Mit Eigenheim und ETF Altersarmut vorbeugen

638729_web_R_K_B_by_Lupo_pixelio.deWas soll ein junges Paar machen, wenn es von drohender Altersarmut und Niedrigstzinsen auf Sparbuch, Bausparer, Bundesschatzbriefe und Kapitallebensversicherungen liest? Angenommen, das Paar lebt wie die große Mehrheit der Deutschen nicht in den Metropolen des Landes, in denen die Immobilienpreise explodiert sind. Dann hätte es die Möglichkeit durchaus eine Dreizimmerwohnung um die 100.000 Euro zu kaufen. Das würde den beiden Berufstätigen inklusive Zins und Tilgung monatlich selbst bei einer Vollfinanzierung nur 375 Euro kosten. Bei einer Kreditaufnahme von 105.000, 15 Jahre Zinsgarantie (mit gesetzlichem Kündigungsrecht nach 10 Jahren).

Schutz vor zukünftigen Zinssteigerungen

Allein die Kaltmiete macht in ländlichen Regionen für eine Dreizimmerwohnung häufig 100 Euro mehr aus, beträgt demnach etwa 475 Euro; vor allem darf man nicht vergessen, dass die Kaltmiete im Laufe der Jahre angehoben werden wird. Im Falle eines Kaufs einer Wohnung mit garantiertem Zins wirkt diese Zinsgarantie wie ein Mieterhöhungsschutz für mindestens 15 Jahre. Danach könnte theoretisch die Monatsrate steigen, wenn sowohl der Kreditzins höher ist und gleichzeitig nur sehr wenig vom Kreditbetrag nach 15 Jahren getilgt wurde. Doch auch erhöhte Kreditraten nach Ablauf der Zinsfestschreibung lassen sich vermeiden.

Nach 15 Jahren bliebe in unserem Finanzierungsbeispiel bei einer normalen Tilgungsrate von 2 Prozent noch eine Restschuld von etwa 67.500 Euro übrig. Der Wert der nicht überteuert gekauften Immobilie ist dann ohnehin nach menschlichem Ermessen gestiegen. Denn die Handwerker werden in 15 Jahren zum Bau einer Wohnung sicherlich mehr berechnen, weil die Fachkräfte angesichts des demographischen Wandels mehr verdienen – zurecht.

Gleichzeitig kann die Sicherheit der Finanzierung erhöht werden, indem das Paar langfristig über die 15 Jahre hinweg monatlich 150 Euro in einen kostengünstigen und sehr risikoarmen – weil weltweit in 1600 Aktienfirmen investierenden – Indexfonds anspart; und die Sparrate jährlich geringfügig um 1 Prozent dynamisch erhöht; entsprechend der zum Glück im Unterschied zur Vergangenheit wieder kommenden Lohnerhöhungen.

Lohn für Sparer: Mietfreiheit, Schuldenfreiheit

und Inflationsschutz

Bei einer normalen Renditeannahme von 7 Prozent – wie in der Vergangenheit üblich – ergeben sich nach 15 Jahren knapp 50.000 Euro auf dem Wertpapierdepot. Mitunter lag die Durchschnittsrendite auch bei 8 oder 9 Prozent. Von der Restschuld von 67.500 Euro aus dem Kredit verblieben so nur noch gut 17.000 Euro übrig. Vor allem aber eine mietfreie Dreizimmerwohnung, der weder eine durch Eurokrise und Geld druckende Notenbanken erhöhte Inflation etwas anhaben kann; noch ein Vermieter, der im Rahmen der allgemeinen Teuerungsrate regelmäßig die Miete erhöhen kann. Die Restschuld von 17.000 Euro kann man laut Volltilgungsrechnung mit einer Kreditrate von 300,05 Euro bei einem Zinssatz von 2,88 Prozent in 5 Jahren komplett abbezahlen. Nach 20 Jahren wäre man somit schuldenfrei.

Nicht zuletzt müssen die beiden als Eigenheimbesitzer im Alter von der Rente nichts für die Miete beiseite legen. Viele übersehen, dass dies eine gute Altersvorsorge darstellt, weil mit dem Renteneintrittsalter ebenso wenig die Kreditraten anfallen, wenn man den Kredit vorher abbezahlt. Daher spielt es eine nicht unerhebliche Rolle ob der Kauf einer Wohnung und das parallele Indexfondsparen mit 30 oder erst mit 45 beginnt.

Nebeneffekt Vermögensaufbau

Denn wenn das Paar zumindest nach dem Kauf mit 30 im Alter von 35 zusätzlich mit 50 Euro für die Altersvorsorge spart, ergeben sich bei 7 Prozent Rendite und einer Dynamik von 1 Prozent mit 65 Jahren 65.000 Euro Altersvermögen.

Wenn im obigen Finanzierungsbeispiel die beiden mit nach 20 Jahren – also im Alter von 50 – den gesamten Kredit abbezahlt hätten, könnten sie stattdessen von den 375 Euro wegfallender Kreditrate wenigstens 300 Euro in einen weiteren Indexsparplan investieren.

Ergebnis: Zusätzliche 99.500 Euro Vermögen mit 65 – bei 7 Prozent Rendite und 1 Prozent Spardynamik. Insgesamt steht also neben der abbezahlten Wohnung dann ein Vermögen von etwa 165.000 Euro zur Verfügung. Insgesamt ist so jeder, der wie das Paar vorgeht ein Gewinner und nicht ein Verlierer des niedrigen Zinses: Man profitiert vom niedrigen Zins auf Hypothekendarlehen und investiert gleichzeitig in inflationsgeschütze Sachwerte wie Immobilien und Aktienfondsanteile.

Falls wie zu vermuten ist der niedrige Zins früher oder später zu deutlich höheren Inflationsraten führt, weil in Deutschland dadurch das Wirtscahftswachstum zunimmt sowie die Arbeitslosigkeit sinkt, dann ist das Paar von der Inflation doppelt positiv betroffen. Der Wert der Wohnung wird erstens zusätzlich in die Höhe getrieben und zweitens werden die 1600 Aktiengesellschaften im Aktien-Indexfonds ihre Waren und Dienstleistungen wegen der Inflation zu höheren Preisen verkaufen können und somit höhere Gewinne und Kurssteigerungen verzeichnen.

Sparrechner:

http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Baufinanzierungsrechner

https://www.baufi24.de/baufinanzierung-rechner/hypothekenrechner/

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Schäuble, Inflationsschutz und ETF-Sparen

Foto: Michael Grabscheit - pixelio.de

Foto: Michael Grabscheit – pixelio.de

Wohin mit dem Geld, fragen sich viele deutsche Sparer, denen Immobilien zu teuer und Sparbücher zu schlecht verzinst sind. Aktive Aktienfonds und ETFs werden immer noch als Alternativen angepriesen. Soll man jetzt mit ETFs in den Aktienmarkt einsteigen, um sich mit diesen Sachwerten vor Inflation zu schützen? Derzeit hat der DAX beispielsweise gut 20 Prozent Aufwärtspotential, um die alten Höchstkurse zu erreichen. Das könnte zumindest für einen Teileinstieg sprechen, bevor die Kurse den Anlegern davonlaufen und auf die alten Maximalstände steigen.

Weltwirtschaft in besserem Zustand als vermutet

Der Vermögensverwalters GECAM AG sieht die Wirtschaft in einem besseren Zustand als andere mit Studien zeigen würden. Verantwortlich seien nicht mehr zeitgemäße Messmethoden, mit denen die Entwicklung der Weltwirtschaft festgestellt werden. “Die Welt ist im Wandel und das schon seit vielen Jahren. Globalisierung, Digitalisierung und der Wandel von Industrie- zu Dienstleistungsgesellschaften machen es den Volkswirten nicht gerade einfach Schritt zu halten. Viele Messmethoden sind auf klassische Parameter wie Produktion, Investition, Handelsströme usw. geeicht und lassen Wertschöpfungsketten der digitalen Dienstleistungswelt mangels geeigneter Messinstrumenten außen vor.” Somit wäre die Weltwirtschaft stärker als volkswirtschaftliche Prognosen nahelegen.

Gecam verlautbart daher: „Ganz generell gesagt überschätzen Aktienmärkte die ökonomischen Risiken, während die Rentenmärkte politische Risiken unterschätzen.“ Dies könnten Anleger durchaus als Ermunterung verstehen, Aktienanteile zu kaufen.

Höhere Zinsen gefährden massive andere EU-Länder

Bundesfinanzminister Schäuble und die Deutsche Bundesbank lassen sich offensichtlich in ihrer geldpolitischen Einschätzung stark bevorzugt von der deutschen Binnenperspektive leiten; obwohl die Exportnation Deutschland den globalen Wirtschaftsverflechtungen nicht entkommt. Ebenso wenig scheinen die extrem hohen (Jugend-)Arbeitslosenzahlen in Südeuropa, besonders in Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich, Schäubles Einsicht zu erreichen, dass Deutschlands Sonderkonjunktur nicht der Maßstaab für die EZB sein kann. Selbst wenn die Preissteigerung an den Immobilienmärkten in Deutschland bedenkliche Ausmaße annimmt.

Mit höheren Zinsen würde die EZB die südlichen EU-Staaten mit ihrer hohen Verschuldung und niedrigem Wirtschaftswachstum stark unter Druck setzen – ökonomisch und in der Folge auch sozialpolitisch. Am Ende wären es wohl wieder die deutschen Steuerzahler, die direkt oder indirekt neue Konjunkturprogramme für eine kollabierte Wirtschaft und gefährdete Banken in den EU-Ländern finanzieren müssen. Insofern schadet Schäuble Deutschland selbst mit Forderungen nach einem baldigen Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik. Nebenbei sei erwähnt, dass es eine deutsche Regierung war, die gemeinsam mit Frankreich den Stabilitätspakt von Maastricht ausgehebelt hat.

Wachstumsfreundliche Geldpolitik

Eine stimulierende Geldpolitik mit niedrigen Zinsen hilft trotz Schäubles Widerstand letztlich auch der deutschen Exportwirtschaft. Doch dies will der Finanzminister nicht einsehen. Er wies darauf hin, dass das Maß an Verschuldung und Liquidität an den Finanzmärkten höher als jemals zuvor sei. Da hätte er vor der Finanzkrise besser an den finanziellen Kontrollmechanismen der EU und an der Finanzmarktaufsicht arbeiten sollen.

Gefährden Politiker die Unabhängigkeit von Zentralbanken?

Derzeit droht die Gefahr für eine stabile Geldpolitik langfristig eher von Politikern, die sich wie Schäuble in die Geldpolitik einmischen wollen: “Ich habe gerade zu Jack Lew gesagt, ihr solltet die Federal Reserve ermutigen und wir sollten die Europäische Zentralbank und die Bank of England ermutigen – mit den Amerikanern im Geleitzug – behutsam, aber doch langsam rauszugehen”, äußerte der Finanzminister unter Bezugnahme auf ein Telefonat mit dem US-Finanzminister.

Lassen sich Notenbanken erst einmal in diese Richtung beeinflussen, folgen später Politiker, die ihre Verschuldungspolitik mit Forderungen in die andere Richtung – nach Zinssenkungen – betreiben wollen. Dabei rechnen viele Ökonomen der deutschen Regierung regelmäßig vor, wie groß der Investitionsstau bei Straßen, Brücken, Schienenverkehr sowie in der Bildungspolitik geworden ist. Die schwarze Null scheint somit auf Kosten der nächsten Generation erzwungen worden zu sein.

Inflationsschutz mit rentablen ETFs

Nur um den deutschen Sparbuch- und Kapitallebensversicherungs-Sparern einen Gefallen zu tun, können die Zinsen nicht angehoben werden, ohne einen stärkeren konjunkturellen Einbruch in vielen europäischen Ländern zu riskieren. Im Übrigen verschweigt Schäuble, dass die deutschen Sparer bei höheren Zinsen bei der billionenschweren Verschuldung der Bundesrepublik deutlich stärker belastet würden. Die nächste (Mehrwert)Steuerhöhung könnte damit vorprogrammiert sein. Ohnehin werden Kreditnehmer entlastet. Indexfonds-Sparern kann der Zinssatz ebenfalls egal sein.

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Geldentwertung durch Eurokrise?

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Foto: Lupo – pixelio.de

Wie begründet ist die Angst vieler Bürger vor Geldentwertung wegen der Eurokrise? Nicht zuletzt Griechenland gerät gerade wieder in die Schlagzeilen. Es wird erneut über einen möglichen Schuldenschnitt wegen der Griechenlandkrise diskutiert. Das würde milliardenschwere Verluste für den deutschen Steuerzahler bedeuten. Selbst unabhängig von Griechenland schaffen die Notenbanken weltweit Billionen von neuen Geldern, ohne dass die Wertschöpfung in der realen Wirtschaft auch nur annnähernd entsprechend stark ansteigt. Die traditionelle Lehre der Volkswirtschaft verbindet damit unweigerlich eine zukünftige stärkere Geldentwertung.

Doch wann diese Inflation auf breiter Basis kommt, kann niemand prognostizieren. Die EZB versucht, mit verschiedenen Instrumenten das an die Banken ausgegebene Geld immer wieder einzusammeln. Viele zweifeln daran, dass das langfristig gelingen wird. Einen ersten Eindruck, was steigende Preise bedeuten, gewinnen bisher nur diejenigen, die zum Beispiel wegen Familiennachwuchs in den inzwischen sehr teuer gewordenen Metropolen eine neue Mietwohnung suchen oder sich Wohneigentum kaufen wollen. Weltweit ist ein sehr starker Anstieg der Vermögenspreise am Aktien- und Immobilienmarkt in den letzten Jahren zu verzeichnen gewesen – der Vorbote einer deutlich höheren Inflation auf breiter Front.

Erste Vorboten von Inflation

„Das ist keine vage Vorhersage über die Zukunft, sondern es passiert schon jetzt. Der kanadische Dollar hat seit 2013 25 Prozent an Wert verloren, der australische Dollar 30 Prozent im gleichen Zeitraum. Der Wert des japanischen Yen und des Euro ist gecrashed“, so Casey. Der Dollar sei zwar noch das gesündeste Pferd, aber ebenfalls auf dem Weg zum Schlachthof. „Das sind gigantische Verluste für führende Währungen. Immerhin reden wir nicht von kleinen, volatilen Aktien,“ schreibt der US-Bestsellerautor Doug Casey. Wie wird dieser Wertverlust begründet? In Bezug auf das Einkommen zu gestiegenen Miet- und Immobilienpreisen.

Ich bin kein Freund von Horrorszenarien und habe diese auf den diversen semiprofessionellen Blogs, Internetseiten und in Newslettern Jahre lang nicht ernst genommen. Einige Tatsachen machen jedoch nachdenklich:

„Die führende Papierwährung der Welt – der US-Dollar – wird fast seinen gesamten Wert verlieren. Ich sehe keinen Weg, wie man das vermeiden könnte. Seit die Finanzkrise vor acht Jahren begonnen hat, haben die US-Behörden 3,5 Billionen neue Dollar geschaffen“, schrieb Casey. So viel Geld hat die US-Notenbank seit der Pleite von Lehman Brothers gedruckt. „Im selben Zeitraum hat die US-Regierung neun Billionen Dollar neue Schulden gemacht – also so viel, wie in den vorherigen 232 Jahren in der Geschichte der USA zusammen.“ Die Politiker würden den Bürgern immer weiß machen wollen, dass das keine Konsequenzen haben werde. „Man kann aber nicht innerhalb von acht Jahren die Geldmenge vervierfachen und die Staatsschulden verdoppeln, ohne dass es katastrophale Konsequenzen gibt.”

Implizite Staatsverschuldung kommt noch dazu

Wir können nur hoffen, dass es Notenbankern und Regierungen gelingt, die gegebenenfalls starken Auswüchse und Luftblasen nicht mit einem Platzen zu beenden, sondern mit schrittweisen Konsolidierungsschritten bei der Staatsverschuldung. Deutschland erzielte im öffentlichen Sektor immerhin Überschüsse von knapp 30 Milliarden Euro. Allerdings wird meist nur die explizite Verschuldung von gut 2 Billionen Euro in Deutschland angegeben. Die implizite Verschuldung zu denen beispielsweise die Pensionsansprüche der Beamten und Bundestagsabgeordneten gehören, summieren sich je nach Schätzungen auf 6 Billionen Euro und mehr.

Schutz vor Geldentwertung mit ETFs

Es gibt jedoch einen Ausweg. Kein Bürger wird bis jetzt gezwungen sein Vermögen und die Altersvorsorge auf Papiergeld wie Bausparer, Spareinlagen, Bundesschatzbriefe, Kapitallebensversicherunge und andere zu gründen. Mit ETFs kann man auf Sachwerte setzen und sich ein gutes Stück vor der Entwertung des Papiergeldes schützen. Die übrteuerten Immobilien in den Metropolen bieten keinen Inflationsschutz mehr, sondern es ist ein Wertverlust zu befürchten. In vielen ländlichen Regionen droht den Immobilien hoher Lehrstand, weil die Bevölkerung altert und abnimmt. Somit bleibt für mittel- und langfristigen Vemögensschutz und -aufbau nur der weltweite Aktienmarkt. Die mehr als 1600 Unternehmen im Weltindex MSCI-World werden selbst nach einer Geldentwertung Waren und Dienstleistungen verkaufen, Gewinne machen und somit Wert besitzen.

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Deshalb ist Vermögensaufbau umso wichtiger

Sreenshot - Der Untergang ist abgesagt - Thomas Straubhaar

Sreenshot – Der Untergang ist abgesagt – Thomas Straubhaar

Das Ende der Arbeit hatte Jeremy Rifkin schon länger (seit 1995) vorhergesagt. Bisher lag er falsch. Richtig ist diese Prophezeiung allenfalls für die geburtenstarken Jahrgänge, die Babyboomer, die ihren Höhepunkt in der Bundesrepublik im Jahr 1964 hatten und somit in etwa 10 Jahren in Ruhestand gehen. Dann möchten sie natürlich ihre Rente beantragen, oder das was noch davon übrig ist. Denn wie soll das Umlagesystem aus einer Zeit von vor mehr als 100 Jahren funktionieren, wenn seine Prämisse einer wachsenden Gesellschaft inzwischen nicht mehr gilt, weil unsere Gesellschaft stark altert? Seit dem Pillenknick mit der auf etwas 1,4 Geburten pro Frau eingebrochenen Geburtenrate Anfang der 70er war das vorhersehbar, nur die Abgeordneten taten so gut wie nichts Konstruktives für den Erhalt eines staatlichen oder privaten Rentensystems.

Drohende Altersarmut durch Rentenkürzung?

Lediglich eine Rentenkürzung – Demographiefaktor genannt – und eine weitestgehend nicht funktionierende stattlich geförderte private Rentenversicherung – Riesterrente tituliert – führten sie ein, die mit ihren in aller Regel sehr hohen Nebenkosten die staatlichen Zuschüsse zu Zuschüssen für die Finanzkonzerne machte, nicht für die Sparer.

Die Alterung und den damit einhergehenden Bevölkerungsrückgang im Rahmen des demographischen Wandels betrachtet Thomas Straubhaar in seinem neuen Buch “Der Untergang ist abgesagt” mit dem Untertitel “Wider die Mythen des demographischen Wandels” als relativ wenig besorgniserregend. Optimismus ist war grundsätzlich gut. Jedoch sollte man die zukünftigen Herausforderungen nicht verharmlosen.

Politische Machtverschiebung in der Wählerschaft

Er geht weniger auf die finanziellen Gefahren ein, die dem Rentensystem drohen, und stellt machtpolitische Verschiebungen in der Wählerschaft in den Vordergrund: “Nicht erst in einer fernen Zukunft, sondern heute schon lässt sich in Deutschland gegen die Macht der Älteren keine Politik mehr machen. Wahlsiege und Mehrheiten gibt es nur noch mit und nicht mehr ohne Zustimmung der Senioren. Wer das verkennt, hat in alternden Demokratien keine politische Überlebenschance. Er wird vom lauten, oft schrillen, manchmal gar gehässigen Protest der Grauhaarigen aus dem Amt gemobbt.”

Allerdings übergeht Straubhaar hier wohl das weit verbreitete Interesse der Großeltern an der Zukunft der eigenen Enkel. Für diese fordert er ein aktives Wahlrecht, das deren Eltern ausüben sollten: “Wenn Kinder von Geburt an das aktive Wahlrecht erhalten, werden sie für die heutige Politik interessanter8er). Sie wären dann nicht mehr länger machtlos und müssten ohnmächtig zusehen, wie ungeniert die älter werdende Gesellschaft von heute zu oft und zu weitreichend die Handlungsspielräume kommender Generationen verengt.” Anschließend verlangt der Autor gegen die sinkenden Geburtenzahlen vorzugehen, indem Einzahlungen in die Rentenkasse von der Anzahl eigener Kinder abhängig gemacht werden. “Wer Kinder hat, soll m Alter eine höhere Rente erhalten als Kinderlose.”

Grundsätzlich will Straubhaar das Potenzial der alternden Gesellschaft besser genutzt wissen und ihre Lebenserfahrung so lange ins Berufsleben einbringen wie irgend möglich. Abschließend konstatiert er dazu, dass die Alterung durch Frühverrentung unnötigerweise zu einem durch die Politik verursachten Problem gemacht worden sei.

Nur kurz weist er auf sehr problematische Entwicklungen hin. Das 2014 beschlossene Rentenpaket (Rente mit 63 aufwachsend mit 65 nach 45 Beitragsjahren) würde jährlich etwa 10 Milliarden zusätzlich kosten oder eine Beitragssatzerhöhung von 0,7 Prozent nach sich ziehen. Weitere Rentenkürzungen scheint er nicht zu befürchten.

Allerdings wurden diese ohnehindeutlich zusammengestrichen. “Für den Standardrentner wird es ungemütlicher” titelt die FAZ und fährt fort: “Unstrittig ist, dass das Niveau der gesetzlichen Rente von heute 51 Prozent auf 43 Prozent im Jahr 2030 sinken wird. Das bedeutet: Ein „Standardrentner“, der 45 Jahre lang durchschnittlich verdient und Beiträge gezahlt hat, bekommt dann nur noch 43 Prozent des durchschnittlichen Nettoverdienstes aller Beschäftigten.” Dazu wäre anzumerken, dass es immer wenige Standardrentner gibt, weil die Erwerbsbiographien aufgrund Arbeitslosigkeit, Elternzeit und langer Praktika sowie Teilzeitarbeit und geringfügiger Beschäftigung zunehmend lückenhafter wurden.

Vorsorgerechner und Entnahmeplan kalkulieren

Mit diesem Zinseszinsrechner sollte jeder einmal für sich nachrechnen wie man welche Beträge bei welchen Zinssätzen für Sparbuch, Bausparer oder Aktienfonds (6-8 Prozent langfristig) anspart.

Mit dem Entnahmeplan-Rechner sollte parallel kalkuliert werden, wie lange oder in welcher Höhe eine Zusatzrente bei unterschiedlichen Zinsen und einem bestimmte Kapital ausreicht.

Im Ergebnis sollte sich jeder schnell zu einer fundierten Altersvorsorgestrategie entscheiden.

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Überbewertet – Warum bieten Immobilien weniger Rendite als Aktien?

Foto: Lupo, Pixelio.de

Foto: Lupo, Pixelio.de

Auf dem Weg zur eigenen finanziellen Freiheit gibt es einige Stolpersteine, die das Erreichen des Ziels verzögern können. Einer der Stolpersteine sind scheinbar die wiederkehrenden Kurseinbrüche an den Aktienmärkten. Dabei vergessen viele, dass durch die Kurseinbrüchen und Käufe danach, der Vermögensaufbau sogar beschleunigt wird. Allerdings nur dann, wenn Anleger gut auf solche Situationen vorbereitet sind und sich die richtige psychologische Einstellung für die Börse angeeignet haben.

Wann sind Märkte überbewertet?

Doch wie erkennt man eine Überbewertung von Immobilien oder Aktienmärkten? Bei Immobilien erkennen Käufer eine Überbewertung eventuell. an der Differenz zwischen Herstellungs beziehungsweise Kaufkosten und derzeitigem Marktpreis. Dabei ist auch die Lage mitentscheidend. Natürlich ist es nicht das gleiche, ob man am Standort Unter den Linden in Berlin oder in der Pampa in Vorpommern Immobilieneigentum erwirbt. Ein bestimmtes Mehrfaches der Jahreskaltmiete besitzt übrigens nicht immer genügend Aussagekraft. Denn so wie die Gewinne von Aktiengesellschaften ändern sich auch die Mietpreise, je nach Bevölkerungsrückgang, nach innerdeutscher Migration, nach Modeerscheinungen, welcher Stadtteil oder welche Stadt gerade attraktiv ist. Noch mehr könnten Migrationmoden eine Rolle spielen, sobald die Babyboomer in Ruhestand gehen und sich nicht selten weitestgehend ungebunden einen attraktiven aber preisgünstigen Wohnort in Deutschland aussuchen. Ähnliches kann durch die Digitalisierung und zunehmen ortsunabhängige Arbeitsplätze der Fall sein. Wann fangen zum Beispiel Arbeitgeber in München, Hamburg und anderswo an, im Kampf um junge Fachkräfte und deren Familien Zweigniederlassungen in preiswerten Mittelstädten zu errichten, wo sich auch junge Familien Immobilieneigentum mit Grün leisten können? Auch so eine Bewegung könnte Immobilienstandorte stark verändern. Wo jetzt akuter Wohnungsmangel herrscht, könnte in einigen Jahren ein Überangebot und Preisverfall entstehen, nachdem einige zu Märchenpreisen gekauft haben. Wer dann seine Immobilien verkaufen will, bevor eine Preisblase platzt muss sich schon sehr beeilen. Aktienfonds sind hingegen viel leichter und in Teilen börsentäglich in Liquidität wandelbar.

 

Demographische Entwicklung beim Immobilienerwerb beachten

Die entscheidende Frage sollte beim Immobilienkauf somit lauten: Wer will eine bestimmte Immobilie in dieser Lage in 10 oder 20 Jahren kaufen oder dort wohnen: Und wie ist die Angebots-Nachfragesituation (Bevölkerungsrückgang) in diesem Stadtteil? Bei einzelnen Aktien sind Investoren zudem abhängig von Managemententscheidungen, von Konkurrenzunternehmen oder von disruptiven Innovationen, die andere Geschäftsmodelle zerstören können. Verdrängt das Elektro-Auto den Diesel? Wäre dann nicht eher Tesla statt Daimler empfehlenswert. Die zahlreichen nicht gut prognostizierbaren Einflüsse sprechen dafür, dass ein Anleger weder selbst Einzelaktien kauft, noch einem Aktienfondsmanager den größten Teil seines Geldes anvertraut. Nicht jeder Fondsmanager hat rechtzeitig erkannt, dass die über Jahrzehnte sehr soliden Versorger nach der Energiewende und mit den neuen dezentralen Stromerzeugern früher oder später ihr Geschäfsmodell verlieren. Plötzlich taten alle überrascht, als Eon verkündete, alle konventionellen Kraftwerke in eine Tochtergesellschaft auszugliedern und im Kern nur mit erneuerbaren Energieträgern zu arbeiten.

Banken und Versicherer fühlen sich zunehmend von den Fintechs und der Digitalisierung bedroht. Ein Blick auf die amerikanischen Banken würde zeigen, dass dort bereits auch aus diesem Grund viele zehntausende Arbeitsplätze abgebaut wurden.

Überbewertung erkennen und trotzdem teilweise investiert bleiben

Es ist wiederholt geschehen, dass die prognostizierten Kursgewinne von den Unternehmen nicht realisiert werden konnten und zurückgenommen wurden. Mit der gravierenden Konsequenz, dass die Aktiengesellschaften wie auch der gesamte Markt dadurch ein deutlich höheres KGV aufwiesen als es vielleicht ohnehin schon der Fall war. Plötzlich standen die Marktteilnehmer vor der Situation, entscheiden zu müssen, ob sie – vielleicht mit einer psychologisch relevanten Masse zusammen – Wertpapiere in größeren Mengen verkaufen mussten oder wollten, um Gewinne mitzunehmen und für den Fall eines Kurseinbruches mit einem blauen Auge davonzukommen; beziehungsweise erachteten sie es für sinnvoll, ausreichend Liquidität aufzubauen, um zu günstigeren Kursen später wieder einsteigen zu oder als Fondsmanager den flüchtenden Anlegern das Geld ohne Panikverkäufe tätigen zu müssen, auszahlen zu können.

Shiller-KGV als Kennziffer und Warnung

“Das Shiller-KGV; ein inflationsbereinigtes Kurs-Gewinn-Verhältnis ist aussagekräftiger als das übliche KGV. Dessen durchschnittlicher Wert der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen zwischen 1881 und 2015 liegt bei 17; im Juli erreichten die S&P-500-Aktien einen Mittelwert von 27. Es stimmt: Vor dem Platzen der Internetblase hatten wir ein Shiller-KGV von 44. Dennoch: Über 27 lag der Wert erst wenige Male. Unter anderem 1929, 2000 und 2007,” erklärt hier der Nobelpreisträger, der das Shiller-KGV entwickelte, persönlich. Robert Shiller ist unter außerdem bekannt für den von ihm mitentwickelten Case-Shiller-Index, der die Entwicklung am Immobilienmarkt einschätzt. Er zählt zu den geistigen Vätern der Behavioral Finance, der Analyse des Anlegerverhaltens unter Einbeziehung von Irrationalität, Herden- und Spieltrieb. Dennoch fällt es sicher auch ihm schwer, die genaue Woche oder auch nur den Monat zu benennen, in dem Investoren aussteigen sollten, bevor der irrationale Kursanstieg zu einem meist irrationalen Kurseinbruch führt.

Fondsmanager können einem daher leid tun: Denn wie aus der Branche zu hören ist stehen die Vorstände einer Gesellschaft sehr schnell bei den Fondsmanagern auf der Matte und üben Druck aus, wenn ein Marktaufschwung oder ein Marktabschwung von den Fondsmanagern mit zu wenig oder zu viel Liquidität nicht mitgemacht wird bzw. bei abstürzenden Märkten nicht „rechtzeitig“ verkauft wurde. Unabhängig davon unterliegen auch Fondsmanager dem Herdentrieb ihrer Kollegen. Nicht zu vergessen: Sie hantieren nicht mit dem eigenen Geld, sondern dem Geld anderer Leute.

Dahinter steht der Druck, als Fondsgesellschaft nicht schlechter als der Markt und die Konkurrenz dastehen zu wollen. Doch gerade das gelingt je nach Quelle 80 bis 90 Prozent der Fondsmanagern nicht. Dabei zeigt die Statistik, dass ein kompletter Ausstieg aus dem Aktienmarkt kaum sinnvoll ist. Denn direkt nach Kurseinbrüchen folgten meist in kurzen Abständen die wenigen aber entscheidenden Tage mit hohen Kursgewinnen. Genau diese Tage fehlen den Investoren, die panikartig zu früh verkauft haben, um überhaupt so gut wie der Markt abzuschneiden. Stattdessen sollten investoren den Hold-and-Buy-Ansatz verfolgen; allenfalls einen Teil von scheinbar überbewerteten Märkten könnten Anleger in anderen Regionen in ETFs investieren. Eher also möglichst mit niedrigen Gebühren switchen statt aussteigen. Ansonsten gilt das Sprichwort: „Ständig hin und her macht die Taschen leer.“ Es fallen bei aktive Fonds zu hohe Transaktionskosten an, zumal wenn der Kauf in Filialbanken stattfindet.

Selbstentscheider setzen auf Buy-and-Hold oder auf Buy-and-Switch

Aber als Privatanleger, der selbst entscheidet, kann jeder dieser Konsequenz entgehen, indem er auf Indexfonds (ETFs) setzt, oder gleich einige der wenig guten Smart-Beta-EFTs – auch Faktor-ETFs – genannt auswählt. Diese setzen auf Indizes, die durch einige Faktoren beeinflusst von potentiell schlechteren Aktiengesellschaften „bereinigt“ werden sollen.

Bei einem Indexfonds z.B. auf den MSCI World ist der Anleger in ca. 1600 Aktien investiert, hat somit eine sehr breite Risikostreuung und kann dann noch geringere Teile – vielleicht im Laufe der Jahre – in einige weitere Einzelaktien oder regionalere ETFs (Wachstumsmärkte) verteilen.

Bei zeitlich schrittweisem Investieren spielt zwischenzeitliche Überbewertung keine große Rolle, weil Aktienmärkte mittel- und langfristig im Unterschied zu Immobilien deutlich über der Inflationsrate liegen. Wichtig ist es dabei, nicht erst dann Aktienfonds zu kaufen, wenn schon ein langer Aufschwung stattgefunden hat oder zumindest in den jeweils richtigen Intervallen schrittweise zu kaufen. Kursrückschläge in einzelnen Ländern – ab 20 % vom Höchststand – laden zu einem schrittweisen, mittel- bis langfristigen Investment ein.

Ein Indexfonds enthält immer auch Wachstums- und Innovationsaktien wie Amazon, Ebay, Google und andere. Immobilien werden zum einen meist als Ganzes (nicht als Immobilienfonds schrittweise) gekauft und bieten im Vergleich zu Technologieanteilen der Indexfonds eher wenig Wachstums- und Innovationspotential. Wohl der entscheidende Grund für die deutlich niedrigere Rendite von Immobilien. Doch das muss der sicherheitsorientierte Anleger erst einmal in seinen Kopf hinein bekommen, um richtig zu sparen. Ansonsten setzt auch in Zukunft etwa 90 Prozent der Bevölkerung mit der falschen psychischen Sparneigung auf das falsche Pferd und vergeigen den eigenen Vermögensaufbau. Um diese richtigen Einstellung zu erlangen, kann nur unabhängiges Finanzcoaching empfohlen werden.
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Immobilienfinanzierung mit ETFs und Aktienfonds

Vorsicht. Es grassiert seit einigen Jahren die Angst vor Inflation oder dem Zusammenbruch des Euroraums. Diese Angst treibt viele in Immobilien, die sie meist zum großen Teil finanzieren. Angesichts der niedrigen Zinsen fällt das den Immobilieninvestoren nicht schwer. Selbst eine 100 Prozent-Finanzierung wäre bei vielen Banken nicht das Problem, wenn das Einkommen stimmt. Aber es kommt hier auf den Quadratmeterpreis an, weil in vielen Bezirken Berlins und anderer Metropolen in Deutschland Wohnungen nach den Preisanstiegen der letzten Jahre sehr teuer sind. Vor allem sollten sich Immobilienkäufer einmal über die demographische Entwicklung genauer Informieren.

Überteuerte Wohnimmobilien in Berlin und anderen Großstädten

Diese beiden Faktoren lassen viele Eigentumswohnungen in Berlin und anderen Großstädten wahrscheinlich zum Verlustgeschäft werden – vor allem im Vergleich zu mittel und langfristigen ETF- oder Aktienfondsinvestments (aktive Aktienfonds). Natürlich kann man sich bei einer Immobilienfinanzierung auch für ein Verlustgeschäft entscheiden – wenn man unbedingt das Gefühl braucht, in der eigenen Wohnung zu leben. Jeder Kauf- oder Bauwillige sollte einmal einen Bauingenieur aus dem erweiterten Bekanntenkreis fragen, was denn die reinen Anschaffungs- und Renovierungskosten für eine Eigentumswohnung ausmachen – ohne derzeit meist überteuerte Grundstückspreise. Die Differenz zum überzogenen Marktpreis sollte dann nachdenklich machen.

ETFs für Tilgung einsetzen

Wer dennoch eine Wohnung oder ein Haus mit akzeptablen Quadratmeterpreis findet, sollte bei der meist üblichen Langfristfinanzierung neben einer möglichst 15jährigen Zinsfestschreibung (dennoch nach Verbraucherschutzgesetzen nach 10 Jahren durch Kreditnehmer kündbar) auch ETFs in die Tilgung mit einbeziehen.

Über mehr als 15 Jahre war es in der Vergangenheit bekanntlich nicht möglich, mit einem DAX-ETF Verlust zu machen. Deshalb spricht nichts dagegen, mindestens einen Teil der Tilgung bewusst mit ETF-Sparen zu planen. Vor allem so lange der Hypothekenkredit deutlich weniger Zinsen kostet als die erwartbaren langfristigen 8 Prozent Rendite bei breitgestreuten ETFs. Voraussetzung sollte wie oben erwähnt sein, dass man nicht völlig überteuert gekauft hat. Doch dann hätten viele ein grundsätzliches Problem. Bei vermieteten Wohnungen wäre noch zu prüfen, ob diese nach 10 Jahren konsequent steuerfrei verkauft werden sollten, falls dann gerade niedrig bewertete Aktienmärkte zum schrittweisen Einstieg einladen. Denn die Statistiken der Vergangenheit zeigen: Immobilienbesitzer hatten in den allermeisten Fällen kaum mehr Rendite als die Inflation ausmachte, wenn sie richtig rechneten und die Instandhaltungskosten und sonstigen laufenden Kosten einer Immobilie mit einbeziehen.

Neubau wird Preise wohl purzeln lassen

Natürlich unterscheidet sich Berlin von Düsseldorf – aber bei 3,5 Millionen Einwohner werden die jährlichen Zuzüge nach Berlin in Höhe von 40.000 neuen Einwohnern früher oder später auch durch Neubau ausgeglichen werden. Insofern ist dieser Handelsblattbericht auf Berlin wie auch weitere Immobilienstandorte in Deutschland durchaus übertragbar.
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Mit ETF Wohlstand erhalten – Vermögen aufbauen

An der Börse mit ETFs sparen bei minimalen Risiko

Foto: Lupo, Pixelio.de

Wie können sich vor allem Angehörige der Sandwich-Generation (Link 2) vor Altersarmut schützen, Vermögen aufbauen und für die Kinder und Enkel finanzielle Untersützung geben? Wie können zumindest Durchschnitts- und Gutverdiener in überschaubarer Zeit finanziell unabhängig werden?

Bisher beliebte Sparformen sinnlos

Früher war nicht alles gut, doch reichte mittelmäßiges Sparen mit Kapitallebensversicherungen, Sparbuch und Bundesschatzbriefen halbwegs aus, um etwas für das Alter zurückzulegen; zwar mit schlechter Rendite. Aber das staatliche Rentenversicherungssystem war noch nicht zigfach reformiert, das heißt Demographiefaktoren sorgten noch nicht automatisch für eine schrittweise Absenkung der staatlichen Rente. Jetzt dominiert nach der Euro-Krise die Niedrigzinspolitik der EZB. Sie wird nach der Vermutung vieler Experten auf Jahre hinaus die Zinsen so tief halten. Die Menschen bleiben auf der Strecke, die sich nicht über die Chancen und das mittel- und langfristig sehr überschaubare sowie minimale Risiko der Aktienmärkte informieren. Verantwortungslose beziehungsweise nicht informierte Journalisten verbreiten gleichzeitig die These, Sparen würde sich nicht mehr lohnen.

Finanzwissen wichtig

Dabei ist für die Sparer, die ihre Freizeit auch einmal zur Informationsbeschaffung zum Thema Fondssparen nutzen, klar: Altersarmut kann nur mit Aktienfonds, das heißt vorwiegend ETFs vermieden werden. Gutverdiener könnten sogar ziemlich schnell nur mit ETFs finanziell unabhängig werden. Die früher mittelmäßige, damals aber übliche und ausreichende Rentenvorsorge funktioniert heute wegen des Niedrigzinses nicht mehr. Schlechtes Sparen konnten sich Millionen Deutsche über Jahrzehnte zum Vergnügen und Profit der Banken und Versicherungen leisten – sinnvoll und rentabel war es im Vergleich zu Aktienfondssparen auch damals nicht. Jetzt führt es bei den niedrigen Zinsen häufig direkt in die Altersarmut. Daher war ich fast erschrocken, dass Ansonsten junge und gut informierte Freunde sagten, sie hätten keine Ahnung von ETF und Aktienfonds. Andererseits war in den letzten Jahren ständig von schlecht informierten  (Finanzen kaum Thema in der Schule) bis miserabel beratenen Bankkunden in den Medien und Tests (Link 2) die Rede. In Banken wird also nicht unbedingt immer beraten, sondern häufig nur verkauft.

Privater Vermögensaufbau

Kein Wunder, dass Deutsche aufgrund dieser Unwissenheit, schlechten Beratung und falscher Risikoeinschätzung trotz höherer Einkommen im Laufe der letzten Jahrzehnte nicht mehr oder sogar weniger Privatvermögen pro Kopf angespart haben als andere europäische Nationen, in denen das Aktien(fonds)sparen schon lange deutlich weiter verbreitet ist. Die preiswerten ETFs machen inzwischen das Sparen am Aktienmarkt noch einfacher und noch risikoärmer, weil sehr einfach: Mit nur einer Handvoll an Fonds kann das Risiko global verteilt und minimiert werden.

Stresstest der Sozialversicherungen durch Babyboomer

Was das Thema Deutsche Rentenversicherung und Absenkung des Rentenniveaus angeht, so wäre dazu ein eigener Beitrag nötig. Dieser müsste eigens noch das dramatische Thema der Verrentung der deutschen Babyboomer ansprechen. Diese verabschieden sich in etwa 10 Jahren aus dem Erwerbsleben und fallen so als Beitragszahler der Sozialversicherungen aus. Die zahlreichen Babyboomer werden somit nicht mehr einzahlen, sondern in die Rentenkasse greifen; so wie es ihnen nach jahrzehntelanger Beitragszahler an die allerdings geburtenschwächeren Rentnerjahrgänge der Vergangenheit in Aussicht gestellt wurde.

Die Babyboomer sollten allerdings daran denken, dass dieses Umlagesystem nur funktioniert, wenn die wenigen Jüngeren brav in den nächsten Jahrzehnten die wohl deutlich höhere Rentenversicherungsbeiträge zahlen möchten. Alternativen wären (Schein-)Selbstständigkeit oder das verstärkte Abwandern gut Qualifizierter ins Ausland. Wer sich nicht auf den Staat verlassen will, könnte schon mit einem einzigen ETF auf den MSCI World Index (mehr als 1.600 Aktienwerte) sein Geld breit gestreut anlegen. Gut informiert und richtig beraten ließe sich die Durchschnittsrendite des MSCI World noch breiter gestreut weiter erhöhen. Finanzielle Bildung wird „immer wichtiger, denn spätestens seitdem die staatliche Rente ohne private Zusatzrente aus Aktienfonds zur Finanzierung des Lebensabends nicht mehr ausreicht, gehört erfolgreiche Geldanlage zur fundamentalen Aufgabe für jeden Einzelnen.“ schreibt dazu das Handelsblatt. Wenn alle Beteiligten zusätzlich sparen, könnten Gutverdiener wie viele Akademiker und Facharbeiter komplett unabhängig von der Deutschen Rentenversicherung werden. Andere – die Babybommer eingeschlossen – könnten zumindest schmerzhafte Einschnitte bei den Sozialversicherungen besser Verkraften. Politiker fällt nämlich immer etwas ein, um den Bürgern und Rentnern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das kann mit vielen Methoden passieren: Zum Beispiel mit anderer Besteuerung von Rentnern oder der Pflicht in die Krankenversicherung (mehr) einzuzahlen beziehungsweise mehr Leistungen im Gesundheitsbereich selbst zu zahlen, geschehen.

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Bei Kurseinbrüchen in ETF investieren

Foto: Michael Grabscheit - pixelio.de

Foto: Michael Grabscheit – pixelio.de

Der gute Tenhagen, der als Chefredakteur auf Finanztip.de eine Vielzahl an nützlichen Informationen anbietet, schrieb auf Spiegel Online viele richtige Dinge über Geldanlage in Aktien. Einiges ist dennoch zu ergänzen. Möglicherweise gab er die Artikelfassung ab, bevor am Montag der Kursrückschlag erfolgte. Oder er scheute sich, dezidiert darauf hinzuweisen, dass solche Rückschläge zum Kauf bei günstigen Einstiegskursen genützt werden können.

Fondssparpläne ab 25 Euro – auch im Zweimonatsrhythmus

Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass einige Onlinebanken nicht nur Sparpläne mit 50 sondern auch schon ab 25 Euro pro Monat oder alle zwei Monate anbieten.

Wer aber nicht rumkleckern will, sondern ordentlich Vermögen aufbauen möchte und langfristig denken kann, der sollte regelmäßig möglichst hohe Beträge ansparen. Die Sparbeiträge kann man nach einer länger laufenden Aufwärtsphase etwas reduzieren und dafür Geld auf einem Tagesgeldkonto ansammeln.

Kursrückschläge sind günstige Kaufmöglichkeiten

Bei den früher oder später erfolgenden Rückschlägen, die historisch immer nur von kurzer Dauer waren, sollten Anleger die günstigen Preise nutzen und stärker an den deutschen Börsen mit einem DAX-ETF investieren. Sicherheitshalber in einen möglichst voll replizierenden DAX-ETF. So kann man das Risiko von Ausfällen für den Fall ausschalten, dass der Tauschpartner des ETF-Fonds pleite geht. Auf die deutschen Aufsichtsbehörden war bereits 2008 kein Verlass, als auch viele deutsche Landesbanken Schrottfonds mit Immibilienkrediten aus den USA gekauft hatten. Denn angesichts der immer noch schlechten Situation vieler Banken, sollte man sich nicht irgendwelche Garantien verlassen.

Selbst viele Profis geben zu, dass kein seriöser Mensch glauben kann, den richtigen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt zu erwischen. Im Gegenteil verpassten laut Studien die Anleger, die aus unbegründeter Angst komplett aus dem Aktienmarkt ausstiegen, die entscheidenden, obwohl nur wenigen Tage des Jahres mit den höchsten Kurssteigerungen.

Nur Teilsummen für Kaufgelegenheiten in Reserve halten

Daher sollte man stets mit dem Großteil investiert bleiben und allenfalls eine Teilsumme nach sehr lange anhaltenden Kurssteigerungen und weit in das Positive gelaufenen Aktienkursen in trockene Tücher bringen. Und wo? Einfach auf dem Tagesgeldkonto oder aber in speziellen ETFs anderer Anlageklassen als Aktienfonds – zum Beispiel in den sehr wenigen Immobilien-ETFs mit hoher Qualität. Doch wie erkenne ich heiß gelaufene Märkte?

KGV als Richtschnur für Markteinschätzung

Das aktuelle KGV – Kurs-Gewinn-Verhältnis – der DAX-Aktien kann mit dem langjährigen historischen Durchschnitt verglichen werden. Es würde an ein Wunder grenzen, könnte ein stark erhöhtes KGV sich ohne zwischenzeitlichen, kurzfristigen aber deutlichen Kurseinbruch ständig und immer weiter vom langjährigen Durchschnitt entfernen.

Eigene Psyche und Gier im Griff behalten

Schließlich stehen hinter der Kennziffer KGV die realen Gewinne von realen Unternehmen einer Wirtschaftswelt, die bisher im Durchschnitt noch nie in den Himmel gewachsen sind. Insofern sind anstehende Rückschläge bei Kursübertreibungen absolut prognostizierbar, nicht jedoch der Zeitpunkt. Doch das bringt die Spannung ins Börsengeschehen. Ist der Rückschlag, der meist ebenso übertrieben ausfällt wie die Kursübertreibungen erst einmal eingetreten, können sich die vernünftig gebliebenen Anleger freuen, die sich nicht von Gier und Herdentrieb bestimmen lassen. Denn es winken nach einem Börsencrash sehr günstige Kaufkurse, die es in einem Börsenjahrzehnt oft nur ein- bis zweimal gibt. So ist derzeit der DAX nach dem aktuellen Rückschlag mit unter 9.000 Punkten weit weg von seinem Höchsstand von 12.390,75 Punkten. Es winkt also in den nächsten Jahren ein Aufholpotential von deutlich mehr als xx Prozent.

Illussion des richtigen Einstiegszeitpunktes und Ausstiegszeitpunktes

Das Dumme ist nur, dass traditionell erst im Nachhinein eindeutig festzustellen ist, ob das schon der ideale Kaufzeitpunkt war. Doch diesen finden nicht einmal die scheinbaren Profiinvestoren. Was also tun? Nichts großes falsch machen, können Sparer, die ihre zurückgehaltenen Mittel zum Beispiel dritteln. Ein Drittel der Reserven ließe sich jetzt investieren. Das zweite Drittel, falls die Kurse nochmals 10-15 Prozent zurückgehen, oder auch wenn schon die Aufwärtsbewegung mit etwa 10 Prozent Plus vom derzeitigen Niveau aus gesehen eingesetzt hat. Das letzte Drittel dann entweder bei weiteren 10 Prozent Kurssteigerung, um dann auf neue Höchststände in den kommenden Jahren zu warten. Oder eben bei weiterhin absackenden Kursen zu den dann erneuten Tiefständen. Danach gilt es, ruhig zu bleiben und die früher oder später einsetzenden Kurssteigerungen zu genießen. Schließlich hat der Erfindergeist der Wissenschaftler und Unternehmer seit hunderten von Jahren dafür gesorgt, dass die Wirtschaft von Innovationen und steigenden Konsum getrieben wächst und steigende Gewinne verzeichnet.

Nur den Notgroschen für kaputte Haushaltsgeräte oder ein neues Auto sollte man nicht kurzfristig an der Börse riskieren.
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Warum wir am besten mit ETFs sparen

Foto: Lupo, Pixelio.de

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Wollen wir langfristig in Wohlstand leben oder auf Altersarmut zusteuern? Kann der Opa den Enkel unterstützen oder wird zukünftig der Enkel den Großeltern regelmäßig Geld zuschießen? Das Verhalten vieler Deutscher weist leider in Richtung zweite Möglichkeit. Das wird dem deutlich, der zwei aktuelle Artikel im Netz aufmerksam zur Kenntnis
Die FAZ schrieb:
“Als die Bundesrepublik Deutschland im Januar 2012 erstmals neue Wertpapiere mit einer negativen Rendite verkaufte, sagte ein Sprecher der Finanzagentur des Bundes: „Das wird nicht von Dauer sein, sondern ein temporäres Ereignis bleiben.“ Der gute Mann war fraglos nicht der Einzige, der Negativzinsen als eine Kuriosität betrachtete, die sich allenfalls aus dem Status Deutschlands als sicherer Hafen für Anleger inmitten der heißen Phase der Euro-Krise erklären mochte. Aber welcher Anleger würde auf Dauer bereit sein, einem Schuldner Geld zu schenken?”

Der zweite Bericht im Netz stellt einige einfache Zahlen heraus, die besonders aufschlussreich sind:

0,53%
8,7%
13,1%

“Von oben nach unten sind dies: Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen, der durchschnittliche jährliche Gewinn des DAX in den letzten zehn Jahren und der Anteil der Deutschen, die gegenwärtig in Aktien investieren.” Es wird gezeigt, dass schon bei einem lächerlich geringem Anlagebetrag von 1000 Euro nach 30 Jahren ein großer Unterschied von mehr als 11.000 Euro entstehen wird.

In der FAZ behauptete der Journalist: “Und schließlich gibt es viele Anleger, die durch Gesetz oder durch Anlagevorschriften ihrer Eigentümer mehr oder weniger gezwungen sind, Staatsanleihen guter Bonität unabhängig von der Rendite zu kaufen. Dies gilt beispielsweise für Stiftungen, Versorgungswerke, Versicherungen und nicht wenige Investmentfonds. Anleihen mit negativer Rendite werden keineswegs von Verrückten erworben.” So ganz stimmt das nicht. Wer heute noch Kapitallebensversicherungen, Bausparer, und Banksparpläne abschließt, um Vermögen aufzubauen und Altersvorsorge zu betreiben, muss angesichts der schlechten Rendite tatsächlich verrückt sein.

Völlig verzerrte Risikowahrnehmung bei deutschen Sparern

Anders kann es nicht ausgedrückt werden. In diesem früheren Artikel zeigten wir, dass laut Deutschem Aktieninstitut das Risiko verschwindend gering ist, beim langfristigen Vermögensaufbau mit Aktienfonds Geld zu verlieren. Im Gegenteil: Sicher verlieren wir langfristig Geld mit Bausparern, Sparbüchern und Kapitallebensversicherungen – nämlich im Vergleich mit den deutlich höheren Erträgen zu Aktieninvestments mittels aktiver Aktienfonds oder passiver ETFs. Jeder wäre gut beraten, einmal über seine Risikowahrnehmung nachzudenken. Die Wahrscheinlichkeit, einen schweren Autounfall zu erleiden oder an Krebs zu erkranken (etwa 30 Prozent) ist viel höher, als mit ETFs Vermögen zu verlieren, wenn man es richtig macht und sich zuerst coachen und dann beraten lässt.

Dabei geht es hier nicht in erster Linie um einen fiktiven oder realen Geldbetrag, den uns der Depotauszug oder der deutlich niedrigere Stand des Sparbuches anzeigt.

Am Ende geht es um menschliche Schicksale – nicht um Geld

Es geht vor allem um Menschen. Um den Großvater, der mit einigen zehntausend Euro mehr an Vermögen gerne zum Enkel im Schulalter sagen kann: “Fahr doch in den Sommerferien für drei Wochen zu einem Jugendaustausch mit Tandemsprachkurs nach England. Ich spendiere Dir dieses tolle Erlebnis mit Schülern aus einem anderen Land Spaß zu haben und zu lernen.” Welch ein Unterschied deutlicher wird zwischen zwei jungen Menschen entstehen, von denen der eine durch seine Familie regelmäßig in der Entwicklung finanziell zusätzlich mit lehrreichen Kursen und Programmen gefördert wird und der andere mit dem städtischen Ferienprogramm abgespeist wird?

Und wer will selbst im Ruhestand abhängig sein von den heutigen (Renten-)Politikern, die persönlich nicht davon betroffen sind, ob das Rentensystem in 10, 20 und 30 Jahren noch funktioniert? Die Kaffeefahrt statt interessanter Länderreisen ist heutzutage nicht mehr das, was sich Ruheständler wünschen. Den Unterschied macht am Ende vor allem jedoch das vorherige, jahrzehntelange Spar- und Investitionsverhalten aus.
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