die Politiker würden den Bürgern immer weiß machen wollen, dass das keine Konsequenzen haben werde. „Man kann aber nicht innerhalb von acht Jahren die Geldmenge vervierfachen und die Staatsschulden verdoppeln, ohne dass es katastrophale Konsequenzen gibt.”

Implizite Staatsverschuldung kommt noch dazu

Wir können nur hoffen, dass es Notenbankern und Regierungen gelingt, die gegebenenfalls starken Auswüchse und Luftblasen nicht mit einem Platzen zu beenden, sondern mit schrittweisen Konsolidierungsschritten bei der Staatsverschuldung. Deutschland erzielte im öffentlichen Sektor immerhin Überschüsse von knapp 30 Milliarden Euro. Allerdings wird meist nur die explizite Verschuldung von gut 2 Billionen Euro in Deutschland angegeben. Die implizite Verschuldung zu denen beispielsweise die Pensionsansprüche der Beamten und Bundestagsabgeordneten gehören, summieren sich je nach Schätzungen auf 6 Billionen Euro und mehr.

Schutz vor Geldentwertung mit ETFs

Es gibt jedoch einen Ausweg. Kein Bürger wird bis jetzt gezwungen sein Vermögen und die Altersvorsorge auf Papiergeld wie Bausparer, Spareinlagen, Bundesschatzbriefe, Kapitallebensversicherunge und andere zu gründen. Mit ETFs kann man auf Sachwerte setzen und sich ein gutes Stück vor der Entwertung des Papiergeldes schützen. Die übrteuerten Immobilien in den Metropolen bieten keinen Inflationsschutz mehr, sondern es ist ein Wertverlust zu befürchten. In vielen ländlichen Regionen droht den Immobilien hoher Lehrstand, weil die Bevölkerung altert und abnimmt. Somit bleibt für mittel- und langfristigen Vemögensschutz und -aufbau nur der weltweite Aktienmarkt. Die mehr als 1600 Unternehmen im Weltindex MSCI-World werden selbst nach einer Geldentwertung Waren und Dienstleistungen verkaufen, Gewinne machen und somit Wert besitzen.

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