An der Börse mit ETFs sparen bei minimalen Risiko

Foto: Lupo, Pixelio.de

Wie können sich vor allem Angehörige der Sandwich-Generation (Link 2) vor Altersarmut schützen, Vermögen aufbauen und für die Kinder und Enkel finanzielle Untersützung geben? Wie können zumindest Durchschnitts- und Gutverdiener in überschaubarer Zeit finanziell unabhängig werden?

Bisher beliebte Sparformen sinnlos

Früher war nicht alles gut, doch reichte mittelmäßiges Sparen mit Kapitallebensversicherungen, Sparbuch und Bundesschatzbriefen halbwegs aus, um etwas für das Alter zurückzulegen; zwar mit schlechter Rendite. Aber das staatliche Rentenversicherungssystem war noch nicht zigfach reformiert, das heißt Demographiefaktoren sorgten noch nicht automatisch für eine schrittweise Absenkung der staatlichen Rente. Jetzt dominiert nach der Euro-Krise die Niedrigzinspolitik der EZB. Sie wird nach der Vermutung vieler Experten auf Jahre hinaus die Zinsen so tief halten. Die Menschen bleiben auf der Strecke, die sich nicht über die Chancen und das mittel- und langfristig sehr überschaubare sowie minimale Risiko der Aktienmärkte informieren. Verantwortungslose beziehungsweise nicht informierte Journalisten verbreiten gleichzeitig die These, Sparen würde sich nicht mehr lohnen.

Finanzwissen wichtig

Dabei ist für die Sparer, die ihre Freizeit auch einmal zur Informationsbeschaffung zum Thema Fondssparen nutzen, klar: Altersarmut kann nur mit Aktienfonds, das heißt vorwiegend ETFs vermieden werden. Gutverdiener könnten sogar ziemlich schnell nur mit ETFs finanziell unabhängig werden. Die früher mittelmäßige, damals aber übliche und ausreichende Rentenvorsorge funktioniert heute wegen des Niedrigzinses nicht mehr. Schlechtes Sparen konnten sich Millionen Deutsche über Jahrzehnte zum Vergnügen und Profit der Banken und Versicherungen leisten – sinnvoll und rentabel war es im Vergleich zu Aktienfondssparen auch damals nicht. Jetzt führt es bei den niedrigen Zinsen häufig direkt in die Altersarmut. Daher war ich fast erschrocken, dass Ansonsten junge und gut informierte Freunde sagten, sie hätten keine Ahnung von ETF und Aktienfonds. Andererseits war in den letzten Jahren ständig von schlecht informierten  (Finanzen kaum Thema in der Schule) bis miserabel beratenen Bankkunden in den Medien und Tests (Link 2) die Rede. In Banken wird also nicht unbedingt immer beraten, sondern häufig nur verkauft.

Privater Vermögensaufbau

Kein Wunder, dass Deutsche aufgrund dieser Unwissenheit, schlechten Beratung und falscher Risikoeinschätzung trotz höherer Einkommen im Laufe der letzten Jahrzehnte nicht mehr oder sogar weniger Privatvermögen pro Kopf angespart haben als andere europäische Nationen, in denen das Aktien(fonds)sparen schon lange deutlich weiter verbreitet ist. Die preiswerten ETFs machen inzwischen das Sparen am Aktienmarkt noch einfacher und noch risikoärmer, weil sehr einfach: Mit nur einer Handvoll an Fonds kann das Risiko global verteilt und minimiert werden.

Stresstest der Sozialversicherungen durch Babyboomer

Was das Thema Deutsche Rentenversicherung und Absenkung des Rentenniveaus angeht, so wäre dazu ein eigener Beitrag nötig. Dieser müsste eigens noch das dramatische Thema der Verrentung der deutschen Babyboomer ansprechen. Diese verabschieden sich in etwa 10 Jahren aus dem Erwerbsleben und fallen so als Beitragszahler der Sozialversicherungen aus. Die zahlreichen Babyboomer werden somit nicht mehr einzahlen, sondern in die Rentenkasse greifen; so wie es ihnen nach jahrzehntelanger Beitragszahler an die allerdings geburtenschwächeren Rentnerjahrgänge der Vergangenheit in Aussicht gestellt wurde.

Die Babyboomer sollten allerdings daran denken, dass dieses Umlagesystem nur funktioniert, wenn die wenigen Jüngeren brav in den nächsten Jahrzehnten die wohl deutlich höhere Rentenversicherungsbeiträge zahlen möchten. Alternativen wären (Schein-)Selbstständigkeit oder das verstärkte Abwandern gut Qualifizierter ins Ausland. Wer sich nicht auf den Staat verlassen will, könnte schon mit einem einzigen ETF auf den MSCI World Index (mehr als 1.600 Aktienwerte) sein Geld breit gestreut anlegen. Gut informiert und richtig beraten ließe sich die Durchschnittsrendite des MSCI World noch breiter gestreut weiter erhöhen. Finanzielle Bildung wird „immer wichtiger, denn spätestens seitdem die staatliche Rente ohne private Zusatzrente aus Aktienfonds zur Finanzierung des Lebensabends nicht mehr ausreicht, gehört erfolgreiche Geldanlage zur fundamentalen Aufgabe für jeden Einzelnen.“ schreibt dazu das Handelsblatt. Wenn alle Beteiligten zusätzlich sparen, könnten Gutverdiener wie viele Akademiker und Facharbeiter komplett unabhängig von der Deutschen Rentenversicherung werden. Andere – die Babybommer eingeschlossen – könnten zumindest schmerzhafte Einschnitte bei den Sozialversicherungen besser Verkraften. Politiker fällt nämlich immer etwas ein, um den Bürgern und Rentnern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das kann mit vielen Methoden passieren: Zum Beispiel mit anderer Besteuerung von Rentnern oder der Pflicht in die Krankenversicherung (mehr) einzuzahlen beziehungsweise mehr Leistungen im Gesundheitsbereich selbst zu zahlen, geschehen.

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