Rendite ist egal – Hauptsache ETF

638729_web_R_K_B_by_Lupo_pixelio.de… wenn mindestens im Durchschnitt 6 Prozent zu erwarten sind. Dazu später mehr. Versuchen Sie nicht erst Mondrenditen von bis zu 20 Prozent anzustreben.

Daran ist schon Josef Ackermann gescheitert, obwohl er von der Kanzlerin eingeladen wurde, seinen Geburtstag im Kanzleramt zu feiern. „Seine“ Deutsche Bank wird vom IWF inzwischen als das größte Finanzrisiko für das globale Bankensystem bezeichnet.

Lebenszeit für wichtige Dinge

Vor allem wird Ihnen das Bestreben maximalmögliche Rendite zu erreichen das Kostbarste kosten, was Sie haben, Zeit. Diese Zeit fehlt Ihnen dann für Ihr Kerngeschäft, für Ihre Familie, Kinder, Freunde, Nachbarn und alles was wirklich wertvoll ist.

Wenn nun auch „dank“ der Deutschen Bank hohe Risiken im Bankensystem stecken, sollten Sie sehr vorsichtig sein bei der Auswahl von Anlageprodukten.

Die wohl wichtigste Unterscheidung, die Sie dabei zu treffen haben, besteht in folgender Frage:

Sachwert oder Papierwert?

Steckt hinter einem vorgeschlagenen Anlageprodukt ein Sachwert, an dem ich direkt – nicht über ein synthetisches Finanzprodukt oder über einen Kredit – beteiligt bin?

Einfache Lösung – Aktien-ETF

Die Lösung ist recht einfach. Alles was Sie nicht nachvollziehen und verstehen können sollten Sie aussortieren. Daher ist es naheliegend zu einfachen, gebührenarmen und vor allem verständlichen  ETF-Aktienfonds zu greifen. Immobilien-ETF eignen sich in manchen Situationen, um höhere Geldbeträge vor einem drohenden Banken-Crash zu schützen.

Immobilien-ETF vorsichtig auswählen

Besser als Immobilien-ETF, die teils zu hohe Preise beim Kauf der Immobilien zahlten oder deren Immobilien schon das maximum des realistischen Marktpreises erreicht haben, ist es unterbewertete Aktien-ETF herauszupicken.

Aussichtsreiche Aktien-ETF finden

Das heißt, Regionen und Sektoren zu suchen, die hohes Kurspotential haben.

Weil sie

1.  wie häufig der Fall nach einer Marktbereinigung viel zu weit abgestürzt sind

2. in einem asoluten Zukunftssektor investieren

3. in einer Weltregion, in der die Bevölkerung besonders jung und ausreichend gut gebildet ist, um unter ordentlichen Rahmenbedingungen jahrelang hohes Wirtschaftswachstum zu generieren

Es gibt dabei ETFs von unterschiedlicher Qualität. Wichtig ist im Falle einer Krise des Finanzsystems, dass man

1. physische, replizierende ETF ausgewählt hat. Denn synthetische ETFs können Verluste erleiden, wenn deren notwendige Finanzpartner insolvent werden.

Außerdem spielen

2. steuerliche Aspekte eine Rolle, um teilweise eine Doppelbesteuerung zu vermeiden.

Wer gründlich sucht, wird auch fündig werden. Mit einem Coaching oder einer meist unabhängigen Honorarberatung geht es übrigens viel schneller.

Entscheidender als einige Renditepunkte mehr oder weniger ist die richtige Einstellung, damit man sich bei der Vermögensbildung von gefährlichen Ansichten in Sachen Geldanlage löst.

Vorgetäuschten Sicherheit – Festverzinslicher Anlageformen

Insbesondere die Meinung, Bundesanleihen oder Sparbücher wären besonders sichere Anlagen, sollte schnellstens revidiert werden. Dabei spielt die implizite – nicht nur die explizite Staatsverschuldung eine große Rolle.

Zudem wissen mindestens einige Kunden der Hamburger und Frankfurter Sparkasse nach schmerzhaften Erfahrungen, dass Banksparprodukte von scheinbar soliden Banken wie Lehman Brothers doch nicht so sicher sind.

Zuletzt zum wohl wichtigsten Punkt. 90 Prozent aller Deutschen sind fatalerweise nicht in irgendeiner Form am Aktienmarkt investiert, weil sie offensichtlich die Risiken völlig überschätzen.

Sicher ist am Ende nur der Tod

Sie übersehen völlig, dass sie mit deutlich höheren Risiken Leben als es ein breit gestreutes ETF-Depot jemals beinhalten kann, das strategisch Schritt für Schritt aufgebaut wurde.

Die Wahrscheinlichkeit mit ETF-Fonds beim strategischen Vermögensaufbau einen Verlust zu erleiden, bewegt sich nahezu bei Null Prozent. Denn das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts zeigt anschaulich: Selbst bei einem etwas gewagten Einmaleinstieg in einen DAX-ETF hätte nach 15 Jahren (PDF-Download des Renditedreiecks) niemand einen  Verlust verzeichnen müssen. Im Durchschnitt lag die Rendite bei beachtlichen 8 Prozent pro Jahr.

10T 6Pro 150 mtl 25 144T Will man konservativ sein, rechnet man mal ein Beispiel mit 6 Prozent Jahresrendite im Schnitt und zusätzlich monatlicher Sparrate von 150 Euro in einen ETF und sieht am Ende das Ergebnis von gut 144.000 Euro.

Link zur Berechnung:
http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php?paramid=tj0qmpnv01

 

10T 3Pro 150mtl 25a 87TSelbst bei einem schon seit Jahren nicht mehr erzielbaren Sparbuchzins oder mit sonstigen Anlageprodukten kaum erreichbaren Zins von 3 Prozent ergibt sich deutlich weniger – nur 87.000 Euro.
Link zur Berechnung:
http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php?paramid=0j0m1lfxfr

 

 

10T 8Pro 25 150Mit der durchschnittlichen Dax-Rendite von 8 Prozent würden sich sogar gut 205.000 Euro ergeben. Bei all diesen Berechnunge ist zu berücksichtigen, dass die Rendite eher konservativ als hoffnungsfroh angesetzt werden sollte. Mit einem Inflationsrechner wird dabei schnell klar, dass 1000 Euro Zusatzrente in 25 Jahren nur noch die Kaufkraft  von dann gut 600 Euro besitzen.
Link zur Berechnung:
http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php?paramid=rjifdc3fsd

1640 Euro wären nötig, um die jetzige Kaufkraft von 1000 Euro zu erhalten – bei einer Inflation wie zu DM-Zeiten in der Höhe von 2 Prozent Teuerungsrate. Zusätzlich folgen inzwischen häufiger weitere 25 Rentenjahre, in denen die Inflation weiter am Vermögen zehrt. Um so wichtiger ist es, auf die renditeträchtige Aktienfondsanlage mit ETF zu setzen. Dann spielt auch ein Renditepunkt mehr oder weniger nicht mehr die große Rolle.

Vor allem, wenn man sich unabhängig von einem Honorarberater oder Finanzcoach dabei begleiten lässt. Zwischenzeitliche Kurseinbrüche verleiten einen dann nicht zum Kardinalfehler, der diese lukrative Anlagestrategie bei den meisten Menschen zunichte macht: Von medialen Negativschlagzeilen und einem nervösen persönlichen Umfeld, steigen viele nach einem Aktiencrash aus, anstatt vorher richtig begleitet, zurückgehaltene Reserven zum günstigen Nachkaufen zu nutzen.

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Warum Rebalancing Mist ist

Foto: Michael Grabscheit - pixelio.de

Foto: Michael Grabscheit – pixelio.de

Wenn Anlageberater mehr Provisionen verdienen möchten, lohnt es sich für sie Rebalancing für das Depot zu empfehlen. Doch das ist meist absolut überflüssig.

Vielen Anlegern ist aufgrund der häufigen Empfehlung von Rebalancing nicht klar, dass Rebalancing vor allem Kosten verursacht, aber keinen Mehrwert bietet, wenn man die Sache mit der richtigen Anlegerphilosophie betrachtet.

Selten ist Rebalancing wirklich notwendig. Einmal davon abgesehen, dass ein Anleiheanteil im Depot die Rendite deutlich reduziert, ist er – nicht nur bei den derzeit niedrigen Zinsen – überflüssig. Vorausgesetzt man steigt mit der richtigen Strategie schrittweise mit Teilbeträgen zu unterschiedlichen Zeiten in den Aktienmarkt ein. Bei Sparplänen mit Indexfonds kauft man sowieso idealerweise bei Rückschlägen mit dem gleichen Sparbeitrag logischerweise mehr Fondsanteile als vorher zu höheren Kursen.

Rebalancing überflüssig durch richtigen Einstieg in ETF

Mit der richtigen Strategie investieren Sie nie mit dem Gesamtvermögen in einen Aktienfonds zu ungünstig hohen Preisen. Richtig gecoacht haben Sie verstanden, dass Sie mit dem nötigen zeitlichen Abstand zwischen Teilkäufen teilweis zu supergünstigen Preisen eingestiegen sind; in einem Zeitrahmen von etwa 24 bis 36 Monate – bei einem vorübergehenden Kurseinbruch (alle Kurseinbrüche sind bei Lichte betrachtet nur vorübergehende Einbrüche). Dann profitieren sie massiv von den darauf folgenden starken Kurssteigerungen. Oder Sie haben mit Teilbeträgen in einen deutlich gestiegenen Markt investiert und befinden sich bereits nach etwa 24 Monaten sehr deutlich in der Gewinnzone. Selbst bei einem Rückschlag werden selten die Gewinne aufgezehrt, und auch dann folgt wieder ein kräftiger Aufschwung, den man durch Rebalancing zu wenig nutzen würde. Vermögensaufbau und Altersvorsorge ist ohnehin nicht kurzfristig angelegt. Niemand sollte sich der Illusion hingeben, jeweils den Tiefstkurs zum Kaufen und den Höchstkurs zum Verkaufen zu erwischen. Doch leider streben das viele an, obwohl selbst die Profianleger daran ständig scheitern.

Orientierungshilfe Shiller-KGV

Das (Shiller-)KGV gibt Ihnen dann den richtigen Orientierungspunkt, wann in etwa die Märkte nach oben völlig übertrieben haben und überteuert sind. Dies kommt regelmäßig vor. Schießt das KGV (Anzahl der Gewinnjahre um den aktuellen Kurswert mit dem derzeitigen Jahresgewinn zu erreichen) stark über den historischen Durchschnitt in die Höhe, sollte man mit einem Drittel oder Viertel aussteigen – nie komplett. Denn die meisten Anleger verpassen durch den zu frühen Ausstieg aus dem Aktienmarkt die meisten Kurssteigerungen und zerstören so ihre Rendite.

In beiden Fällen wäre es sinnlos und vor allem gebührenlastig, Rebalancing vorzunehmen. Bei einem steigenden Markt sollten Sie das intakte Momentum weiter nutzen – also die Gewinne weiter laufen lassen. Rebalancing würde diese weiteren Gewinneinnahmen reduzieren.

Lohnenswerter Verzicht auf Anleihen

Bei einem gesunkenen Aktienmarkt würden Sie mit Rebalancing von Anleihenfonds oder Immobilienfonds in Aktien-ETF umschichten, um den anfänglichen Aktienanteil wieder herzustellen. Das ist dann im nachhinein zwar sinnvoll. Doch wozu haben Sie die Anleihen vorher gekauft? Nicht nur wegen der niedrigen Verzinsung war der Verkauf sinnlos. Denn er hat Transaktionskosten verursacht und bei Filialbanken in der Regel 5 Prozent der investierten Summe an Ausgabeaufschlag gekostet. Beim Verkauf und Umschichten fallen nun wieder Transaktionskosten an. Falls die Anleihen in einem gewissen Zeitraum wegen der politisch bedingten Niedrigzinspolitik in einem gewissen Zeitraum gestiegen sind, hatten Sie Glück. Aber die Kosten- und Zeitaufwand hätten Sie sich ersparen können, indem das nicht in Aktien investierte Geldanteil einfach auf dem Tageskonto liegen bleibt.

Wer Angst um sein Geld hat, weil er meint die Einlagensicherung ist nicht zuverlässig konstruiert, der verteilt das Geld auf Tagesgeldkonten bei mehreren Banken oder entscheidet sich für einen Jumbo-Pfandbrief-ETF. Hinter diesem steht eine Absicherung mit Immobilien, die allerdings auch einmal zu hoch bewertet werden können.Allerdings ist hier ein Verlustrisiko sehr unwahrscheinlich – von der mehr oder weniger starken Entwertung durch Inflation im Laufe der Zeit einmal abgesehen. Das trifft aber auch das Tagesgeld und alle anderen Anlagen, die nicht mit Sachwerten hinterlegt sind – Bausparer, Sparbücher, Bundesschatzbriefe etc. Deutlich unwahrscheinlicher als, dass ein Mensch in Deutschland an Krebs erkrankt oder einen schweren Autounfall erleidet. Auch die richtige Einschätzung von Lebensrisiken spielt eine wichtige Rolle für den erfolgreichen Vermögensaufbau.

Anleihen bergen Kursrisiken

Es hätte auch anders kommen können. Wenn die Notenbanken aufgrund konjunktureller oder politischer Entwicklungen die Zinsen wieder erhöhen, würden Anleihenkurse teils sehr deutlich einbrechen. So haben Sie – es sei Ihnen vergönnt – Glück gehabt.

Kaum etwas ist sicherer als ein maximaler Aktienanteil im Depot
Wozu betreiben Anleger Rebalancing im tieferen Sinn? Ein prozentualer Anleihenanteil von x im Depot ist ja kein Selbstzweck. Wer sich in naher Zukunft eine Eigentumswohnung kaufen möchte oder ein neues hochwertiges Auto, der soll das Geld gleich auf dem Tagesgeldkonto lassen.

Schrittweiser Einstieg in Aktienfonds

Das Geld das man mindestens 3-5 Jahre entbehren kann, sollte man jedoch je nach Börsenlage relativ schnell aber schrittweise in in den Aktienmarkt stecken. Nur dort kann man mit einer längerfristigen Durchschnittsrendite von 7-8 Prozent rechnen wie das Deutsche Aktieninstitut mit seinem Renditedreieck zeigt. Demnach hatte man selbst bei einem fehlerhaften Einmaleinstig zum Höchstpreisen am Aktienmarkt im letzten halben Jahrhundert – seit 1966 niemals nach 15 Jahren Geld verloren.

Und diesen riskanten Einmaleinstieg gilt es zu vermeiden, so dass viel weniger als 15 Jahre nötig sind, um sich mit der richtigen Vorgehensweise vor Kursverlusten zu schützen – nämlich in Teilbeträgen mit mehreren Monaten Abstand. Wer einmal die Geduld aufbringt, in normalerweise 24 bis maximal 60 Monaten ein Aktiendepot schrittweise massiv in die Gewinnzone zu bringen muss, der sich für die nächsten Jahrzehnte mit der richtigen Anlagepsychologie nie wieder mit Rebalancing oder generell der Angst vor den vorübergehenden Kurseinbrüchen befassen.

Wie Ihr Vermögen vernichtet wird – oder auch nicht

638729_web_R_K_B_by_Lupo_pixelio.deWie sollen Familienvermögen in Zeiten lang anhaltender Niedrigstzinsen erhalten werden? Geschweige denn vermehrt werden? Egal, welche Assetklassen man sich näher ansieht, es gibt kaum lohnende Anlageformen, die nicht mit recht hohen, unnötig hohen, Risiken verbunden wären. Sie und Ihre Vorfahren sind überdurchschnittlich qualifiziert, haben überdurchschnittlich viel und hart gearbeitet und folgerichtig überdurchschnittlich viel verdient und angespart. Werden Sie durch die niedrigen Zinsen der EZB ihres Fleißes Ergebnisse beraubt? Häufig ist dies leider der Fall. Das muss aber nicht so sein. Sie können und sollen Ihr (Familien-)Vermögen erhalten. Nicht zuletzt, indem Sie meist sehr hohe, unnötig hohe Provisionen umgehen. Provisionen, die ansonsten meistens im Verborgenen oder sehr klein Gedrucktem versteckt bleiben. Dazu später mehr.

Immobilien, des vermögenden Deutschen liebstes Kind, sind schon zu lange sehr stark im Preis gestiegen. Jeder, der noch die Bodenhaftung bewahrt hat, fragt sich, wie eine derartig große Differenz zwischen abgehobenen Marktpreisen und reinen Baukosten in Großstädten zustande kommt.

Zwei Entwicklungen können die selbst von der Deutschen Bundesbank in einigen deutschen Stadtteilen festgestellte Immobilienblase und infolgedessen den gesamten Immobilienmarkt erschüttern.

So riskant können Immobilien werden

  1. Erstens wird in den nächsten 20 Jahren die Bevölkerung stark altern und mit einiger Wahrscheinlichkeit abnehmen – in ganz Europa. Vor allem aber in Deutschland. Neben der Alterung ist übrigens anzunehmen, dass hunderttausende mittelosteuropäischer, insbesondere polnischer Arbeitsmigranten mit ihrem erarbeiteten kleinen Vermögen spätestens im Rentenalter nach Polen zurückkehren, um dort bei deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten zu leben. All das führt dazu dass von Pflegeheimen abgesehen, weniger Wohnraum nötig wird. Die Nachfrage geht wohl deutlich zurück. Auch auf dem Immobilienmarkt wird dann gelten: Sinkende Nachfrage führt zu deutlich sinkenden Immobilienpreisen und Mieten.
    Dadurch droht Immobilienbesitzern, die in der Regel ihren Immobilienbestand länger als 2-3 Jahre halten, sondern von heute aus betrachtet bis 2030 und länger, ein gravierender Wertverlust. Viele Bevölkerungsprognosen mit Blick auf die kritische Beitragsentwicklung der Sozialversicherungen enden nicht zufälligerweise im Jahr 2030. Ab diesem Jahr wird es in den Folgejahren erst richtig kritisch. Denn dann wirken sich erst die vielen neuen Ruheständler der Babyboomer-Jahrgänge in Kombination mit den wenig starken Jahrgängen aus, die dann ins Erwerbsleben einsteigen und mit ihren Steuerzahlungen und Sozialversicherungsabgaben die starken Rentnerjahrgänge finanzieren sollen. 

    Anleihen sind inzwischen zu Risikoanlage geworden

  2. Ähnliches gilt für Anleihen, deren Kurs wie finanzmathematisch üblich zeitgleich mit den sinkenden Zinsen gestiegen sind. Falls die Zinsen wieder steigen, werden die Anleihekurse jedoch entsprechend zurück in den Keller gehen. Vermögen kann sich so deutlich reduzieren. Vor allem sollte sich jeder fragen, ob selbst Deutschland mit seinen Billionen Schulden angesichts sinkender Erwerbsbevölkerung die Zinsen für die Schulden langfristig bedienen kann. Jährlich verlassen 70.000 Schüler die Schulen in Deutschland ihre Schule ohne Schulabschluss. Die Anzahl der Älteren, die meist weniger Steuern im Alter zahlen und dafür stark die Sozialsysteme beanspruchen, nimmt stark zu. Hingegen müssen immer weniger erwerbstätige Menschen im mittleren Alter ihre eigenen Kinder, die sozial Schwachen und das staatliche Renten- und Krankenversicherungssystem finanzieren. Nimmt man nicht die explizite, sondern die implizite Staatsverschuldung, d.h. z.B. die Ansprüche der zukünftigen Beamtenpensionäre gegenüber dem Staat dazu, verdreifacht sich die Billionenschuld Deutschlands von 2 auf 6 Billionen Euro wie Volkswirtschaftler errechnet haben.

Niemand sollte sich daher wundern, wenn der Schuldenkrug zwar noch einige Jahre zum Brunnen geht, dann jedoch zerbricht. In diesem Moment werden die Massen merken, dass sie überwiegend Papiergeld (Sparbücher, Kapitallebensversicherungen, Bausparpläne) besitzen und kaum Sachwerte. Denn Deutschland ist ein Land der Mieter, nicht der Eigenheimbesitzer. Zudem besitzen nicht mehr als 10 Prozent Aktienfonds, passive, d.h. kostengünstige Aktien-ETF-Anlagen oder aktive Aktienfonds. Nur wer sich informiert und unabhängig von angestellten und damit von zuerst ihren Arbeitgebern verpflichteten Bankern und Versicherungsvertretern informieren und coachen lässt, wird lernen Vermögen mit Sachwerten dauerhaft aufzubauen.

Bausparer lohnen nicht mehr ohne die gestrichene staatliche Förderung

  1. Bausparer sind ebenfalls sehr beliebt in Deutschland. Doch die fast gegen Null gehenden Zinsen in der Ansparphase verhindern einen Vermögensaufbau, wie er mit ETF-Fonds viel schneller, sicherer, sachwertorientierte und damit weniger riskant möglich wäre. Den günstigen Baukredit erhalten Sie ohnehin auch direkt von Banken. Nachdem schon vor etlichen Jahren, die frühere lukrative Förderung von Bausparverträgen abgeschafft wurde, ist dieses Finanzprodukt kaum mehr zu gebrauchen.

Somit verbleiben nur Aktien(Fonds) oder noch besser ETF-Fonds als Vermögensretter und Inflationsschutz übrig. Sicher haben Sie schon häufiger in den Medien gelesen, gesehen und gehört, dass in den letzten 20 Jahren die Löhne meist nur sehr gering – wenn überhaupt – gestiegen sind, während die Einnahmen von Unternehmen und Selbstständigen meist sehr stark zunahmen. Wollen Sie endlich von dieser Entwicklung mitprofitieren? Dann sollten Sie zu den schlaueren 10 Prozent der Bevölkerung in Deutschland gehören; nämlich zu dem leider geringen Teil, der verstanden hat, dass Aktieninvestments breit gestreut – am besten global – schon seit Jahrzehnten langfristig keinen Verlust sondern ihren Inhabern im Gegenteil hohe Gewinne beschert haben. Voraussetzung dafür war jedoch, dass die Besitz dieser globalen Sachwerte von Firmen mental und psychisch gut umgehen konnten mit den in gewissen Abständen auftretenden Kurseinstürzen. Wer sich informiert, weiß, dass es an den Börsen kurz- und mittelfristig ein auf und ab gibt – jedoch langfristig eine relativ konstante Aufwärtsbewegung stattfindet.

Warum der Aktienmarkt langfristig steigen wird

Das ist auch kein Wunder. Seit Jahrhunderten erfinden Ingenieure und Naturwissenschaftler neue Produkte und Methoden, die sich im Durchschnitt sehr gut verkaufen, weil sie mit ihrem Fortschritt, das Leben bequemer, sicherer und interessanter machen und deshalb früher oder später zum Massenprodukt werden. Die Gewinne bleiben vor allem bei den Besitzern der Unternehmer hängen – also auch bei den Aktien-ETF-Besitzern. Mit dem richtigen Coaching können sich auch Menschen zu Aktieninhabern entwickeln, die bisher – verständlicherweise – eher mit Sorge und Furcht auf das Börsengeschehen blickten oder erste schlechte Erfahrungen machten, weil sie nicht richtig beim Einstieg in die Aktienmärkte beraten wurden. Angesichts der medialen Berichterstattung ist dies kein Wunder, werden von Journalisten doch die Geschichten bevorzugt, die von Börsenabstürzen und Insolvenzen erzählen. So begehrt diese bad news bei Journalisten auch sind, so sehr haben sie vielen in Deutschland den sachlichen Blick auf das Börsengeschehen leider verstellt. Mit der verheerenden Konsequenz, dass große Teile der Bevölkerung immer wieder viel Geld mit geschlossenen Immobilien-, Schiffscontainer- Film- und anderen Fonds in den Sand setzen.

Falsche Sicherheit beim Sparen

Oder Deutsche wiegen sich in falscher Sicherheit mit nur scheinbar sicheren Bundesschatzbriefen, Sparbüchern oder Kapitallebensversicherungen, von denen der Deutsche mehr als eine im Durchschnitt pro Kopf abgeschlossen hat. Wer es der Vertriebsmaschnerie der Versicherer vergönnt, soll weiter mitmachen. Nur Inflationsschutz sollten die Investoren weder von Kapitallebensversicherungen, noch von Bausparern oder anderen „Papiergeld-Sparformen“ erwarten. Nur direkter Besitz an Betriebs- und Firmenvermögen, wie ihn passive Aktien-ETFs oder aktive Aktienfonds verkörpern, kann auf Dauer vor Inflation schützen

Rückerstattung der Kickback-Gebühren bei Aktienfonds möglich
Dabei sei ein kleines Geheimnis zumindest an dieser Stelle zum Teil verraten: Es gibt nicht nur die Möglichkeit, den Ausgabeaufschlag von oft 5 Prozent der Kaufsumme durch den Wechsel zu einigen Onlinebroker-Plattformen zu sparen. Nein auch die Kickback-Gebühren, die jährlich mit den Bestandsprovisionen für den Vertriebsapparat – meist bis 1,5 – 2 Prozent des Vermögens pro Jahr von den meisten Fondssparern unbemerkt eingezogen werden, können bis zu 90 Prozent rückerstattet werden.

Das komplette Geheimnis lüften wir im preiswerten Mitgliederbereich oder am besten im Einzelcoaching. Das in Kürze hier angeboten werden wird. Allein das ist bei halbwegs ordentlichen Vermögen eine Summe von mehreren zehntausend Euro wert. Sie sind im digitalen Informationszeitalter nicht mehr abhängig von abhängigen Bank- und Versicherungsverkäufern.

Gute Beratung und noch besser Coaching ist etwas völlig anderes als das, was die Finanzindustrie bietet. Es geht deutlich einfacher, und dadurch preiswerter. Komplexität bei den Finanzprodukten dient den großen Geldhäusern vor allem zur Rechtfertigung ihrer hohen Provisionen und Gebühren.

Bis die automatisierte Anmeldung und das Bezahlsystem auf dieser Seite integriert ist, können Sie mich dazu direkt kontaktieren.

info ( at ) etf-investment.de

 

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Gebührenfalle bei aktiven Investmentfonds

Wie sinnvoll ETF-Anlagen wegen der niedrigen, transparenten Gebühren sind, wird deutlich, wenn man berücksichtigt, dass aktive Investmentfonds zu den hohen Gebühren noch weitere versteckte Gebühren von den Anlegern einkassieren. [Kurzmeldung]

„Die Transaktionskosten stellen eine ungeahnte Dimension innerhalb der Gebührenstruktur in Publikumsfonds dar. Ungeahnt deshalb, weil diese nicht in der zu veröffentlichenden Total Expense Ratio (TER) enthalten sind“, so eine Studie (Petersmann Institut) über die mangelnde Transparenz der Kosten.

TER und versteckte Transaktionskosten

bei Investmentfonds

Die versteckten Transaktionskosten seien teils besonders hoch und würden als Kostentreiber unterschätzt. „Insbesondere bei defensiveren Anlagestrategien der vermögensverwaltenden Fonds sind die Gesamtkostenbelastungen unverhältnismäßig und haben somit erheblichen negativen Einfluss auf die Renditen der Anleger“. Die TER ohne Transaktionskosten beträgt mitunter jährlich 1,8 Prozent des angesparten Vermögens.

Quelle:
citywire.de – Registrierungspflichtiger Artikel

Warum die ETF-Zusammensetzung wichtig ist

Foto: Michael Grabscheit - pixelio.de

Foto: Michael Grabscheit – pixelio.de

Grundsätzlich gelten ETF zurecht als sehr gute, vielleicht bessere Alternative zu aktiven Aktienfonds. Allerdings lohnt ein Blick auf die Zusammensetzung des Index, nicht zuletzt, was den Dax angeht. Denn dort hat man es nicht wie beim Weltindex mit 1600 Werten, sondern nur mit den 30 größterne deutschen Aktiengesellschaften zu tun.

Einige stark gewichtete Branchen im Dax haben erhebliche Probleme, was die Zukunftsfähigkeit angeht. Die Energieversorger haben es jahrelang versäumt sich auf die zukünftige dezentrale Stromproduktion einzustellen und zu lange auf Großkraftwerke gesetzt, Finanzkonzerne leisteten sich massive Fehler in der Risikokontrolle sowie im Investmentgeschäft und sind recht ratlos, wie sie auf die inzwischen 400 Fintechs allein in Deutschland reagieren sollen, die Finanzprodukte digitalisiert anbieten, die für den Export besonders wichtige Automobilbranche liegt in Sachen Elektromobilität ohnehin weit abgeschlagen hinter den Japanern und Franzosen. Außerdem ist noch offen, wie viele Autokonzerne die Abgaswerte mit Software manipulierten. Untenstehende Unternehmensmeldung sollten Eigentümer von ETFs auf den Dax oder von aktiven Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland genauer zur Kenntnis nehmen.

Klumpenrisiko

Denn zwei Dinge zeigen sich damit. Zum einen ist unbedingt das Klumpenrisiko in Form von stark gewichteten Branchen zu beachten – was mit dieser Dax-Market-Map graphisch gut dargestellt ist. Trotz massiver Verluste der Finanz-, Versorger-, und teils der Automobilwerte in den letzten Jahren haben diese Branchen am 30-Titel-starken Index noch einen sehr hohen Anteil.

Zum anderen sind Sparer gut beraten, nicht den größten Teil ihres Wertpapierdepots auf nur 30 Werte zu fokussieren, weil es eben deutsche Sparer sind. Die Wachstumsmärkte liegen nicht im alternden Deutschland, sondern global verteilt insbesondere bei jungen Gesellschaften zum Beispiel in Asien, die im Vergleich zum satten Europa einen hohen Nachholbedarf in Sachen Konsum und Infrastrukturinvestitionen haben.

Neue Produkte gefährden innovationsfeindliche Unternehmen

Bezeichnend mit Blick auf die zögerliche Elektrifizierung des Autos ist diese Nachricht aus dem Hause von BMW i. Der hochpreisige Hersteller  der BMW-Elektroversion hat offensichtlich einen schmerzlichen personellen Verlust erlitten, der sehr bemerkenswert ist. Wiederholt wechseln Führungskräfte von BMW zum Elektroauto-Start-up Future Mobility aus China. Warum ist der Autohersteller als Arbeitgeber nicht mehr attraktiv für Dirk Abendroth, Benoit Jacob und Henrik Wenders? Warum gehen die lieber nach Asien als in Bayern zu bleiben? BMW gab zu diesem Vorgang keinen Kommentar ab. Setzt der Konzern nicht ernsthaft genug auf den Zukunftsmarkt Elektroautos? Am mangelnden Geld für ein gutes Gehalt sollte es bei BMW (noch) nicht scheitern.

Dabei ist es mehr als problematisch für einen deutschen Autohersteller an einen wohl zukünftigen Konkurrenten mit Produktion im Billiglohnland China die personellen Kompetenzen von Managern für Software und Vernetzung, Design und Marketing nach Asien ziehen zu lassen.

Erst Anfang 2016 war bekannt geworden, dass Carsten Breitfeld, ehemaliger Entwicklungsleiter des i8-Projekts der Münchner, Geschäftsführer des neuen Unternehmens Future Mobility wird. Auch Daniel Kirchert, operativer Geschäftsführer, war bei BMW angestellt und bis 2013 Verkaufs- und Marketingchef in China. Hoffentlich glauben diese Führungskräfte nicht, dass BMW das nächste Nokia wird, jahrelang als Aktie wärmstens empfohlen; plötzlich vom Markt verschwunden, weil der Trend zu Smartphones (mit Android-System) nicht ernst genommen wurde.
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Mit Eigenheim und ETF Altersarmut vorbeugen

638729_web_R_K_B_by_Lupo_pixelio.deWas soll ein junges Paar machen, wenn es von drohender Altersarmut und Niedrigstzinsen auf Sparbuch, Bausparer, Bundesschatzbriefe und Kapitallebensversicherungen liest? Angenommen, das Paar lebt wie die große Mehrheit der Deutschen nicht in den Metropolen des Landes, in denen die Immobilienpreise explodiert sind. Dann hätte es die Möglichkeit durchaus eine Dreizimmerwohnung um die 100.000 Euro zu kaufen. Das würde den beiden Berufstätigen inklusive Zins und Tilgung monatlich selbst bei einer Vollfinanzierung nur 375 Euro kosten. Bei einer Kreditaufnahme von 105.000, 15 Jahre Zinsgarantie (mit gesetzlichem Kündigungsrecht nach 10 Jahren).

Schutz vor zukünftigen Zinssteigerungen

Allein die Kaltmiete macht in ländlichen Regionen für eine Dreizimmerwohnung häufig 100 Euro mehr aus, beträgt demnach etwa 475 Euro; vor allem darf man nicht vergessen, dass die Kaltmiete im Laufe der Jahre angehoben werden wird. Im Falle eines Kaufs einer Wohnung mit garantiertem Zins wirkt diese Zinsgarantie wie ein Mieterhöhungsschutz für mindestens 15 Jahre. Danach könnte theoretisch die Monatsrate steigen, wenn sowohl der Kreditzins höher ist und gleichzeitig nur sehr wenig vom Kreditbetrag nach 15 Jahren getilgt wurde. Doch auch erhöhte Kreditraten nach Ablauf der Zinsfestschreibung lassen sich vermeiden.

Nach 15 Jahren bliebe in unserem Finanzierungsbeispiel bei einer normalen Tilgungsrate von 2 Prozent noch eine Restschuld von etwa 67.500 Euro übrig. Der Wert der nicht überteuert gekauften Immobilie ist dann ohnehin nach menschlichem Ermessen gestiegen. Denn die Handwerker werden in 15 Jahren zum Bau einer Wohnung sicherlich mehr berechnen, weil die Fachkräfte angesichts des demographischen Wandels mehr verdienen – zurecht.

Gleichzeitig kann die Sicherheit der Finanzierung erhöht werden, indem das Paar langfristig über die 15 Jahre hinweg monatlich 150 Euro in einen kostengünstigen und sehr risikoarmen – weil weltweit in 1600 Aktienfirmen investierenden – Indexfonds anspart; und die Sparrate jährlich geringfügig um 1 Prozent dynamisch erhöht; entsprechend der zum Glück im Unterschied zur Vergangenheit wieder kommenden Lohnerhöhungen.

Lohn für Sparer: Mietfreiheit, Schuldenfreiheit

und Inflationsschutz

Bei einer normalen Renditeannahme von 7 Prozent – wie in der Vergangenheit üblich – ergeben sich nach 15 Jahren knapp 50.000 Euro auf dem Wertpapierdepot. Mitunter lag die Durchschnittsrendite auch bei 8 oder 9 Prozent. Von der Restschuld von 67.500 Euro aus dem Kredit verblieben so nur noch gut 17.000 Euro übrig. Vor allem aber eine mietfreie Dreizimmerwohnung, der weder eine durch Eurokrise und Geld druckende Notenbanken erhöhte Inflation etwas anhaben kann; noch ein Vermieter, der im Rahmen der allgemeinen Teuerungsrate regelmäßig die Miete erhöhen kann. Die Restschuld von 17.000 Euro kann man laut Volltilgungsrechnung mit einer Kreditrate von 300,05 Euro bei einem Zinssatz von 2,88 Prozent in 5 Jahren komplett abbezahlen. Nach 20 Jahren wäre man somit schuldenfrei.

Nicht zuletzt müssen die beiden als Eigenheimbesitzer im Alter von der Rente nichts für die Miete beiseite legen. Viele übersehen, dass dies eine gute Altersvorsorge darstellt, weil mit dem Renteneintrittsalter ebenso wenig die Kreditraten anfallen, wenn man den Kredit vorher abbezahlt. Daher spielt es eine nicht unerhebliche Rolle ob der Kauf einer Wohnung und das parallele Indexfondsparen mit 30 oder erst mit 45 beginnt.

Nebeneffekt Vermögensaufbau

Denn wenn das Paar zumindest nach dem Kauf mit 30 im Alter von 35 zusätzlich mit 50 Euro für die Altersvorsorge spart, ergeben sich bei 7 Prozent Rendite und einer Dynamik von 1 Prozent mit 65 Jahren 65.000 Euro Altersvermögen.

Wenn im obigen Finanzierungsbeispiel die beiden mit nach 20 Jahren – also im Alter von 50 – den gesamten Kredit abbezahlt hätten, könnten sie stattdessen von den 375 Euro wegfallender Kreditrate wenigstens 300 Euro in einen weiteren Indexsparplan investieren.

Ergebnis: Zusätzliche 99.500 Euro Vermögen mit 65 – bei 7 Prozent Rendite und 1 Prozent Spardynamik. Insgesamt steht also neben der abbezahlten Wohnung dann ein Vermögen von etwa 165.000 Euro zur Verfügung. Insgesamt ist so jeder, der wie das Paar vorgeht ein Gewinner und nicht ein Verlierer des niedrigen Zinses: Man profitiert vom niedrigen Zins auf Hypothekendarlehen und investiert gleichzeitig in inflationsgeschütze Sachwerte wie Immobilien und Aktienfondsanteile.

Falls wie zu vermuten ist der niedrige Zins früher oder später zu deutlich höheren Inflationsraten führt, weil in Deutschland dadurch das Wirtscahftswachstum zunimmt sowie die Arbeitslosigkeit sinkt, dann ist das Paar von der Inflation doppelt positiv betroffen. Der Wert der Wohnung wird erstens zusätzlich in die Höhe getrieben und zweitens werden die 1600 Aktiengesellschaften im Aktien-Indexfonds ihre Waren und Dienstleistungen wegen der Inflation zu höheren Preisen verkaufen können und somit höhere Gewinne und Kurssteigerungen verzeichnen.

Sparrechner:

http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Baufinanzierungsrechner

https://www.baufi24.de/baufinanzierung-rechner/hypothekenrechner/

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Schäuble, Inflationsschutz und ETF-Sparen

Foto: Michael Grabscheit - pixelio.de

Foto: Michael Grabscheit – pixelio.de

Wohin mit dem Geld, fragen sich viele deutsche Sparer, denen Immobilien zu teuer und Sparbücher zu schlecht verzinst sind. Aktive Aktienfonds und ETFs werden immer noch als Alternativen angepriesen. Soll man jetzt mit ETFs in den Aktienmarkt einsteigen, um sich mit diesen Sachwerten vor Inflation zu schützen? Derzeit hat der DAX beispielsweise gut 20 Prozent Aufwärtspotential, um die alten Höchstkurse zu erreichen. Das könnte zumindest für einen Teileinstieg sprechen, bevor die Kurse den Anlegern davonlaufen und auf die alten Maximalstände steigen.

Weltwirtschaft in besserem Zustand als vermutet

Der Vermögensverwalters GECAM AG sieht die Wirtschaft in einem besseren Zustand als andere mit Studien zeigen würden. Verantwortlich seien nicht mehr zeitgemäße Messmethoden, mit denen die Entwicklung der Weltwirtschaft festgestellt werden. „Die Welt ist im Wandel und das schon seit vielen Jahren. Globalisierung, Digitalisierung und der Wandel von Industrie- zu Dienstleistungsgesellschaften machen es den Volkswirten nicht gerade einfach Schritt zu halten. Viele Messmethoden sind auf klassische Parameter wie Produktion, Investition, Handelsströme usw. geeicht und lassen Wertschöpfungsketten der digitalen Dienstleistungswelt mangels geeigneter Messinstrumenten außen vor.“ Somit wäre die Weltwirtschaft stärker als volkswirtschaftliche Prognosen nahelegen.

Gecam verlautbart daher: „Ganz generell gesagt überschätzen Aktienmärkte die ökonomischen Risiken, während die Rentenmärkte politische Risiken unterschätzen.“ Dies könnten Anleger durchaus als Ermunterung verstehen, Aktienanteile zu kaufen.

Höhere Zinsen gefährden massive andere EU-Länder

Bundesfinanzminister Schäuble und die Deutsche Bundesbank lassen sich offensichtlich in ihrer geldpolitischen Einschätzung stark bevorzugt von der deutschen Binnenperspektive leiten; obwohl die Exportnation Deutschland den globalen Wirtschaftsverflechtungen nicht entkommt. Ebenso wenig scheinen die extrem hohen (Jugend-)Arbeitslosenzahlen in Südeuropa, besonders in Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich, Schäubles Einsicht zu erreichen, dass Deutschlands Sonderkonjunktur nicht der Maßstaab für die EZB sein kann. Selbst wenn die Preissteigerung an den Immobilienmärkten in Deutschland bedenkliche Ausmaße annimmt.

Mit höheren Zinsen würde die EZB die südlichen EU-Staaten mit ihrer hohen Verschuldung und niedrigem Wirtschaftswachstum stark unter Druck setzen – ökonomisch und in der Folge auch sozialpolitisch. Am Ende wären es wohl wieder die deutschen Steuerzahler, die direkt oder indirekt neue Konjunkturprogramme für eine kollabierte Wirtschaft und gefährdete Banken in den EU-Ländern finanzieren müssen. Insofern schadet Schäuble Deutschland selbst mit Forderungen nach einem baldigen Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik. Nebenbei sei erwähnt, dass es eine deutsche Regierung war, die gemeinsam mit Frankreich den Stabilitätspakt von Maastricht ausgehebelt hat.

Wachstumsfreundliche Geldpolitik

Eine stimulierende Geldpolitik mit niedrigen Zinsen hilft trotz Schäubles Widerstand letztlich auch der deutschen Exportwirtschaft. Doch dies will der Finanzminister nicht einsehen. Er wies darauf hin, dass das Maß an Verschuldung und Liquidität an den Finanzmärkten höher als jemals zuvor sei. Da hätte er vor der Finanzkrise besser an den finanziellen Kontrollmechanismen der EU und an der Finanzmarktaufsicht arbeiten sollen.

Gefährden Politiker die Unabhängigkeit von Zentralbanken?

Derzeit droht die Gefahr für eine stabile Geldpolitik langfristig eher von Politikern, die sich wie Schäuble in die Geldpolitik einmischen wollen: „Ich habe gerade zu Jack Lew gesagt, ihr solltet die Federal Reserve ermutigen und wir sollten die Europäische Zentralbank und die Bank of England ermutigen – mit den Amerikanern im Geleitzug – behutsam, aber doch langsam rauszugehen“, äußerte der Finanzminister unter Bezugnahme auf ein Telefonat mit dem US-Finanzminister.

Lassen sich Notenbanken erst einmal in diese Richtung beeinflussen, folgen später Politiker, die ihre Verschuldungspolitik mit Forderungen in die andere Richtung – nach Zinssenkungen – betreiben wollen. Dabei rechnen viele Ökonomen der deutschen Regierung regelmäßig vor, wie groß der Investitionsstau bei Straßen, Brücken, Schienenverkehr sowie in der Bildungspolitik geworden ist. Die schwarze Null scheint somit auf Kosten der nächsten Generation erzwungen worden zu sein.

Inflationsschutz mit rentablen ETFs

Nur um den deutschen Sparbuch- und Kapitallebensversicherungs-Sparern einen Gefallen zu tun, können die Zinsen nicht angehoben werden, ohne einen stärkeren konjunkturellen Einbruch in vielen europäischen Ländern zu riskieren. Im Übrigen verschweigt Schäuble, dass die deutschen Sparer bei höheren Zinsen bei der billionenschweren Verschuldung der Bundesrepublik deutlich stärker belastet würden. Die nächste (Mehrwert)Steuerhöhung könnte damit vorprogrammiert sein. Ohnehin werden Kreditnehmer entlastet. Indexfonds-Sparern kann der Zinssatz ebenfalls egal sein.

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Geldentwertung durch Eurokrise?

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Foto: Lupo – pixelio.de

Wie begründet ist die Angst vieler Bürger vor Geldentwertung wegen der Eurokrise? Nicht zuletzt Griechenland gerät gerade wieder in die Schlagzeilen. Es wird erneut über einen möglichen Schuldenschnitt wegen der Griechenlandkrise diskutiert. Das würde milliardenschwere Verluste für den deutschen Steuerzahler bedeuten. Selbst unabhängig von Griechenland schaffen die Notenbanken weltweit Billionen von neuen Geldern, ohne dass die Wertschöpfung in der realen Wirtschaft auch nur annnähernd entsprechend stark ansteigt. Die traditionelle Lehre der Volkswirtschaft verbindet damit unweigerlich eine zukünftige stärkere Geldentwertung.

Doch wann diese Inflation auf breiter Basis kommt, kann niemand prognostizieren. Die EZB versucht, mit verschiedenen Instrumenten das an die Banken ausgegebene Geld immer wieder einzusammeln. Viele zweifeln daran, dass das langfristig gelingen wird. Einen ersten Eindruck, was steigende Preise bedeuten, gewinnen bisher nur diejenigen, die zum Beispiel wegen Familiennachwuchs in den inzwischen sehr teuer gewordenen Metropolen eine neue Mietwohnung suchen oder sich Wohneigentum kaufen wollen. Weltweit ist ein sehr starker Anstieg der Vermögenspreise am Aktien- und Immobilienmarkt in den letzten Jahren zu verzeichnen gewesen – der Vorbote einer deutlich höheren Inflation auf breiter Front.

Erste Vorboten von Inflation

„Das ist keine vage Vorhersage über die Zukunft, sondern es passiert schon jetzt. Der kanadische Dollar hat seit 2013 25 Prozent an Wert verloren, der australische Dollar 30 Prozent im gleichen Zeitraum. Der Wert des japanischen Yen und des Euro ist gecrashed“, so Casey. Der Dollar sei zwar noch das gesündeste Pferd, aber ebenfalls auf dem Weg zum Schlachthof. „Das sind gigantische Verluste für führende Währungen. Immerhin reden wir nicht von kleinen, volatilen Aktien,“ schreibt der US-Bestsellerautor Doug Casey. Wie wird dieser Wertverlust begründet? In Bezug auf das Einkommen zu gestiegenen Miet- und Immobilienpreisen.

Ich bin kein Freund von Horrorszenarien und habe diese auf den diversen semiprofessionellen Blogs, Internetseiten und in Newslettern Jahre lang nicht ernst genommen. Einige Tatsachen machen jedoch nachdenklich:

„Die führende Papierwährung der Welt – der US-Dollar – wird fast seinen gesamten Wert verlieren. Ich sehe keinen Weg, wie man das vermeiden könnte. Seit die Finanzkrise vor acht Jahren begonnen hat, haben die US-Behörden 3,5 Billionen neue Dollar geschaffen“, schrieb Casey. So viel Geld hat die US-Notenbank seit der Pleite von Lehman Brothers gedruckt. „Im selben Zeitraum hat die US-Regierung neun Billionen Dollar neue Schulden gemacht – also so viel, wie in den vorherigen 232 Jahren in der Geschichte der USA zusammen.“ Die Politiker würden den Bürgern immer weiß machen wollen, dass das keine Konsequenzen haben werde. „Man kann aber nicht innerhalb von acht Jahren die Geldmenge vervierfachen und die Staatsschulden verdoppeln, ohne dass es katastrophale Konsequenzen gibt.“

Implizite Staatsverschuldung kommt noch dazu

Wir können nur hoffen, dass es Notenbankern und Regierungen gelingt, die gegebenenfalls starken Auswüchse und Luftblasen nicht mit einem Platzen zu beenden, sondern mit schrittweisen Konsolidierungsschritten bei der Staatsverschuldung. Deutschland erzielte im öffentlichen Sektor immerhin Überschüsse von knapp 30 Milliarden Euro. Allerdings wird meist nur die explizite Verschuldung von gut 2 Billionen Euro in Deutschland angegeben. Die implizite Verschuldung zu denen beispielsweise die Pensionsansprüche der Beamten und Bundestagsabgeordneten gehören, summieren sich je nach Schätzungen auf 6 Billionen Euro und mehr.

Schutz vor Geldentwertung mit ETFs

Es gibt jedoch einen Ausweg. Kein Bürger wird bis jetzt gezwungen sein Vermögen und die Altersvorsorge auf Papiergeld wie Bausparer, Spareinlagen, Bundesschatzbriefe, Kapitallebensversicherunge und andere zu gründen. Mit ETFs kann man auf Sachwerte setzen und sich ein gutes Stück vor der Entwertung des Papiergeldes schützen. Die übrteuerten Immobilien in den Metropolen bieten keinen Inflationsschutz mehr, sondern es ist ein Wertverlust zu befürchten. In vielen ländlichen Regionen droht den Immobilien hoher Lehrstand, weil die Bevölkerung altert und abnimmt. Somit bleibt für mittel- und langfristigen Vemögensschutz und -aufbau nur der weltweite Aktienmarkt. Die mehr als 1600 Unternehmen im Weltindex MSCI-World werden selbst nach einer Geldentwertung Waren und Dienstleistungen verkaufen, Gewinne machen und somit Wert besitzen.

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Wie funktioniert Wirtschaft und Geldanlage?

Foto: Michael Grabscheit - pixelio.de

Foto: Michael Grabscheit – pixelio.de

Was haben die Panamapapers mit unserem Geldkreislauf zu tun? Und wie hängt das mit dem Vermögensaufbau der Bürger mittels aktiver oder passiver Aktienfonds (ETFs) zusammen? Nun, es fehlen Milliarden an Steuergeldern in allen EU-Ländern. Dringend müssten Investitionen in Infrastruktur und in die Bildung von Kita-Kindern und Schülern getätigt werden. Allein die Politiker begreifen das wohl oft nicht.

Die Gelackmeierten sind am Ende die meisten Bürger. An vielen Punkten steigen für Sie die Kosten, die der Staat nicht selbst auf sich nimmt, weil einige wenige Superreiche ihr Vermögen in Briefkastenfirmen verstecken und dem Fiskus entziehen. So zahlen immer mehr Eltern Schulgeld an privaten Schulen und für das Studium der Kinder im Ausland, weil der Staat diese Angebot nicht selbst in allen Fällen in guter Qualität bereitstellt. Eltern putzen in Extremfällen Kitas und Schulen, führen kleine Renovierungsarbeiten selbst durch. Superreiche machen sich nach Panama oder woanders hin aus dem Staub. Die Mittelschicht trägt die größten Lasten. Solange Politiker weiter versagen bei der Lösung und Finanzierung wichtiger Aufgaben, ist es wichtig für die Menschen, selbst möglichs effektiv eigenes Vermögen aufzubauen. Nur dann können sie dafür zahlen, was ein nur begrenzt funktionierender Staat nicht mehr leistet.

Geldkreislauf und Finanzsystem

Unser Finanzsystem ist unheimlich komplex und verschachtelt geworden. Dabei ist es prinzipiell einfach zu beschreiben wie der Wirtschafts – und Finanzkreislauf funktioniert. Die einen haben Geld. Die anderen benötigen es; entweder um als Firma in Software, Personal oder neue Produktionsanlagen zu investieren. Letztlich geht es darum, wie das Geld von den Sparern zu den Investoren fließt und welche Rendite durch gute oder weniger gute Investitionsentscheidungen erzielt werden. Die Börse ist in diesem Kreislauf eine zwar nicht kurzfristig, jedoch langfristig ausgezeichnete Bewertungsplattform. Nur wer früher oder später Gewinne erzielt, kann mit Kurssteigerungen glänzen. Nicht börsennotierte Unternehmen holen sich Gelder für Investitionen in Deutschland wie meist in ganz Europa überwiegend durch Bankkredite. Die Banken haben die Aufgabe als Vermittler zu entscheiden, welche Firma die Spareinlagen der Bankkunden als Kredite zu welchen Konditionen erhält, oder eben nicht.

Bewertung von Kreditnehmern

Allerdings ist es mitunter schwer, gute von schlechten Firmen zu unterscheiden. Selbst erfahrene Kreditentscheider in Banken, sind nicht davor gefeit mitunter Kredite an Firmen zu vergeben, die später nicht mehr zurückgezahlt werden können. Die wenigsten Bürger denken regelmäßig darüber nach, dass ihr Geld auf dem Sparbuch auf diesem Weg bei Unternehmen „angelegt“ wird; selbst wenn diese Sparer irrtümlicherweise meinen, Aktiengesellschaften und die Börse wären riskant als Anlageziel. Die Entscheidung von Sparbuch-Sparern oder Kapitallebensversicherungs-Sparern, den Aktienmarkt zu meiden, kann das nicht verhindern. Jahrzehntelang funktionierte diese typisch deutsche Form „ein Vermögen zu bilden“ ohne große Ausfälle. Doch im Rahmen der Lehmann-Pleite mussten selbst einige Rentner feststellen, dass die von Sparkassen an Sie verkauften festverzinslichen Lehmann-papiere die größten Teile ihres einmal angesparten Vermögens vernichteten. Warum gehen nun Sparer nicht gleich den direkten Weg zu den Unternehmen, indem Sie direkt in Aktienfonds investieren und so die Zwischenhändlergewinne der Banken für sich einstreichen?

ETF statt Sparbuch

Wären diese Rentner in den weltweiten Aktienmarkt über einen ETF auf den MSCI World investiert gewesen und damit ihr Vermögen weltweit breit auf den Markt von etwa 1600 Aktiengesellschaften verteilt gewesen, wären vorübergehende Verluste nach der Finanzkrise innerhalb weniger Jahre nicht nur ausgeglichen worden. Nein, es wurden danach sogar neue Höchststände erreicht. Durch diesen langfristigen, konstanten Aufwärtstrend an den Börsen hätten selbst Kleinsparer dank ETF-Sparen zehntausende Euro mehr auf dem Depotkonto als Sparbuch-Sparer. Statt etwa 55.000 Euro mit nur 95 Euro monatlich über 30 Jahre (optimistische 3 Prozent Sparbuchverzinsung), kämen bei ETF-Sparer mit den üblichen 7 Prozent Durchschnittsrendite gut 111.000 Euro zusammen. Mit einem Sparrechner kann jeder im Internet seine persönliche Situation nachbilden. Nicht berücksichtigt ist in dieser Rechnung übrigens die aufgrund von langfristigen Gehaltssteigerungen mögliche dynamische Erhöhung der Sparrate, die den Unterschied weiter vergrößert.

Auf Nummer Sicher setzen und Aktienfonds und passive ETFs kaufen

Denn früher oder später landet Ihr Sparbuchgeld doch als Kredit in der Wirtschaft. Nur dass die Banken und die Aktionäre bzw. Eigenkapitalinhaber oder die Banken als Kreditgeber in diesem Geldkreislauf den größten Teil der Gewinne absahnen. Daher ist es für Sie viel sinnvoller, selbst sicherheitsorientiert schrittweise in die Aktienmärkte einzusteigen. Dann machen nicht nur die Superreichen mit ihren Beteiligungen den Reibach, während Sie hoffen müssen, dass die Spareinlagen bei Ihrer Bank abgesichert sind. Angela-Merkel und neben ihr stehend Peere Seinbrück versprachen zwar 2008, als auch in Deutschland viele Bürger einen Bunkrun begannen (was erst viel später bekannt wurde), dass die Bankguthaben der Bürger sicher sind. Auszahlen können, hätte selbst der deutsche Staat die Guthaben zu keinem Zeitpunkt. Ein Psychospielchen also.

Die Panamapapers zeigen nun, dass jahrelang das Ausmaß nicht bekannt war und welche ungeheuren Summen auf den Finanzmärkten kursieren – häufig ohne dafür Steuern gezahlt zu haben oder mit dubioser Herkunft aus „Spenden“ beziehungsweise aus der organisierten (Polit)Kriminalität. Deshalb sollte niemand mehr durch mickrige Sparbuchzinsen die Gewinne der Banken in Deutschland mitfinanzieren, die Briefkastenfirmen für Superreiche eröffnen helfen.

Nachtrag:
In einem Interview der Süddeutschen Zeitung wird die Thematik „Briefkastenfirmen“ sehr gut auf den Punkt gebracht:

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Deshalb ist Vermögensaufbau umso wichtiger

Sreenshot - Der Untergang ist abgesagt - Thomas Straubhaar

Sreenshot – Der Untergang ist abgesagt – Thomas Straubhaar

Das Ende der Arbeit hatte Jeremy Rifkin schon länger (seit 1995) vorhergesagt. Bisher lag er falsch. Richtig ist diese Prophezeiung allenfalls für die geburtenstarken Jahrgänge, die Babyboomer, die ihren Höhepunkt in der Bundesrepublik im Jahr 1964 hatten und somit in etwa 10 Jahren in Ruhestand gehen. Dann möchten sie natürlich ihre Rente beantragen, oder das was noch davon übrig ist. Denn wie soll das Umlagesystem aus einer Zeit von vor mehr als 100 Jahren funktionieren, wenn seine Prämisse einer wachsenden Gesellschaft inzwischen nicht mehr gilt, weil unsere Gesellschaft stark altert? Seit dem Pillenknick mit der auf etwas 1,4 Geburten pro Frau eingebrochenen Geburtenrate Anfang der 70er war das vorhersehbar, nur die Abgeordneten taten so gut wie nichts Konstruktives für den Erhalt eines staatlichen oder privaten Rentensystems.

Drohende Altersarmut durch Rentenkürzung?

Lediglich eine Rentenkürzung – Demographiefaktor genannt – und eine weitestgehend nicht funktionierende stattlich geförderte private Rentenversicherung – Riesterrente tituliert – führten sie ein, die mit ihren in aller Regel sehr hohen Nebenkosten die staatlichen Zuschüsse zu Zuschüssen für die Finanzkonzerne machte, nicht für die Sparer.

Die Alterung und den damit einhergehenden Bevölkerungsrückgang im Rahmen des demographischen Wandels betrachtet Thomas Straubhaar in seinem neuen Buch „Der Untergang ist abgesagt“ mit dem Untertitel „Wider die Mythen des demographischen Wandels“ als relativ wenig besorgniserregend. Optimismus ist war grundsätzlich gut. Jedoch sollte man die zukünftigen Herausforderungen nicht verharmlosen.

Politische Machtverschiebung in der Wählerschaft

Er geht weniger auf die finanziellen Gefahren ein, die dem Rentensystem drohen, und stellt machtpolitische Verschiebungen in der Wählerschaft in den Vordergrund: „Nicht erst in einer fernen Zukunft, sondern heute schon lässt sich in Deutschland gegen die Macht der Älteren keine Politik mehr machen. Wahlsiege und Mehrheiten gibt es nur noch mit und nicht mehr ohne Zustimmung der Senioren. Wer das verkennt, hat in alternden Demokratien keine politische Überlebenschance. Er wird vom lauten, oft schrillen, manchmal gar gehässigen Protest der Grauhaarigen aus dem Amt gemobbt.“

Allerdings übergeht Straubhaar hier wohl das weit verbreitete Interesse der Großeltern an der Zukunft der eigenen Enkel. Für diese fordert er ein aktives Wahlrecht, das deren Eltern ausüben sollten: „Wenn Kinder von Geburt an das aktive Wahlrecht erhalten, werden sie für die heutige Politik interessanter8er). Sie wären dann nicht mehr länger machtlos und müssten ohnmächtig zusehen, wie ungeniert die älter werdende Gesellschaft von heute zu oft und zu weitreichend die Handlungsspielräume kommender Generationen verengt.“ Anschließend verlangt der Autor gegen die sinkenden Geburtenzahlen vorzugehen, indem Einzahlungen in die Rentenkasse von der Anzahl eigener Kinder abhängig gemacht werden. „Wer Kinder hat, soll m Alter eine höhere Rente erhalten als Kinderlose.“

Grundsätzlich will Straubhaar das Potenzial der alternden Gesellschaft besser genutzt wissen und ihre Lebenserfahrung so lange ins Berufsleben einbringen wie irgend möglich. Abschließend konstatiert er dazu, dass die Alterung durch Frühverrentung unnötigerweise zu einem durch die Politik verursachten Problem gemacht worden sei.

Nur kurz weist er auf sehr problematische Entwicklungen hin. Das 2014 beschlossene Rentenpaket (Rente mit 63 aufwachsend mit 65 nach 45 Beitragsjahren) würde jährlich etwa 10 Milliarden zusätzlich kosten oder eine Beitragssatzerhöhung von 0,7 Prozent nach sich ziehen. Weitere Rentenkürzungen scheint er nicht zu befürchten.

Allerdings wurden diese ohnehindeutlich zusammengestrichen. „Für den Standardrentner wird es ungemütlicher“ titelt die FAZ und fährt fort: „Unstrittig ist, dass das Niveau der gesetzlichen Rente von heute 51 Prozent auf 43 Prozent im Jahr 2030 sinken wird. Das bedeutet: Ein „Standardrentner“, der 45 Jahre lang durchschnittlich verdient und Beiträge gezahlt hat, bekommt dann nur noch 43 Prozent des durchschnittlichen Nettoverdienstes aller Beschäftigten.“ Dazu wäre anzumerken, dass es immer wenige Standardrentner gibt, weil die Erwerbsbiographien aufgrund Arbeitslosigkeit, Elternzeit und langer Praktika sowie Teilzeitarbeit und geringfügiger Beschäftigung zunehmend lückenhafter wurden.

Vorsorgerechner und Entnahmeplan kalkulieren

Mit diesem Zinseszinsrechner sollte jeder einmal für sich nachrechnen wie man welche Beträge bei welchen Zinssätzen für Sparbuch, Bausparer oder Aktienfonds (6-8 Prozent langfristig) anspart.

Mit dem Entnahmeplan-Rechner sollte parallel kalkuliert werden, wie lange oder in welcher Höhe eine Zusatzrente bei unterschiedlichen Zinsen und einem bestimmte Kapital ausreicht.

Im Ergebnis sollte sich jeder schnell zu einer fundierten Altersvorsorgestrategie entscheiden.

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